die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

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sven23
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#11 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von sven23 » Mo 20. Sep 2021, 17:39

Maryam hat geschrieben:
So 19. Sep 2021, 20:58
Wenn wir aufgrund Jesus Anweisung zu Gott UNSERM Vater im Himmel beten, betrachten wir ihn ja auch nicht als unsern "leiblichen" Vater und sehen uns doch als seine Kinder.
Richtig, da bin ich ganz bei dir. So hat es wohl auch Jesus gebetet und verstanden.
Erst die Evangelisten und die Kirche haben ihn dann zum leiblichen und unehelichen Sohn Gottes befördert.
Aber genau das ist die Basis des Christentums.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Maryam
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#12 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von Maryam » Di 21. Sep 2021, 19:21

sven23 hat geschrieben:
Mo 20. Sep 2021, 17:39
Maryam hat geschrieben:
So 19. Sep 2021, 20:58
Wenn wir aufgrund Jesus Anweisung zu Gott UNSERM Vater im Himmel beten, betrachten wir ihn ja auch nicht als unsern "leiblichen" Vater und sehen uns doch als seine Kinder.
Richtig, da bin ich ganz bei dir. So hat es wohl auch Jesus gebetet und verstanden.
Erst die Evangelisten und die Kirche haben ihn dann zum leiblichen und unehelichen Sohn Gottes befördert.
Aber genau das ist die Basis des Christentums.

Der Unterschied zwischen Deinem und meinem Gottesglauben ist aber himmelweit. Du glaubst offenbar Jahwe, dass er sei, was er vorgab zu sein (bezeichnest ihn aber ebenso als einen mit dem man nicht gerne Kaffee trinken würde )

Jesus betete aber in Johannes 17 und anderswo aber keineswegs zu Jahwe, sondern zum allein wahren Gott, den er ja dann als seinen und unseren Vater im Himmel bezeichnet.
den gemäss Jesus keiner je gesehen hat, weil er Geist ist, barmherzig und Sünden opferfrei vergibt wo Reue und Umkehr erkennbar sind.

Die Kirche hat Jesus vergöttlicht nicht die Evangelisten. Basis des Christentums ist doch, das durch Jesus Christus offenbarte Gottverständnis sich anzueignen und somit die beiden Gebote von Jesus, bezogen auf aufrichtig gelebte Liebe zu Gott (wohlgemerkt nicht Jahwe, dem es an Liebe, Barmherzigkeit, Versöhnungsbereitschaft, Heilkraft mangelte)dem Nächsten und sich selbst zu beherzigen, im Alltag nach und nach bis gänzlich umzusetzen = wahres Christenleben in Christi Sinn.

Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben? Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht.

Ich zähle mich ja bekanntlich zu den jesustreuen Christen, die sich demzufolge Jesus Christus Lehren über Gott und gottgefälliges Leben einverleibt haben und somit den Sinn ihres ureigenen Lebens gefunden haben und sich dort engagieren, wo es Gott unser Vater jeweils vorbereitet hat.

JackSparrow
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#13 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von JackSparrow » Di 21. Sep 2021, 21:30

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben?
Indem man die Gebote des Moses beachtet.

Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: [...] geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein. Mk1:43

Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht
Mit Wertschätzung und Liebe wünsche ich ausschließlich von Mitmenschen behandelt zu werden, die mich tatsächlich wertschätzen und lieben - keinesfalls aber von Heuchlern, die Wertschätzung und Liebe vortäuschen, weil sie meinen den Lehren irgendeines antiken Verrückten folgen zu müssen.

Maryam
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#14 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von Maryam » Di 21. Sep 2021, 22:15

JackSparrow hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 21:30
Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben?
Indem man die Gebote des Moses beachtet.

Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: [...] geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein. Mk1:43

Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht
Mit Wertschätzung und Liebe wünsche ich ausschließlich von Mitmenschen behandelt zu werden, die mich tatsächlich wertschätzen und lieben - keinesfalls aber von Heuchlern, die Wertschätzung und Liebe vortäuschen, weil sie meinen den Lehren irgendeines antiken Verrückten folgen zu müssen.

Woher hast Du denn diese falsche Wiedergabe? In Wahrheit heisst es nämlich folgendermassen:

sondern geh hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Mose geboten hat, ihnen zum Zeugnis.

