Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

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Naqual
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#261 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von Naqual » So 11. Apr 2021, 15:59

sven23 hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 09:54
Naqual hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 09:00
Da hat mich die Vorstellung mancher islamischer Fanatiker immer fasziniert. Also 9 Jungfrauen z.B. für ein Selbstmord-Attentat. Mein Gott, wie lange sollen die 9 Jungfrauen denn welche bleiben? Also so im Laufe von Milliarden Jahren. Der Attentäter braucht da mehr Geduld, als er es zu Lebzeiten mit seinen Gegnern gehabt hat. Das kann nicht aufgehen.
Nicht so bescheiden, lieber Naqual, es sollen doch 72 Jungfrauen sein, die einem Selbstmordattentäter versprochen werden. :wink:
Was verspricht man eigentlich Frauen, die sich in die Luft sprengen?

Da Männer bekanntlich stärker "single minded" sind, hat man bei Frauen da schon mehr Möglichkeiten:
Frauen die sich in die Luft sprengen, werden
a) defragmentiert
b) erhalten eine "herrenlose Insel"
oder alternativ: einen Mann, der daheim nie die Hose anhat.
(wobei, wenn man die mit einem männlichen Selbstmordättentäter paart, der hat die Hosen auch nicht mehr an.)

JackSparrow
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#262 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von JackSparrow » So 11. Apr 2021, 16:20

Tree of Life hat geschrieben:Ich bin nicht das Christentum und solltest du mal in Not meine Hilfe benötigen, bin ich für dich da.
Es gibt Menschen, die der Ansicht sind, dass ich mich aufgrund meiner Sünden in Not und befinde und Hilfe benötige.

Leider weiß ich nicht wie mir geholfen werden kann, da ich mich nicht so fühle, als hätte ich Sünden begangen oder befände ich mich in einer Notlage. Eventuell müsstest du also jemanden fragen, der mich besser kennt als ich.


SamuelB hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 10:33
Ob materiell oder nicht, ist doch völlig egal und anhand meiner Frage dürfte klar sein, dass ich dieses Schuldprinzip schon verstehe.
Du verstehst es? Oder bist du gar selbst ein Sünder, so dass du vor den Göttern Schuld auf dich geladen hast?


sven23 hat geschrieben:Nicht so bescheiden, lieber Naqual, es sollen doch 72 Jungfrauen sein, die einem Selbstmordattentäter versprochen werden.
Christen dürfen nach ihrer Auferstehung keinerlei geschlechtliche Aktivitäten erhoffen. Stellt sich die Frage, was sie dann eigentlich den ganzen Tag machen wollen.

Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie weder, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Boten in den Himmeln. Mk12:26


SilverBullet hat geschrieben:Was meinst du mit „Satire“?
Ein Witz ist in dieser Geschichte ja eher nicht enthalten.
Ansichtssache. Vergleicht man Jesu Werdegang mit den Anforderungen, die ein Gesalbter Jahwes hätte erfüllen müssen, handelt es sich bei Jesus um die Karikatur eines Erlösers.

Wer soll diese Satire geschrieben haben (die Römer?) und wie/wann soll sie sich verbreitet haben?
Sämtliche AT-Zitate, die in den Evangelien enthalten sind, entstammen der Septuaginta.

Nicht nur sind die Zitate komplett aus dem Zusammenhang gerissen (Jeremia 31,15 prophezeit in keiner Weise den Kindermord des Herodes und von einem Jesus ist im AT nirgends die Rede) - man hat sich auch nicht die Mühe gemacht, die Stellen aus dem Hebräischen nochmal zu übersetzen. Nicht mal an den Stellen, wo Jesus selbst das AT zitiert.

Ich schlussfolgere, dass die Autoren der Evangelien weder Juden waren noch Hebräisch sprachen. Und auch keinen echten Gesalbten erwarteten, denn in den Evangelien sind die Römer die gottgewollten Herrscher und die Juden (vor allem die Pharisäer) sind grundsätzlich im Irrtum - dabei wollten die doch ursprünglich von den Römern erlöst werden.

