Parusieverzögerung

Themen des Neuen Testaments
Samantha

#71 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von Samantha » Do 16. Apr 2015, 08:00

Rembremerding hat geschrieben:Wie @closs schon mehrmals ausführte, ist die Naherwartung für den Glauben völlig unerheblich und eigentlich für keinen Christen ein Thema. Es wird aber wohl gerne, hier gerade von Gottfernen, als Scheinproblem thematisiert.

Man kann natürlich wieder Bibelvers-Pingpong spielen, aber manchmal genügt auch die Logik und die Vernunft:
Wer eine einfache Lösung des Problems will: Was jederzeit eintreten kann, ist immer nahe!
Vielleicht gibt es da ein Übersetzungs- oder Verständnisproblem. "Nahe" kann doch auch "möglich" heißen, und vielleicht hatte das damalige "Nahe" ja auch eine doppelte Bedeutung. Genau wie heute wird/wurde möglicherweise etwas in eine Aussage hinein interpretiert.

2Lena
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#72 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von 2Lena » Do 16. Apr 2015, 08:31

@Samatha, es wurden die "Himmelreichsgleichnisse" tatsächlich umgesetzt. Das heißt man verstand es bessere Gesetze zu schaffen, praktische Organisationen und viel viel mehr. Man muss nur mal endlich hergehen, die Regeln (wie das AT auch) in der früheren Weise zu verstehen und das NT ebenso vollständig, und es vollständig machen.

Der Kampf war ähnlich wie heute.
Da gibt es welche, die von der Bibel gehört, das Buch aber nie gelesen haben und auch nicht wirklich wissen was drin steht. Das ist der Großteil der Leute vermutlich. Welche hörten grad: Jesus ist lieb! Die machen in der Vorstellung weiter ... ok, aber sie erschrecken furchtbar, wenn sie manche Diskussion sehen. Damals erschreckten sie auch! Huch, da sagt einer die Wahrheit ... und wir verehren ..."?" Es gibt welche, die quatschen derartiges an Schundliteratur nach, besonders wenn das ein "Geehrter" von sich gibt, und ohne alle rechten Seiten zu prüfen. Damals hielten sich viele Seilschaften an die Riten (Tieropfer igitt..) Wer das nicht mitmachte, gehörte nicht zur Gruppe, war kein Inseider, kein echter "Mensch". Zerr die da mal raus! Mit Gewalt geht es nicht.

Andere blickten durch. Sie wollten Reformen. Was!, schrien dann Einflussreiche, wir haben doch das Althergebrachte, willst du "Nichts" etwa kritisieren? Na ja, wunderschön waren die Auseinandersetzungen damit. Dank des wirklichen Durchblicks jedoch gelang es, mit viel Mühen, etwas weiter zu kommen ... fast im Rückwärtsgang zuweilen, um wieder und wieder welche mitzunehmen ...
Eine echte "PARUSIEVERZÖGERUNG" also... über Jahrhunderte hinweg.

----

@Faransil, bitte störe nicht unseren R.F. beim Schnüffeln mit Vorlegen von "Tatsachen". Das verträgt sich irgendwie nicht mit "Erspüren". Bewegst du dich auf dieser Ebene, so sind die sich zusammenbrauenden Düfte ganz real. Dazu sind die überaus beängstigend, wenn noch der Topf der bisherigen Weltuntergangsmedien dazukommt.

In der Bibel wird nicht umsonst so viel über die Fähigkeiten von Glauben und Hoffnung gelehrt. Die rechte Gegenwehr bei antriftenden Ängsten ist "beten". Das heißt - bei der Ausdehnung des Begriffes - "richten". Als "Bitte" wäre das in Deutsch vielleicht im gleichen Sinn dehnbar.

Ergibt als Gegenwehr: Du stellst andere Vorstellungen dagegen,
auf gleicher Ebene die besseren Chancen .... und die machst du bitte reel.

