Verhängnisvoller Missionsbefehl

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Thaddäus
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#81 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Thaddäus » Mi 18. Nov 2015, 19:17

Samantha hat geschrieben:
Thaddäus hat geschrieben:
Hemul hat geschrieben: Verstehe nur Bahnhof-werde bitte konkreter. Danke im Voraus für Deine Antwort.
Im Grunde ist die Sache sehr einfach, lieber Hemul.

Du solltest dir selbst folgende Frage beantworten:
Gibt es irgend etwas, dass Thaddäus (oder ein beliebiger Anderer) schreiben könnte, das dich von einer oder mehrerer deiner Glaubensüberzeugungen abbringen könnte?

Wenn du das verneinst - wenn es also unmöglich ist, dass jemand etwas sagen könnte, so plausibel es auch ist - das dich trotzdem nicht von einer deiner Glaubensüberzeugung abbringen könnte; - dann bist du verloren. Dann bist du - unbelehrbar.
Wer sich abbringen lässt, vertritt keine sichere Überzeugung und würde nur lügen und sich wichtig tun. Eine Überzeugung hat nichts mit Unbelehrbarkeit zu tun, ...
Eine Überzeugung zu haben und sie auch argumentativ zu vetreten, muss tatsächlich nicht automatisch Unbelehrbarkeit bedeuten. Bei religiösen Überzeugungen ist genau dies aber zumeist der Fall. Dies liegt daran, weil sich ein fester und starker Glaube genau darüber definiert, dass er eben unerschütterlich ist. Genau das wird dann sogar als Ideal des Glaubens angesehen!

Dies meint nicht nur Unerschütterlichkeit gegenüber schlimmen Schicksalsschlägen z.B., sondern in aller Regel auch gegen jede Art von (mehr oder weniger gut begründeter) rationaler Kritik. So führen religiöse Überzeugungen meistens zu einer Immunisierungsstrategie beim Gläubigen, mit der er sich gerade auch gegenüber sehr guten kritischen Argumenten seinem Glauben gegenüber schützt.

Deshalb ist meine obige Frage eine Art Prüfungsfrage zum Grad der bereits stattgefundenen habenden Immunisierung eines gläubigen Menschen gegenüber jeder Form von Kritik. Jeder Gläubige muss sich diese Frage selbst beantworten. Gibt es aber nichts mehr, kein noch so gutes Argument, das der Gläubige als vernünftiges und starkes Argument durchaus erkennen kann, welches ihn aber trotzdem nicht von einer seiner Glaubensüberzeugungen abbringen könnte, dann ist er im Zustand vollständiger Immunisierung und er lebt nur noch einen Dogmatismus (weil er eben gegen jede Kritik immun geworden ist).
In der katholischen Kirche stellt das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes in Lehrfragen sogar eine sogenannte doppelt verschanzte Immunsierung dar.

Ein Philosoph z.B., der in eine solche Immunisierungsstrategie verfällt, ist damit gerade kein Philosoph mehr, denn in der Philosophie muss stets dem besten, also dem plausiblesten und einsichtigsten Argument gefolgt werden, auch dann, wenn dadurch zentrale und lieb gewonnene eigene Überzeugungen zusammenbrechen. Genau dies bedeutet intellektuelle Redlichkeit in der Philosophie, - aber auch in allen Wissenschaften, denn jeder Wissenschaftler ist verpflichtet, Falsifizierungen seiner Überzeugungen und besseren Argumenten gegen seine wissenschaftlichen Überzeugungen zu folgen, selbst dann, wenn sie dessen gesamtes Lebenswerk zerstören.
So ist es dem Philosophen Gottlob Frege gegangen, der mit mit seinen Die Grundlagen der Arithmetik nachzuweisen versuchte, dass sich die gesamte Mathematik auf logische Grundlagen zurückführen lässt. Bertrand Russell konnte Frege aber nachweisen, dass er einen fundamentalen logischen Fehler begangen hatte. Frege gestand ein, dass die Kritik Russels korrekt war, was bedeutete, dass 20 Jahre Arbeit an diesem Werk zunichte waren. Ähnlich erging es dem genialen Mathematiker David Hilbert.


Samantha hat geschrieben: denn auch ein Wissenschaftler kann überzeugt sein, ohne unbelehrbar zu sein. Wer sich sicher ist, darf nicht manipulierbar sein.
Es geht nicht um Manipulation. Es geht wirklich um die Überzeugungskraft des besseren Arguments. Auch Gläubige besitzen Vernunft, weshalb auch sie erkennen können müssen, wann jemand ein wirklich gutes Argument vorbringt. Es sei denn, die Immunisierung ist bereits so stark fortgeschritten, dass er nicht mehr bereit ist, seiner Vernunft zu folgen.
Zuletzt geändert von Thaddäus am Mi 18. Nov 2015, 20:47, insgesamt 3-mal geändert.