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sven23
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#263 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von sven23 » So 11. Apr 2021, 16:37

JackSparrow hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 16:20
sven23 hat geschrieben: Nicht so bescheiden, lieber Naqual, es sollen doch 72 Jungfrauen sein, die einem Selbstmordattentäter versprochen werden.
Christen dürfen nach ihrer Auferstehung keinerlei geschlechtliche Aktivitäten erhoffen. Stellt sich die Frage, was sie dann eigentlich den ganzen Tag machen wollen.

Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie weder, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie die Boten in den Himmeln. Mk12:26
Genau das macht mich ja so skeptisch. Da kann die Ewigkeit schnell zu einer Strafe werden. ;)
 
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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sven23
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#264 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von sven23 » So 11. Apr 2021, 16:39

Naqual hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 15:59
Da Männer bekanntlich stärker "single minded" sind, hat man bei Frauen da schon mehr Möglichkeiten:
Frauen die sich in die Luft sprengen, werden
a) defragmentiert
b) erhalten eine "herrenlose Insel"
oder alternativ: einen Mann, der daheim nie die Hose anhat.
(wobei, wenn man die mit einem männlichen Selbstmordättentäter paart, der hat die Hosen auch nicht mehr an.)

Ganz ohne Scherz: die männlichen Selbstmordattentäter präparieren den Unterleib ganz besonders sorgfältig. Schließlich will man nicht vor 72 Jungfrauen erscheinen und hat kein passendes Werkzeug mehr. ;)
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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CoolLesterSmooth
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#265 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von CoolLesterSmooth » So 11. Apr 2021, 17:12

Tree of life hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 11:02
Eben! WENN man den Bund einer Ehe eingeht!
Und dazu bedarf es 2 Personen , die ja sagen.
Welcher Atheist wurde zur Ehe gezwungen?

Ein guter Punkt, wobei ich als Atheist ja gar nicht in die Situation komme, mich mit der Frage auseinandersetzen zu müssen, ob ich mich für oder gegen Gott entscheide, denn dafür müsste ich voraussetzen, dass  (ganz allgemein) das existiert, wofür oder -gegen ich mich entscheiden soll. Wenn ich das im Fall eines Gottes täte wäre ich kein Atheist mehr.

Wenn ich aber for the sake of the argument annehme, dass Gott existiert, dann bin ich hier bei dir und frage mich, wann genau ich eigentlich diesen Bund willentlich eingegangen sein soll? Vor meiner Existenz kann das per Definition ja schlecht passiert sein, wie genau, wenn nicht erzwungenermaßen, bin ich also in die Situation gekommen, dass ich Gott irgendetwas schuldig sein kann?

Die folgende Frage mag durchaus provokant sein, aber ich stelle sie dennoch mal vorsichtig: Wieso soll ich mich eigentlich eines Gottes würdig erweisen, der in meinen Augen meiner nicht würdig ist? Damit möchte ich keinesfalls sagen, dass ich mich als überragend betrachte, im Gegenteil, ich bin mir meiner Fehlerhaftigkeit sehr bewusst, nur bemesse ich das eben nicht in Abhängigkeit eines Gottes. Ich musste sehr schmunzeln, als es hier etwas Aufruhr gab, nachdem Helmuth den Menschen als "Arschloch vor Gott" bezeichnet hat, weil ich mir wirklich nicht sicher war, ob ich diese Bezeichnung nicht eher als badge of honor betrachten sollte, denn der kicker ist, dass ich Gott bzw. die Gottesbildvariatiohnen der verschiedenen abrahamititschen Religionen sogar gemessen an meiner eigenen Unzulänglichkeit als noch schlechter betrachte. Die einzige Basis, Gott gut zu nennen, ist in meinen Augen, wenn ich "gut" so definiere, dass das gut ist, was Gott gut findet, nur wenn ich tu das, dann verliert das Prädikat "gut" seinen allgemeingültigen Wert für mich. Ich habe ja auch wenig Interesse daran, in den Augen von Kim Jong-un als "gut" zu gelten.

