Doku: Böses Blut (ARD 2014)

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Scrypt0n
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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Scrypt0n » So 2. Aug 2015, 05:13

Ziska hat geschrieben:Wie ich schon hier http://4religion.de/posting.php?mode=qu ... 9&p=154639 schrieb, würde ich kein Gesetz übertreten, um mein Leben zu verlängern.
Eine Bluttransfusion ist auch keine Übertretung eines Gesetzes; auch dann nicht, wenn die Sekte "Zeugen Jehovas" genau das willkürlich behauptet.

Auf die Tatsache außerdem, dass nach einem Blutverlust von mehreren Litern der Tod, sofern kein anderes Blut selber Blutgruppe in den Körper verabreicht wird, äußerst Wahrscheinlich ist und durch eine Bluttransfusion mit hoher Sicherheit vermieden werden kann, darauf bist du überhaupt nicht eingegangen.
Weiter gibt es Erkrankungen, die zu einem dramatischen, häufig von selbst vorübergehenden Abfall der Zahl der Blutplättchen führen. Fallen diese unter ein Niveau von ~6000 - abhängig vom Messystem bezogen auf das Blutvolumen - besteht akute Blutungsgefahr. Das bedeuted, dass am ganzen Körper spontane Blutungen auftreten: Der Betroffene hustet Blut, spuckt Blut, kackt Blut, bekommt blaue Flecken am ganzen Körper. Besonders gefürchtet sind spontane Hirnblutungen. Einen solchen dramatischen Blutplättchenmangel über mehrere Wochen kann man nicht überleben, es sei denn man hilft mit Blutplättchenkonzentraten.
Auch sehr agressive Chemotherapien, z.B. bei Leukämien kann man ohne dass der Betroffene in die Transfusion von Plättchen einwilligt, nicht durchführen.

Ebenfalls bist du nicht darauf eingegangen, dass es keinerlei Alternative dazu gibt.

Indirekt jedoch hast du mit Verweis auf die Bibel jedoch bestätigt, dass du in einer solchen Notlage weder bei dir noch bei deinen Kindern einer Bluttransfusion zustimmen und dich damit eher für den Tod entscheiden würdest. Das halte ich für gefährlich und sollte - zumindest wenn es nicht DEINEN Körper betrifft - gesetzlich geregelt bzw. verboten sein. Unterlassene Hilfeleistung aufgrund dogmatischer Absurditäten geht mal absolut nicht.
Ziska hat geschrieben:Auch wenn es für dich unnötig ist, verweise ich gerne auf diesen Bibelvers:
Apostelgeschichte 15:28, 29 (Schlachter2000) Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, 29 daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut und vom Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor bewahrt, so handelt ihr recht. Lebt wohl!
Du kannst alle gängigen Bibelübersetzungen vergleichen.
Da steht nichts von Bluttransfusion! ;) Da steht nichts von Blutwurst! ;)
Da steht jedes mal, "sich des Blutes enthalten!"
Ja ganz fein; da hast du als Sklave dieser Sekte den Standpunkt des Wachturms so verinnerlicht, wie man das eben von dir erwartet... ;)
Die jeweils aktuelle Lehrmeinung deiner Sekte wird dahingehend immer mit viel rhetorischem Aufwand, unter Beiziehung unzähliger Bibelzitate durch "Studien-Artikel" indoktriniert.

Im selben Artikel steht auch:
Die Entscheidung bezüglich der Blutfrage wird nicht von einer Organisation diktiert, sondern ist vielmehr eine aufrichtige, persönliche Glaubenssache.
Von einer Entscheidung als ganz persönliche Glaubenssache kann jedoch keine Rede sein - ein Verstoß gegen das Verbot der Bluttransfusion hat nämlich den Ausschluss des betreffenden Zeugen zur Folge. Damit verliert ein Zeuge mit einem Schlag alle seine Freunde sowie sein gesamtes soziales Umfeld.