Hemul
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#82 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Hemul » Mi 18. Nov 2015, 19:49

Thaddäus hat geschrieben:
Samantha hat geschrieben:
Thaddäus hat geschrieben: Im Grunde ist die Sache sehr einfach, lieber Hemul.

Du solltest dir selbst folgende Frage beantworten:
Gibt es irgend etwas, dass Thaddäus (oder ein beliebiger Anderer) schreiben könnte, das dich von einer oder mehrerer deiner Glaubensüberzeugungen abbringen könnte?

Wenn du das verneinst - wenn es also unmöglich ist, dass jemand etwas sagen könnte, so plausibel es auch ist - das dich trotzdem nicht von einer deiner Glaubensüberzeugung abbringen könnte; - dann bist du verloren. Dann bist du - unbelehrbar.
Wer sich abbringen lässt, vertritt keine sichere Überzeugung und würde nur lügen und sich wichtig tun. Eine Überzeugung hat nichts mit Unbelehrbarkeit zu tun, ...
Eine Überzeugung zu haben und sie auch argumentativ zu vetreten, muss tatsächlich nicht automatisch Unbelehrbarkeit bedeuten. Bei religiösen Überzeugungen ist genau dies aber zumeist der Fall. Dies liegt daran, weil sich ein fester und starker Glaube genau darüber definiert, dass er eben unerschütterlich ist. Genau das wird dann sogar als Ideal des Glaubens angesehen!

Dies meint nicht nur Unerschütterlichkeit gegenüber schlimmen Schicksalsschlägen z.B., sondern in aller Regel auch gegen jede Art von (mehr oder weniger gut begründeter) rationaler Kritik. So führen religiöse Überzeugungen meistens zu einer Immunisierungsstrategie beim Gläubigen, mit der er sich gerade auch gegenüber sehr guten kritischen Argumenten seinem Glauben gegenüber schützt.

Deshalb ist meine obige Frage eine Art Prüfungsfrage zum Grad der bereits stattgefundenen habenden Immunisierung eines gläubigen Menschen gegenüber jeder Form von Kritik. Jeder Gläubige muss sich diese Frage selbst beantworten. Gibt es aber nichts mehr, kein noch so gutes Argument, das der Gläubige als vernünftiges und starkes Argument durchaus erkennen kann, welches ihn von einer seiner Glaubensüberzeugungen abbringen könnte, dann ist er im Zustand vollständiger Immunisierung und lebt nur noch einen Dogmatismus (weil er eben gegen jede Kritik immun geworden ist).

Prüfungsfrage? :o Prüfe Dich selbst inwieweit sich Dein Gewissen von Gott entfernt hat. Ich kann an Deinen sonderbaren Beiträgen nicht erkennen, dass Du Dich von Kubitza&Co abbringen lässt. Du sitzt zwischen den Stühlen-und das weißt Du ganz genau-gelle? ;)
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

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#83 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Münek » Mi 18. Nov 2015, 20:14

Thaddäus hat geschrieben:
janosch hat geschrieben: Die JUNGFRÄULICHE Geburt macht alle Verheißung zu Nichte,
Jungfrauen gebären keine Kinder.

janosch hat geschrieben: so dass man hier ganz anderes verstehen sollte als "Same Davids!" Nur aus dem Geist! Und der Geist ist religionsfrei!
Und Geister zeugen keine Kinder. Es fehlt ihnen dazu das Sperma und also der Chromosomensatz.

:lol: :lol: :lol: - :thumbup: - :lol: :lol: :lol: Besser gehts nicht...

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#84 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Hemul » Mi 18. Nov 2015, 20:24

Münek hat geschrieben:
Thaddäus hat geschrieben:
janosch hat geschrieben: Die JUNGFRÄULICHE Geburt macht alle Verheißung zu Nichte,
Jungfrauen gebären keine Kinder.

janosch hat geschrieben: so dass man hier ganz anderes verstehen sollte als "Same Davids!" Nur aus dem Geist! Und der Geist ist religionsfrei!
Und Geister zeugen keine Kinder. Es fehlt ihnen dazu das Sperma und also der Chromosomensatz.

:lol: :lol: :lol: - :thumbup: - :lol: :lol: :lol: Besser gehts nicht...
Mit denen u. clösschen kannste gut Kirschen essen-gelle? :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:
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#85 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Münek » Mi 18. Nov 2015, 20:42

Thaddäus hat geschrieben:
Hemul hat geschrieben: Verstehe nur Bahnhof-werde bitte konkreter. Danke im Voraus für Deine Antwort.

Hilfsmittel mit auf den Weg gegeben, welches allein dich zwischen Wahrheit und Falschheit unterscheiden lassen kann: das ist deine Vernunft. Die ist es dann, die du missachtest und verachtest, - dieses göttliche Geschenk -, weil du nur glauben willst, was du glauben willst, wider alle Vernunft.