Das heißt natürlich nicht, dass eine Aussprache und ein Zusammenkommen ausgeschlossen wäre. Ich nehme, wenn's sein muss, auch gerne mal Platz auf der Anklagebank, aber im Anschluss werden mal hübsch die Rollen getauscht. Wenn es zu der Situation käme, in der nur ich mich erklären soll, dann wäre ich raus aus der Nummer. Call me guilty and be done with it.
Nur raus wohin? Denn es bliebe natürlich, dass Gott mit Blick auf mein ewiges Leben am längeren Hebel sitzen würde. Was genau würde mich also erwarten, wenn ich irgendwann vor ihm stehe und ihn weiterhin mit einem "Nein danke, wo ist die Tür?" ablehnen würde? Eine Rückkehr zur Nichtexistenz, ein ewiger Zustand des Leids oder ein temporärer Zustand des Leids, bis mich Gott gebrochen hat und ich ihn akzeptiere? Nichtexistenz wäre okay, denn davor muss ich mich nicht fürchten, da sie keine Empfindung mit sich bringt, vor der ich Angst haben müsste. Im Fall der Alternativen sollte ich natürlich Angst vor dem Leid haben, dass mich erwartet, aber hier ist der kicker wiederum, dass es letztentlich den Beweggrund für meine Ablehnung bestätigen würde, wenn diese Ablehnung zu (ewigem) Leid führen würde.
Jetzt kenne ich mindestens eine Person, die argumentieren würde, dass mit dem Leid von dem hier oft gesprochen wird, nicht direkt Folter oder so gemeint ist, wie sie uns spontan in den Sinn kommen würde bzw. wie es von manchen Denominationen propagiert wird, sondern das Gefühl der Unvollkommenheit aufgrund des Getrenntseins von Gott. Aber wenn das so wäre, dann hieße das, dass wir so erschaffen wurden, dass wir ohne Gott unvollkommen sind und das hieße wiederum, dass Gott uns bewusst in ein Abhängigkeitsverhältnis hineingeschaffen bzw.-gezwungen hat, was für mich meine Einschätzung von Gott wieder bestätigen würde.
Dieser Kommentar wurde von einem heimlich bescheidwissenden und unglaublich boshaften Hund mit finsterer Seele, zerfallenem Geist und Aussicht auf finanziellen Gewinn verfasst.

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SamuelB
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#266 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von SamuelB » So 11. Apr 2021, 19:18

JackSparrow hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 16:20
Du verstehst es? Oder bist du gar selbst ein Sünder, so dass du vor den Göttern Schuld auf dich geladen hast?
Klar, nach all den Beiträgen ändere ich jetzt meine Meinung...

Es besteht kein Schuldverhältnis zu Göttern.

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Tree of life
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#267 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von Tree of life » So 11. Apr 2021, 19:55

sven23 hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 11:53
Aber du hast natürlich Recht, im Koran steht keine konkrete Zahl, sondern er spricht von Huris.

Huris sind nach der Schilderung im Koran von blendender Schönheit (55:58: „wie Rubine und Korallen“; 56:23: „gleich wohlverwahrten Perlen“) und mit schwellenden Brüsten (78:33).
Quelle: Wikipedia
https://www.alrahman.de/huris-mit-schwe ... -bruesten/
Hier haben die Übersetzer den Interpretationen ihrer Sekten mehr Wert gegeben, als der richtigen Bedeutung der Begriffe, so dass sie den Vers nach ihren Vorstellungen vom Paradies beschrieben haben; ein wildes Leben wie in der Walhalla voller Sauferei und erotisch verführerischen Weibern, die noch jungfräulich für die Gottesfürchtigen bestimmt sind.