Der Abgleich der Realität muss dann mit anderen Mitteln erfolgen:
Aauweiiija, Recht hat der R.F. ... Wenn es in die bisherige Richtung weitergeht, dann passiert das ... Und da überlegt jeder, ob er seine geistigen Vorstellungen aus dem Bereich abziehen kann.
Das lautet - praktisch angewandt so:

Nimm dein Fahrrad aus dem Schuppen, lass das Auto drin, damit die Saudis nicht so viel Geld für Waffen ausgeben ... und damit auch das Fracking aufhört, das die Erde vergiftet. Das sieht dann so aus, dass nicht gegen Monsato demonstriert wird, sondern auch dem Löwenzahn im eigenen Garten seine Chance gegeben wird. Die großen Konzerne haben doch ihre Macht nur deshalb, weil ihnen alle ihr Geld hingeschleppt haben, worauf sich ...zig Leute dann als Trittbrettfahrer dranhängten, etc ...
oder, was meinst du?

Samantha

#73 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von Samantha » Do 16. Apr 2015, 09:35

Münek hat geschrieben:Die "Parusieverzögerung" entwickelte sich zu einem Problem für die urchristlichen Gemeinden.
Die neutestamentlichen Schriftsteller einschließlich der Evangelisten versuchten je auf eigene
Art
mit diesem Problem fertigzuwerden - bis hin zum Apokalyptiker Johannes, der zum Ende
des 1. Jahrhunderts versuchte, die Naherwartung neu zu entfachen (O-Ton Christus: "Ich kom-
me bald")
Dieses "ich komme bald" steht in der Offenbarung, die voll von Sinnbildern ist. Hier alles wörtlich zu nehmen, ist irreführend. Petrus sagte selbst, dass ein Tag für Gott wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. auch das lange Warten hat einen Grund:
8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.

R.F.
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#74 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von R.F. » Do 16. Apr 2015, 09:45

2Lena hat geschrieben: - - -
@Faransil, bitte störe nicht unseren R.F. beim Schnüffeln mit Vorlegen von "Tatsachen". Das verträgt sich irgendwie nicht mit "Erspüren".
- - -
In der Bibel wird nicht umsonst so viel über die Fähigkeiten von Glauben und Hoffnung gelehrt.
“Tatsachen”? Geht’s noch?

Zeitgenossen, die nicht mal die jüngste Geschichte kennen, die nicht fähig Sinn, Nachrichten zu verstehen, sie überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen, sind die wahrhaft “Gläubigen” im Sinne der Naturalisten: Sie wissen nichts, sie können nichts, glauben alles, was ihnen die System-Medien und System-“Wissenschaft” erzählen...

Diese unglaubliche Leichtgläubigkeit bzw. Gleichgültigkeit sollte den Mitmenschen Angst machen. Dem Wilhelm II. und den Regierungen der in den 1. Weltkrieg verwickelten Länder erlaubte die Existenz unzähliger Dummköpfe die rücksichtslose Opferung Millionen junger Menschen...

Dass sich Ähnliches, allerdings tausendmal schlimmer, nicht wiederholen wird, glauben nur die oben genannten Gläubigen. Leider sind das weit über 80 % der Bevölkerung...
2Lena hat geschrieben: Bewegst du dich auf dieser Ebene, so sind die sich zusammenbrauenden Düfte ganz real. Dazu sind die überaus beängstigend, wenn noch der Topf der bisherigen Weltuntergangsmedien dazukommt.
Meinst Du, liebe 2Lena, mit Weltuntergangsmedien etwa die New York Times, Le Monde oder die Frankfurter Allgemeine? Andere lese ich meist mit einer gewissen Distanz...
2Lena hat geschrieben: Die rechte Gegenwehr bei antriftenden Ängsten ist "beten".
- - -
Sollte hier im Forum tatsächlich jemand solche Ängste haben, weiß er diese geschickt zu verbergen...

R.F.
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#75 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von R.F. » Do 16. Apr 2015, 09:59

Samantha hat geschrieben: - - -
Dieses "ich komme bald" steht in der Offenbarung, die voll von Sinnbildern ist. Hier alles wörtlich zu nehmen, ist irreführend. Petrus sagte selbst, dass ein Tag für Gott wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. auch das lange Warten hat einen Grund:
8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.
An wen ist die Offenbarung wirklich gerichtet? In welche Zeit sah sich Johannes versetzt?
Diese Fragen zutreffend beantwortet, klären die Bedeutung des “Ich komme bald”.