Betreffend deiner Apostelgeschichte sehen wir uns doch mal an, was Lukas in der Apostelgeschichte 15 weiter geschriebgen hat. Dort begründet Jakobus nämlich, weshalb man sich "vom Blut enthalten" sollte. Apostelgeschichte 15, 19-20:
Darum urteile ich, daß man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Gott bekehren, keine Lasten auflegen soll, 20sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Unzucht, vom Ersticktenb und vom Blut zu enthalten. 21Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.
Für die Juden war das Essen von Fleisch mit Blut von Gott gemäß des alten Budes verboden - daher galt es alleine der Rücksichtnahme der "Heidenchristen", darauf zu verzichten. Diese Praxis der Rücksichtnahme durchzieht auch die Paulusbriefe wie ein roter Faden (vergleiche Römer 14, 1-7). Interessanterweise kamen Juden nie auf die Idee, Bluttransfusionen abzulehnen - und für uns heute kann diese Anweisung ohnehin keine Bedeutung mehr haben, solange wir nicht mit Juden an einem Tisch sitzen und essen.

Eigentlich wird dies auch im Korintherbrief bestätigt, wo Paulus schreibt (1. Korinther 10, 25-26):
Alles, was auf dem Fleischmarkt angeboten wird, das eßt, ohne um des Gewissens willen nachzuforschen; denn »dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt«. Und wenn jemand von den Ungläubigen euch einlädt und ihr hingehen wollt, so eßt alles, was euch vorgesetzt wird, und forscht nicht nach um des Gewissens willen.
Wenn Fleisch nicht untersucht werden muss, so könnte es durchaus sein, dass es nicht nach der jüdischen Vorschrift geschlachtet und ausgeblutet worden und somit auch gegessen wird!

Auch stellt dich die Frage, warum (der biblische) Gott das Trinken von Blut verboten hatte. Bei einigen antiken Völkern war es üblich, das Blut seiner Feinde zu trinken; es waren zahlreiche abergläubische Ansichten damit verbunden, z. B. glaubte man, dadurch Macht über deren Seele oder Unsterblichkeit zu erlangen. Mit solchen Bräuchen sollte Gottes Volk nichts zu tun haben. Eine Transfusion dagegen hat nichts mit abergläubischen Bräuchen zu tun.

Anbei ein Artikel der evangelischen Kirche, welche den Standpunkt der Zeugen Jehovas nach einem tragischen Vorfall darlegt:
http://www.ekd.de/download/EZWOB8.pdf

Immer wieder gibt es Opfer dieser skrupellosen Lobby von "christlichen" Fanatikern:
http://www.opposingviews.com/i/health/j ... land-judge
oder
http://www.telegraph.co.uk/news/health/ ... -dies.html

Ohnehin gab es seit 1892 nie einen Konesns sondern nichts weiter als Widersprüche innerhalb der verschiedenen "Wachtürmen" - denn immer wieder mal waren Bluttransfusionen sowie einzelne Bestandteile des Blutes in deiner Sekte verboten, erlaubt, dann wieder verboten, wieder erlaubt und wieder verboten.
Das kann ich dir gerne auch belegen, indem ich eine Tabelle mit den Daten und die Literaturstellen deines Glaubensgrüppchen darlege. ;0)

Das ganze Kranke äußert sich davon abgesehen sehr beschämend im Erwachet-Ausgabe vom Mai 2013, worin sogar unzählige Kinderopfer glorifiziert (= in unangemessener Weise beschönigende Darstellung) werden: http://www.cftf.com/comments/kidsdied.html

Eigentlich in allen Erwachet-Ausgaben... immer und immer wieder...
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Ziska hat geschrieben:Wenn sich jemand des Alkohols enthält, trinkt er keinen Alkohol. Führt er sich dann den Alkohol durch die Vene zu? Nein!
Natürlich nicht und zwar alleine aus dem Grund, dass Alkohol gespritzt zu keinerlei medizinischen Behandlung dienlich ist!
Eine Kochsalzlösung ist auch nicht zum trinken da, sondern wird parenteral verabreicht - und eine Bluttransfusion ist nicht zum trinken da, sondern für die parenterale Verabreichung - und Alkohol ist zum trinken da, nicht aber fürs Spritzen.
Lesen, nachdenken... dann fallen - eventuell - auch dir die Unterschiede auf.