Würde Hemul seine Vernunft gebrauchen und die Ergebnisse seiner Überlegungen im Königreichssaal öffentlich machen, drohte ihm der Gemeinschaftsentzug (vulgo Rausschmiss). Dann wäre Schluss mit lustig. :devil:

Dann müsste er wieder seinem Schützenverein beitreten oder einen Kegelclub gründen.

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#86 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Münek » Mi 18. Nov 2015, 20:46

Thaddäus hat geschrieben:
Hemul hat geschrieben: Klar ist die Sache einfach. Du sollst nachdem Du mich hier öffentlich als zweiten Bibelbeschmutzer geoutet hast- Deine miese Unterstellung beweisen. Unterlass deshalb bitte Deine billigen durchsichtigen Suggestivfragen u. lass Deine Beweise endlich anrollen.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?f ... 03#p174294
Dann hast du dich also entschieden.

Der Herr segne dich und behüte dich;
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

:Herz: AMEN. So sei es. Maranatha. :Herz:

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#87 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Hemul » Mi 18. Nov 2015, 20:58

Münek hat geschrieben: Würde Hemul seine Vernunft gebrauchen und die Ergebnisse seiner Überlegungen im Königreichssaal öffentlich machen, drohte ihm der Gemeinschaftsentzug (vulgo Rausschmiss). Dann wäre Schluss mit lustig. :devil:
Welche Ergebnisse meiner Überlegungen verheimliche ich denn im Königreichssaal-Du Bewohner einer Stadt die aus den Fugen geraten scheint? :roll:
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

Samantha

#88 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Samantha » Mi 18. Nov 2015, 22:57

Thaddäus hat geschrieben:Eine Überzeugung zu haben und sie auch argumentativ zu vetreten, muss tatsächlich nicht automatisch Unbelehrbarkeit bedeuten. Bei religiösen Überzeugungen ist genau dies aber zumeist der Fall. Dies liegt daran, weil sich ein fester und starker Glaube genau darüber definiert, dass er eben unerschütterlich ist. Genau das wird dann sogar als Ideal des Glaubens angesehen!
Glaube kann auch erst dann unerschütterlich werden, wenn man vieles schon hinterfragt hat, bevor Glaube entstand. Wenn ein Atheist gläubig wird, wird man ihm doch wohl nicht unterstellen, irrational zu sein. :mrgreen:

Deshalb ist meine obige Frage eine Art Prüfungsfrage zum Grad der bereits stattgefundenen habenden Immunisierung eines gläubigen Menschen gegenüber jeder Form von Kritik. Jeder Gläubige muss sich diese Frage selbst beantworten. Gibt es aber nichts mehr, kein noch so gutes Argument, das der Gläubige als vernünftiges und starkes Argument durchaus erkennen kann, welches ihn aber trotzdem nicht von einer seiner Glaubensüberzeugungen abbringen könnte, dann ist er im Zustand vollständiger Immunisierung und er lebt nur noch einen Dogmatismus (weil er eben gegen jede Kritik immun geworden ist).
Bevor ich glaubte, war ich sehr kritisch, jahrzehntelang - niemand konnte mich immunisieren. Daher weiß ich, was ich glauben kann und was lieber nicht.

Auch Gläubige besitzen Vernunft, weshalb auch sie erkennen können müssen, wann jemand ein wirklich gutes Argument vorbringt. Es sei denn, die Immunisierung ist bereits so stark fortgeschritten, dass er nicht mehr bereit ist, seiner Vernunft zu folgen.
Vernunft ist auch, Gott nicht einfach abzulehnen, nur weil andere damit nichts anfangen können und möglicherweise spotten.

Hemul
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#89 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Hemul » Do 19. Nov 2015, 05:18

Samantha hat geschrieben: Vernunft ist auch, Gott nicht einfach abzulehnen, nur weil andere damit nichts anfangen können und möglicherweise spotten.
:thumbup:
Es ist daher auch vernünftig folgenden Aussage eines spottenden Duisburger Rentners nicht ernst zu nehmen:
Münek hat geschrieben:Würde Hemul seine Vernunft gebrauchen und die
Ergebnisse seiner Überlegungen im Königreichssaal öffentlich machen, drohte ihm der Gemeinschaftsentzug (vulgo Rausschmiss). Dann wäre Schluss mit lustig.Dann müsste er wieder seinem Schützenverein beitreten oder einen Kegelclub gründen. :devil:
;)
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

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#90 Re: Verhängnisvoller Missionsbefehl

Beitrag von Scrypt0n » Do 19. Nov 2015, 07:22

Samantha hat geschrieben:Wenn ein Atheist gläubig wird, wird man ihm doch wohl nicht unterstellen, irrational zu sein.
Warum nicht?
Schließlich ist er dann keiner mehr, sondern glaubt an Gott. Und der Glaube an Gott ist eben irrational.

:lol:

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