Weiter hilft, wenn man die ganze Schrift berücksichtigt. Und darin ist nun mal auch die Rede von militärischen Aktionen, die erst heute möglich sind. Dass sich dazu keine höheren Militärs äußern, ist im Hinblick auf die verbreitete Weltsicht nachzuvollziehen. Diese Militärs würden sich, falls sie Studien über entsprechende Untersuchungen veröffentlichen, furchtbar lächerlich machen, ihre Karriere wäre sofort beendet, sie würden höchstwahrscheinlich als krank eingestuft werden...

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#76 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von Faransil » Do 16. Apr 2015, 12:59

R.F. hat geschrieben:Zeitgenossen, die nicht mal die jüngste Geschichte kennen, die nicht fähig Sinn, Nachrichten zu verstehen, sie überhaupt nicht zur Kenntnis nehmen ... sie wissen nichts, sie können nichts, glauben alles
Weshalb legst du immer wieder da, wie du tickst?
Welchen Grund hat das?

Und warum beantwortest du nicht die Frage, wo du in der von dir genannten Offenbarungs-Stelle Asiaten hinein wünscht?
editiert
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=135469#p135469

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#77 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von Halman » Do 16. Apr 2015, 18:00

Samantha hat geschrieben:
Münek hat geschrieben:Die "Parusieverzögerung" entwickelte sich zu einem Problem für die urchristlichen Gemeinden.
Die neutestamentlichen Schriftsteller einschließlich der Evangelisten versuchten je auf eigene
Art
mit diesem Problem fertigzuwerden - bis hin zum Apokalyptiker Johannes, der zum Ende
des 1. Jahrhunderts versuchte, die Naherwartung neu zu entfachen (O-Ton Christus: "Ich kom-
me bald")
Dieses "ich komme bald" steht in der Offenbarung, die voll von Sinnbildern ist. Hier alles wörtlich zu nehmen, ist irreführend. Petrus sagte selbst, dass ein Tag für Gott wie tausend Jahre ist und tausend Jahre wie ein Tag. auch das lange Warten hat einen Grund:
8 Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass beim Herrn ein Tag ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 9 Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten, sondern er ist langmütig euch gegenüber, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Buße kommen.
Bild

Vermutlich bezieht sich Münek auf entsprechende Aussagen in der Offenbarung. Bereits im ersten Vers der Apokalpyse heißt es gem. der allg. vertrauten Luther-Übersetzung "in Kürze" (s. Off 1:1) und in der King James Bible lesen wir "shortly" (Off 1:1). Ein Blick in das "Wörterbuch" informiert:
Zitat aus "Strongs Dictionary" der KJV:
tachos
takh'-os
...
+ quickly, + shortly, + speedily.
Das im griechischen Grundtext mit "bald" übersetzte εν ταχει (en táchei) hätte man meiner Meinung nach treffender mit „in Schnelligkeit“ o. „plötzlich“ übersetzen sollen. Dies passt auch zu den Gedanken, dass Jesus »plötzlich und unerwartet wie ein Dieb« kommt (s. Off 16:15).

Dieser Gedanke der Schnelligkeit (quickly) findet sich auch in den Versen Off 3:11, 22:7, 22:12 u. 22:20.
Im griechischen Grundtext steht in diesen Versen das Wort ταχυ, (Transliteration: tachu / Transkription: takhu), welches quickly bzw. schnell bedeutet. Dieses deutet m. E. nicht auf ein baldiges Kommen hin, sondern auf ein plötzliches, welches zeitlich unbestimmt bleibt.

Doch was ist mit den Versen Off 1:3 und Off 22:10, wo es heißt:
Denn die Zeit ist nahe.
Das mit "nahe" übersetzte griechische Wort lautet an beiden Stellen εγγύς (Transliteration eggus; Transkription engus) und bedeutet auch tatsächlich nah(e). Bei wörtlicher Interpretation muss man Müneks Kritik (der sich hier auch Sven u. andere Kritiker anschließen) gelten lassen.