Wir wollen hier die beiden Begriffe in unserem Vers mit den dazugehörigen Wurzeln genauer anschauen bzw. analysieren:
Und dann lies mal weiter...
31: für die Achtsamen gibt es gewiss einen Gewinn
32: Gärten und Weinstöcke,
33: und Unmengen von würfelartigen Landschaften (Weinberge)
34: und ein randvoller Becher.
35: Sie hören darin weder sinnloses Gerede [LaGhoWa], noch Lügen.

JackSparrow
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#268 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von JackSparrow » So 11. Apr 2021, 20:03

CoolLesterSmooth hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 17:12
Ich musste sehr schmunzeln, als es hier etwas Aufruhr gab, nachdem Helmuth den Menschen als "Arschloch vor Gott" bezeichnet hat,
"Vor Gott" ist nur die halbe Wahrheit, da Helmuth seinem Gott kaum eine Meinung unterstellen wird, die nicht gleichzeitig seiner eigenen Meinung entspricht.

Aber wenn das so wäre, dann hieße das, dass wir so erschaffen wurden, dass wir ohne Gott unvollkommen sind
Fühlst du dich unvollkommen oder wiederholst du nur die Dogmen von Menschen, die sich allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu der Aussage genötigt fühlen, dass sie unvollkommen seien?

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Tree of life
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#269 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von Tree of life » So 11. Apr 2021, 20:18

sven23 hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 14:26
Tree of life hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 13:29
sven23 hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 13:03
Und hast du denn die Erfahrung gemacht, dass deine Jungfräulichkeit nach der Geburt zurückgekehrt ist?
Man füllt nicht neuen Wein in alte Schläuche
:lol:
Das hast du gesagt.
Ganz im Ernst. ..
Ja, ganz im Ernst: Du verstehst noch nicht mal die Aussage, dass man neuen "Wein" nicht in alte "Schläuche" füllt
Wenn du noch nicht mal die einfachsten Dinge verstehst(1+1=2), was soll ich dir dann "geistliches " Algebra erklären?
Du würdest es wieder durch den Dreck ziehn und hihihi machen ;)

Und wenn dir Drosselbart nicht liegt, können wir auch über das "tapfere Schneiderlein " oder "Frau Holle" austauschen
Ne-Frau Holle ist nicht die mit den geilen Titten und ob die noch ihr Hymen hat oder nicht, ist mir egal ;)

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CoolLesterSmooth
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#270 Karfreitag- Erfundenes Sühneopfer?

Beitrag von CoolLesterSmooth » So 11. Apr 2021, 23:01

JackSparrow hat geschrieben:
So 11. Apr 2021, 20:03
"Vor Gott" ist nur die halbe Wahrheit, da Helmuth seinem Gott kaum eine Meinung unterstellen wird, die nicht gleichzeitig seiner eigenen Meinung entspricht.
"Arschloch vor Helmuth" empfände ich aus ähnlichen Gründen aber auch nur eingeschränkt als Kränkung die mich wirklich treffen könnte. :lol:
Fühlst du dich unvollkommen
Vollkommenheit ist eine ziemlich hohe Hürde. Luft nach oben ist immer, ich bin sicherlich nicht the best me I can be und ich lebe sicherlich nicht das tollste und beste Leben, dass ich mir vorstellen könnte, aber ich empfinde deswegen auch kein permanent nagendes Gefühl der Unvollkommenheit, das mich beeinträchtigen würde. Vielleicht auch weil mir in Ermangelung eines Glaubens an eine geschaffene Welt oder an kosmische Gerechtigkeit (oder Vergleichbares) die entsprechende Erwartungs- bzw. Anspruchshaltung fehlt? Who knows... aber um deine eigentliche Frage zu beantworten:
oder wiederholst du nur die Dogmen von Menschen, die sich allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu der Aussage genötigt fühlen, dass sie unvollkommen seien?
In diesem speziellen Fall war es eine Wiederholung derartiger Dogmen bzw. eine Reaktion darauf, wobei ich nicht unbedingt unterschreiben würde, dass sich alle Vertreter einer Unvollkommenheit ohne Gott "allein aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit zu der Aussage genötigt fühlen".
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