Übrigens: Auch Jesus hat (alkoholischen) Wein getrunken und lässt sich innerbiblisch ganz leicht belegen!
:)
Ziska hat geschrieben:Übrigens verstehe ich die ganze Aufregung nicht. Wenn die Bluttransfusion doch so sicher sein soll, warum wird von Ärzten und Wissenschaftlern dieses Verfahren immer mehr in Frage gestellt?
Wird sie ja nicht.
Das Risiko ist medizinisch bekannt; bekannt ist ebenfalls, dass das Risiko äußert gering ist und durch die Forschung nachweislich weiter nach unten geschraubt werden konnte. Dass einige wenige die geringen Risiken aufblasen und dabei a) die Statistiken und b) die Vorteile unbehandelt unter den Teppich kehren ändert daran ja nun wirklich nichts.
Ziska hat geschrieben:Warum wird denn weiter geforscht, um ohne Blut auch schwere OPs durchzuführen?
Ganz einfach: Weil die Nachfrage höher ist als das Angebot. Es wird zu wenig Blut gespendet, es herrscht ein Defizit in der Versorgung - deshalb wird an Alternativen geforscht, um dieses vermutlich nicht lösbare Problem auch ohne große Blutvorräte in den Griff zu bekommen.
Würdest du ein wenig mitdenken, hättest du da auch selbst drauf kommen können. Zugetraut hätte ichs dir ja.

Ziska
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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Ziska » Mi 5. Aug 2015, 11:11

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, Scrypt0n.

Ich respektiere deine Einstellung zur Bluttransfusion.
Es gibt viele, die deine Meinung teilen. Aber es werden immer weniger...

Ich hoffe sehr, du bist in deiner Meinung nicht allzu festgefahren und für neuere medizinische Verfahren offen.
Wir sind nämlich mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen.

Wenn du dir die 3 Filmbeiträge sehr genau anschaust, wirst du mit diesen allerneuesten Techniken vertraut.
Bitte schieb deine Abneigung gegenüber Jehovas Zeugen wenigstens für diese Filme beiseite und höre dir an, was Ärzte und Wissenschaftler sagen.


http://www.jw.org/de/publikationen/vide ... r-medizin/

[quote]Kein Blut — die Medizin begegnet der Herausforderung

Aus religiöser oder persönlicher Überzeugung haben sich viele Patienten gegen eine Bluttransfusion entschieden und stattdessen eine alternative Lösung gesucht. Wie können Mediziner die Rechte des Patienten berücksichtigen? Das Video zeigt, auf welche speziellen Operationsverfahren und Hilfsmittel Ärzte zurückgreifen und wie das menschliche Immunsystem sie bei ihrer Arbeit unterstützt.[/quote]


http://www.jw.org/de/publikationen/vide ... fsgerecht/
Transfusionsalternativen im Gesundheitswesen — bedarfsgerecht und patientenorientiert

Ärzte auf der ganzen Welt behandeln erfolgreich Patienten, die Fremdblut ablehnen. Hat dieses Selbstbestimmungsrecht des Patienten etwas Gutes? In diesem Video sprechen einige angesehene Experten über die rechtlichen und ethischen Vorteile.

http://www.jw.org/de/publikationen/vide ... ernativen/
Konzepte für Transfusionsalternativen — einfach, sicher und effektiv

Enthaltet euch von Blut — an dieses Gebot aus der Bibel halten sich Zeugen Jehovas. Was ist, wenn sie eine medizinische Behandlung brauchen oder sich operieren lassen? Sie suchen nach einer qualitativ guten Lösung, lassen sich aber keine allogene Bluttransfusion geben. Dieses Video dreht sich um Konzepte für Transfusionsalterativen, die sowohl einfach als auch sicher und effektiv sind. Wie stehen viele Ärzte zu diesem bislang kontrovers diskutierten Thema?
Aus dem Beitrag von S.1 http://naturheilt.com/blog/boeses-blut- ... t-risiken/ :
Bei einer Transfusion mit Fremdblut, von den Medizinern allogene Bluttransfusion genannt, besteht immer die Möglichkeit, dass hier mehr als nur Blut transferiert wird. Denn im Blut schwimmen nicht nur rote Blutkörperchen, Thrombozyten und so weiter. Blut transportiert alles, was in den Organismus eingedrungen ist, auch Viren, Bakterien, Toxine und vieles mehr.
Lebensrettend werden sie dann, wenn ein lebensbedrohlicher Blutverlust gegeben ist, der dem Arzt keine andere Wahl gibt als auf Blutkonserven zurückzugreifen.
Aber werden jährlich in Deutschland 5 Millionen Konserven gegeben, weil 5 Millionen Deutsche an einem lebensbedrohlichen Blutverlust leiden? Oder ist es nicht so, dass man sich in der Schulmedizin evidenzbasiert nicht vorstellen kann, das Bluttransfusionen schädigend sein können und dass man darum und aus Sicherheitsgründen ein oder zwei Konserven mehr geben kann oder sollte, ohne den Patienten zu belasten. So der Irrglaube.
Fazit