Doch stimme ich mit Dir darin überein, dass die prophetische Symbolsprache der eschatologischen Apokalyptik nicht zwingenderweise buchstäblich zu verstehen ist. Das Panorama der prophetischen Perspektive entfaltet sich in der Apokalypse des Johannes in konziser Abfolge von Visionen, deren Zuverlässigkeit durch die "Nähe" im Sinne eines ekstatischen Zeitverständnisses betont wird (vgl. bitte Off 21:5 u. 22:6²)

²εν ταχει (en táchei), wie in Off 1:1

Frag' mich bitte nicht, wie lange ich an diesen kurzem Beitrag saß ...
Bild
Tja, ein Proton müsste man sein: Dann würde man die Quantenphysik verstehen, wäre immer positiv drauf und hätte eine nahezu unendliche Lebenszeit:-) - Silvia Arroyo Camejo

2Lena
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#78 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von 2Lena » Do 16. Apr 2015, 18:13

@ R.F. Mach mal halblang, du Verschwörungstheorethiker!
Es hört sich alles furchtbar wichtig und gruselig an, was du schreibst, aber was hat man von dir?

Soll man
a) in deinem Stil weiter rumposaunen.
b) wild in der Luft wuchteln.
c) täglich alle Nachrichten hören und sich Notizen machen.
d) vor den Spiegel stellen und dreimal täglich runterleiern: Nein, ich bin nicht leichtgläubig.
e) sich nach deiner Rede hilfloser vorkommen als vorher ...
... oder dich nicht ernst nehmen, etwa an der Hand führen und zur Schule begleiten ...

Was schlägst du denn überhaupt vor und wieso brauchst du viele Zuschauer, wenn du dein Seelenleben ausschäumst.

Samantha

#79 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von Samantha » Do 16. Apr 2015, 18:14

Halman hat geschrieben:

Das im griechischen Grundtext mit "bald" übersetzte εν ταχει (en táchei) hätte man meiner Meinung nach treffender mit „in Schnelligkeit“ o. „plötzlich“ übersetzen sollen. Dies passt auch zu den Gedanken, dass Jesus »plötzlich und unerwartet wie ein Dieb« kommt (s. Off 16:15).

Dieser Gedanke der Schnelligkeit (quickly) findet sich auch in den Versen Off 3:11, 22:7, 22:12 u. 22:20.
Im griechischen Grundtext steht in diesen Versen das Wort ταχυ, (Transliteration: tachu / Transkription: takhu), welches quickly bzw. schnell bedeutet. Dieses deutet m. E. nicht auf ein baldiges Kommen hin, sondern auf ein plötzliches, welches zeitlich unbestimmt bleibt.
Also nicht sofort oder bald, sondern plötzlich - also ohne, dass man damit rechnet. Danke für Deine Mühe!


Doch stimme ich mit Dir darin überein, dass die prophetische Symbolsprache der eschatologischen Apokalyptik nicht zwingenderweise buchstäblich zu verstehen ist.
Eben. Wenn Münek die Bibel so gut kennt, sollte er es doch eigentlich wissen. Daher nehme ich an, dass er absichtlich Missverständnisse sät.


Frag' mich bitte nicht, wie lange ich an diesen kurzem Beitrag saß ... Bild
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Wie lange denn? :D

2Lena
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#80 Re: Parusieverzögerung

Beitrag von 2Lena » Do 16. Apr 2015, 19:03

Normal verbringt man "Stunden", um ordentlich den Worten nachzugehen, hat aber dann einen gewaltigen Vorzug. Das Munkeln, Ahnen und Raten ist irgendwann aus. Weit mehr Zeit wurde dafür bisher geopfert.
Samantha hat geschrieben:Also nicht sofort oder bald, sondern plötzlich - also ohne, dass man damit rechnet.
Rechnen soll man schon. SOFORT anfangen, ist das klar?
Das "Himmelreich" hätte schon vor 1.500 Jahren passieren können.

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