Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Philosophisches zum Nachdenken
Pluto
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#11 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Pluto » Do 29. Nov 2018, 11:21

ThomasM hat geschrieben: Pluto, du solltest die Strenge deiner Einwände nicht nur auf Vorstellungen anwenden, die du ablehnst, sondern auch auf Vorstellungen, denen du anhängst. Also ergänze bitte
4.) Kannst du beweisen, dass die Multiversum Vorstellung wahr ist?
Nein.

ThomasM hat geschrieben:5.) Kannst du überhaupt irgend eine Vorstellung beweisen, wie unser Universum existent geworden ist?
Durch den Urknall?
Die Expansion des Universums, deutet darauf hin, dass es früher sehr viel kompakter war. Extrapoliert man das, endet man an einer Singulairtät (wie es Georges Lemaitre und Albert Einstein nannten).

ThomasM hat geschrieben:Insbesondere die Frage 5 ist doch das eigentliche Ziel des Thursdayism.
Nö. Ich denke das Ziel ist die Schöpfungslegende.

ThomasM hat geschrieben:Die Frage ist, worauf basieren wir unsere Erkenntnisse? Was nehmen wir als Grundlage für dessen, was wir als wahr ansehen.
Wir gehen davon aus, dass die Welt untersuchbar ist. Das ist meines Wissens die einzige Vorannahme die notwendig ist. Jede weitere Vorannahme ist ein Scheinargument.

ThomasM hat geschrieben:Und was machen wir, wenn die Methoden, auf denen wir unseren Wahrheitsbegriff beruht, nicht anwendbar sind? (wobei ich vermute, dass dein Wahrheitsbegriff ausschließlich und allein auf naturwissenschaftlicher Nachweisbarkeit beruht)
Willst du etwa damit leugnen, dass die Welt untersuchbar ist?

ThomasM hat geschrieben:Das betrifft übrigens nicht nur die Frage nach der Herkunft unseres Universums. Es betrifft auch so banale Fragen, wie die, ob ich beweisen kann, dass Pluto ein Mensch und nicht nur einfach ein Bot ist, wenn Pluto seine Identität nicht preisgeben will?
Ein sehr guter Bot! :lol:
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#12 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 11:22

janosch hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 10:23

Das ist ein Satire



Du bist fürwahr ein Schlau-Pelz! :D
Ohne dich wäre ich jetzt gar nicht darauf gekommen. 8-)
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#13 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 11:24

Pluto hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 10:31


Ich habe drei Einwände:
1.) Die Schöpfung ist KEINE Theorie, sondern eine Vermutung.
2.) Kannst du beweisen, dass die Welt nicht letzten Donnerstag geschaffen wurde?
3.) Kannst du beweisen, dass die Schöpfungsgeschichte wahr ist?



Genau! :thumbup:
NIEMAND wird beweisen können, dass die Welt NICHT am letzten Donnerstag erschaffen worden ist. :)
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#14 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 11:27

Detlef hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 09:01
Munro hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 08:59
Eine nette Theorie! :)
Warum beginnt dann aber die Woche nicht mit Donnerstag :?:

Dazu ist zu sagen:
Wat dem eenen sin Uhl, ist dem annern sin Nachtigall.
Oder: Was dem einen der Montag ist, das ist eben dem andern der Donnerstag.
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#15 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Scrypton » Do 29. Nov 2018, 11:52

Pluto hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 11:21
ThomasM hat geschrieben:5.) Kannst du überhaupt irgend eine Vorstellung beweisen, wie unser Universum existent geworden ist?
Durch den Urknall?
Das lässt sich aber eben nicht >beweisen<.

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#16 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Pluto » Do 29. Nov 2018, 11:52

Stromberg hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 11:52
Pluto hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 11:21
ThomasM hat geschrieben:5.) Kannst du überhaupt irgend eine Vorstellung beweisen, wie unser Universum existent geworden ist?
Durch den Urknall?
Das lässt sich aber eben nicht >beweisen<.
Stimmt. Deshalb auch das Fragezeichen.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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#17 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 11:55

Kennt ihr auch Russels Teekanne?

Russells Teekanne (englisch Russell’s teapot) ist eine Analogie, die Bertrand Russell (1872–1970) in einem Artikel mit dem Titel Is There a God? als Reductio ad absurdum diente. Sie sollte veranschaulichen, dass die Beweislast einer Behauptung bei dem liegt, der sie aufstellt, und keinesfalls eine Widerlegungspflicht bei anderen besteht.