Bluttransfusionen sind nicht so harmlos wie sie scheinen und angesehen werden. Die Schulmedizin macht auch hier, was sie in solchen Situationen immer macht: Mauern.
Dumme und höchst unwissenschaftliche Argumente kommen einigen Medizinern gerade Recht, wie zum Beispiel: „Das haben wir immer schon so gemacht!“, „alles überbewertet…“, „Panikmache!“ etc., um an einer Änderung des Denkens und Handelns vorbeizukommen. Da helfen auch keine evidenzbasierten Studien, die solche Änderungen nahelegen. Auch hier verzichtet die Schulmedizin auf ihre heiß geliebte Evidenzbasiertheit – die scheint in diesem Fall sehr zu stören…

Du und auch ICH haben das Recht selber zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen an uns durchgeführt werden und welche nicht.

Du magst zu allem "Ja! und Amen!" sagen...

Ich mache mir schon vorher Gedanken und verfüge schriftlich, mit was ich einverstanden bin und was überhaupt nicht geht...

So entlaste ich meine Angehörigen und meine behandelnde Ärzte und bringe niemanden in einen Gewissenskonflikt.

Es sollen nur Denkanstöße sein... Keine Angriffe auf deine persönliche Einstellung...
Wie gesagt: Ich respektiere dich. Und habe nicht das Recht, dich zu überreden oder sogar zu zwingen, so zu denken, wie ich...

(Ein Wort entfernt)
Zuletzt geändert von Ziska am Mi 5. Aug 2015, 14:37, insgesamt 1-mal geändert.
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JackSparrow
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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von JackSparrow » Mi 5. Aug 2015, 13:43

Ziska hat geschrieben:Auch wenn es für dich unnötig ist, verweise ich gerne auf diesen Bibelvers:
Apostelgeschichte 15:28, 29 (Schlachter2000) Es hat nämlich dem Heiligen Geist und uns gefallen, euch keine weitere Last aufzuerlegen, außer diesen notwendigen Dingen, 29 daß ihr euch enthaltet von Götzenopfern und von Blut
Wieso ruft dann Jesus seine Jünger zum Kannibalismus auf?
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm Joh6:56

Magdalena61 hat geschrieben:Mir scheint, die Medizingläubigen sollten einmal darüber nachdenken
Pseudowissenschaften und Verschwörungstheorien zeichnen sich eben auch dadurch aus, dass Statistiken konsequent ignoriert werden. Wenn ein Verfahren bei 1 Million Patienten funktioniert und bei 5 Patienten Komplikationen auftreten, dann ist das der unumstößliche Beweis dafür, dass das gesamte Verfahren nutzlos ist.

Scrypt0n hat geschrieben:Das halte ich für gefährlich und sollte - zumindest wenn es nicht DEINEN Körper betrifft - gesetzlich geregelt bzw. verboten sein. Unterlassene Hilfeleistung aufgrund dogmatischer Absurditäten geht mal absolut nicht.
Bei Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr würde man sich als Arzt strafbar machen, wenn der Wille der Eltern das Leben des Kindes gefährden würde. Volle Religionsfreiheit hat man erst ab 18.

Hemul
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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Hemul » Mi 5. Aug 2015, 14:47

JackSparrow hat geschrieben: Bei Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr würde man sich als Arzt strafbar machen, wenn der Wille der Eltern das Leben des Kindes gefährden würde. Volle Religionsfreiheit hat man erst ab 18.
Nicht strafbar macht sich der Arzt wenn das Kind nach einer Bluttransfusion z.B. Lymphdrüsenkrebs bekommt:

http://www.krankenpflege-journal.com/on ... usion.html
Lymphdrüsenkrebs häufiger nach Bluttransfusion
International Journal of Cancer, Band 125 (6), neu erschienen
Heidelberg (16. September 2009) - Eine epidemiologische Studie in der aktuellen Ausgabe des International Journal of Cancer zeigt, dass Bluttransfusionen das Risiko erhöhen, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken.
Hier hat er sich vor der Transfusion wohlweislich in Form der Unterschriften der Eltern einen Persilschein ausstellen lassen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Persilschein
Persilschein
Einen Persilschein zu besitzen oder zu erhalten, bedeutet eine weitreichende Erlaubnis, einen Freibrief, um einem lukrativen Geschäft oder einem zuvor moralisch oder rechtlich angezweifelten Interesse nachgehen zu können.
denn die Waffen, mit denen wir kämpfen, sind nicht fleischlicher Art, sondern starke Gotteswaffen zur Zerstörung von Bollwerken: wir zerstören mit ihnen klug ausgedachte Anschläge (2.Korinther 10:4)

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Scrypt0n » Mi 5. Aug 2015, 15:04

Ziska hat geschrieben:Wenn du dir die 3 Filmbeiträge sehr genau anschaust
Wenn; mache ich aber nicht.
Irgendwelche Propaganda-Filmchen deiner meiner Meinung nach völlig realitätsfernen und krankhaften Sekte interessieren mich nun wirklich nicht. Wenn du Argumente hast, leg sie vor - irgendwelche verlinkten Filmchen jedenfalls entsprechen keinem Argument.

Denn in deinen Videos wird auf alle jene Fälle, die ohne eine Bluttransfusion bzw. ohne Bestandteile des Blutes keine Überlebenschance haben nicht eingegangen. Und genau auf diese Fälle bezieht sich die Kritik, wenn die Entscheidung auf den Tod anstatt auf die Behandlung fällt, welche Leben rettet.
Ziska hat geschrieben:Du und auch ICH haben das Recht selber zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen an uns durchgeführt werden und welche nicht.
Das ist richtig.
Leider. Denn gesetzlich sollte es verboten werden, wenn du diese persönliche Entscheidung auf deine Kinder anwendest. Unterlassene Hilfeleistung, die zum Tode führt, sollte mit Freiheitsentzug sanktioniert werden. Auch dann, wenn das auf die dümmliche Indoktrination einer Sekte zurückzuführen ist, welche ihren Standpunkt dazu immer wieder mal willkürlich ändert.

Mit der Bibel jedenfalls hat das absolut nichts zu tun.

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von JackSparrow » Mi 5. Aug 2015, 16:17

Hemul hat geschrieben:Nicht strafbar macht sich der Arzt wenn das Kind nach einer Bluttransfusion z.B. Lymphdrüsenkrebs bekommt:
Das vergleichsweise äußerst geringe Risiko einer Folgeerkrankung rechtfertigt nicht das vergleichsweise äußerst hohe Risiko, das Kind an einem Blutverlust versterben zu lassen.
um einem lukrativen Geschäft oder einem zuvor moralisch oder rechtlich angezweifelten Interesse
Das Interesse sowohl des Arztes als auch des Staates ist hier der Schutz des Kindes. Wer mit vollendetem 18. Lebensjahr der Meinung ist, aus beliebigen Gründen eine beliebige Behandlung ablehnen zu müssen, kann das dagegen jederzeit tun.

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von piscator » Mi 5. Aug 2015, 17:08

Ziska hat geschrieben:
Du und auch ICH haben das Recht selber zu entscheiden, welche medizinischen Behandlungen an uns durchgeführt werden und welche nicht.
Du magst zu allem "Ja! und Amen!" sagen...
Ich mache mir schon vorher Gedanken und verfüge schriftlich, mit was ich einverstanden bin und was überhaupt nicht geht...
Nein, du entscheidest mit Sicherheit nicht selbst, sondern tust, was dir deine Sekte vorschreibt. Sonst droht Gemeinschaftsentzug.

Und ich mache jede Wette, dass du im Falle einer anstehenden Operation oder eines Unfalls nicht allein ins Krankenhaus gehst, sondern unter ständiger Überwachung stehst.
Als Gott mich schuf wollte er angeben!

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Ziska » Mi 5. Aug 2015, 22:12

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Scrypt0n » Mi 5. Aug 2015, 22:45

Ziska hat geschrieben:...
Ist das eine Argumentation, die du von Hemul abgeschaut hast?
:)

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Re: Doku: Böses Blut (ARD 2014)

Beitrag von Catholic » Mi 5. Aug 2015, 22:50

Hemul hat geschrieben:
JackSparrow hat geschrieben: Bei Kindern bis zum vollendeten 14. Lebensjahr würde man sich als Arzt strafbar machen, wenn der Wille der Eltern das Leben des Kindes gefährden würde.
Nicht strafbar macht sich der Arzt wenn das Kind nach einer Bluttransfusion z.B. Lymphdrüsenkrebs bekommt:

http://www.krankenpflege-journal.com/on ... usion.html
...
weil der Arzt handelt um das Leben des Kindes zu retten,er also dessen Tod nicht beabsichtigt.

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