Der Artikel wurde 1952 vom Londoner Magazin Illustrated in Auftrag gegeben und von Bertrand Russell verfasst, jedoch nicht publiziert. Sie findet sich jedoch schließlich im Nachlass sowohl als handschriftliches Diktat (geschrieben von Edith Russell am 5. März 1952) als auch als Schreibmaschinenmanuskript.

Russell beschrieb dort eine hypothetische Teekanne, die im Weltraum zwischen Erde und Mars um die Sonne kreise und so klein sei, dass sie mit Teleskopen nicht gefunden werden könne. Falls er ohne weitere Beweise behaupten würde, dass eine solche Teekanne existiere, könne man nicht erwarten, dass ihm jemand glaubt, bloß weil es unmöglich sei, das Gegenteil zu beweisen. Russell wandte die Analogie logisch-philosophisch direkt auf Religionen an, indem er den Glauben an die Teekanne mit dem Glauben an Gott verglich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne
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#18 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Pluto » Do 29. Nov 2018, 12:06

Munro hat geschrieben: Kennt ihr auch Russels Teekanne?
Ja.

Munro hat geschrieben:
Russell beschrieb dort eine hypothetische Teekanne, die im Weltraum zwischen Erde und Mars um die Sonne kreise und so klein sei, dass sie mit Teleskopen nicht gefunden werden könne. Falls er ohne weitere Beweise behaupten würde, dass eine solche Teekanne existiere, könne man nicht erwarten, dass ihm jemand glaubt, bloß weil es unmöglich sei, das Gegenteil zu beweisen. Russell wandte die Analogie logisch-philosophisch direkt auf Religionen an, indem er den Glauben an die Teekanne mit dem Glauben an Gott verglich.

https://de.wikipedia.org/wiki/Russells_Teekanne
Ich muss dich hier verbessern... Russel schrieb:

Viele Orthodoxe tun so, als ob es Aufgabe der Skeptiker wäre, die vorgegebenen Dogmen zu widerlegen, anstatt die der Dogmatiker, sie zu beweisen. Das ist natürlich ein Fehler. Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, die auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so könnte niemand meine Behauptung widerlegen, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können. Aber wenn ich nun daherginge und sagte, da meine Behauptung nicht zu widerlegen sei, sei es eine unerträgliche Anmaßung menschlicher Vernunft, diese anzuzweifeln, dann könnte man zu Recht annehmen, ich würde Unsinn erzählen. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Normverletzung werden. Es würde dem Zweifler in einem aufgeklärten Zeitalter die Aufmerksamkeit eines Psychiaters oder, in einem früheren Zeitalter, die Aufmerksamkeit eines Inquisitors einbringen.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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#19 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 12:20

Pluto hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 12:06

Ich muss dich hier verbessern


Dann musst du Wikipedia verbessern, nicht mich. 8-)
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#20 Re: Wann wurde die Welt erschaffen? - Am letzten Donnerstag

Beitrag von Munro » Do 29. Nov 2018, 12:24

Pluto hat geschrieben:
Do 29. Nov 2018, 12:06

Viele Orthodoxe tun so, als ob es Aufgabe der Skeptiker wäre, die vorgegebenen Dogmen zu widerlegen, anstatt die der Dogmatiker, sie zu beweisen. Das ist natürlich ein Fehler. Wenn ich behaupten würde, dass es zwischen Erde und Mars eine Teekanne aus Porzellan gäbe, die auf einer elliptischen Bahn um die Sonne kreise, so könnte niemand meine Behauptung widerlegen, vorausgesetzt, ich würde vorsichtshalber hinzufügen, dass diese Kanne zu klein sei, um selbst von unseren leistungsfähigsten Teleskopen entdeckt werden zu können. Aber wenn ich nun daherginge und sagte, da meine Behauptung nicht zu widerlegen sei, sei es eine unerträgliche Anmaßung menschlicher Vernunft, diese anzuzweifeln, dann könnte man zu Recht annehmen, ich würde Unsinn erzählen. Wenn jedoch in antiken Büchern die Existenz einer solchen Teekanne bekräftigt würde, dies jeden Sonntag als heilige Wahrheit gelehrt und in die Köpfe der Kinder in der Schule eingeimpft würde, dann würde das Anzweifeln ihrer Existenz zu einem Zeichen von Normverletzung werden. Es würde dem Zweifler in einem aufgeklärten Zeitalter die Aufmerksamkeit eines Psychiaters oder, in einem früheren Zeitalter, die Aufmerksamkeit eines Inquisitors einbringen.

So steht es doch auch bei Wikipedia.
In meinem Link oben zu finden.

Ich weiß nicht, was du da "verbessern" willst.

Vielleicht meinst du "ergänzen" statt "verbessern".
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