(das soll für sie ein Beweis meiner Gesetzestreue sein.....stimmt in keinster Weise....)

Jesus empfahl dies, damit der Geheilte nicht bestraft werden könnte, sollten die Priester feststellen, dass er es unterlassen hatte gemäss mosaischem Gesetz ein entsprechendes Opfer zu bringen.

Wie sagte doch Jesus bezüglich Opferkult;

Mt 9,13 Geht aber hin und lernt, was das heißt (Hosea 6,6): »Barmherzigkeit will ich und nicht Opfer.« Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder.

Findest Du es verrückt, wenn jemand zu Barmherzigkeit Versöhnungsbereitschaft und gelebte Liebe aufruft, wo zuvor zu erbarmungslosem Töten in Form von Steinigen und Verbrennen für dies und das gefordert wurde, was ja Jahwe via Mose den Israeliten aufdrängte zu befolgen?

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sven23
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#15 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von sven23 » Mi 22. Sep 2021, 16:32

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Der Unterschied zwischen Deinem und meinem Gottesglauben ist aber himmelweit.
Da hast du mich grundlegend mißverstanden. Ich glaube nicht an Jahwe, sondern daran, dass alle Götter menschliche Projektionen sind.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Jesus betete aber in Johannes 17 und anderswo aber keineswegs zu Jahwe, sondern zum allein wahren Gott, den er ja dann als seinen und unseren Vater im Himmel bezeichnet.
Jesus konnte nichts davon ahnen, dass 70 Jahre nach seinem Tod ein unbekannter Schreiber ihm abstruse Zitate unterstellen wird.

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Die Kirche hat Jesus vergöttlicht nicht die Evangelisten.
Dann kennst du die Bibel nicht oder liest nur das, was zu deiner Glaubensideologie paßt. Vom Markusevangelium angefangen bis hin zum Johannesevangelium ist ein fortschreitender Vergottungsprozess zu beobachten. Allerdings ist Jesus in den Evangelien seinem "Vater" immer noch unterstellt, quasi nur ein Halbgott. Zum Vollgott befördert ihn dann die Kirche, mit allen Problemen und Ungereimtheiten, die die Trinität mit sich bringt.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben? Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht.
Das wäre die Goldene Regel, die aber weder eine Erfindung von Jesus ist, noch der Evangelisten. Schon Jahrhunderte vorher gab es diese in vielen Kulturen weltweit.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Ich zähle mich ja bekanntlich zu den jesustreuen Christen, die sich demzufolge Jesus Christus Lehren über Gott und gottgefälliges Leben einverleibt haben und somit den Sinn ihres ureigenen Lebens gefunden haben und sich dort engagieren, wo es Gott unser Vater jeweils vorbereitet hat.
Wenn du jesustreu bist, dann hast du sicher deinen ganzen Besitz verkauft und unter den Armen verteilt, hast mit deiner Familie gebrochen, erfüllst penibel die mosaischen Gesetze in der Hoffnung, dass du dadurch dem endzeitlichen Gottesgericht entgehst, das ja seit 2000 Jahren unmittelbar bevorsteht.
 
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Maryam
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#16 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von Maryam » Mi 22. Sep 2021, 18:08

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Der Unterschied zwischen Deinem und meinem Gottesglauben ist aber himmelweit.
sven23 hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 16:32
Da hast du mich grundlegend mißverstanden. Ich glaube nicht an Jahwe, sondern daran, dass alle Götter menschliche Projektionen sind.
Ja und von wem hatte denn Mose jene Gesetze erhalten, welche zum Töten für dies und das, fürs mit Blut beschmieren von Altar, Vorhang und diverser Körperteile bezüglich Priesterweihe?


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Die Kirche hat Jesus vergöttlicht nicht die Evangelisten.
sven23 hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 16:32
Dann kennst du die Bibel nicht oder liest nur das, was zu deiner Glaubensideologie paßt. Vom Markusevangelium angefangen bis hin zum Johannesevangelium ist ein fortschreitender Vergottungsprozess zu beobachten. Allerdings ist Jesus in den Evangelien seinem "Vater" immer noch unterstellt, quasi nur ein Halbgott. Zum Vollgott befördert ihn dann die Kirche, mit allen Problemen und Ungereimtheiten, die die Trinität mit sich bringt.

Also wenn ich zu Gott unserem geistlichen VATER bete, dann bin weder ich noch sind andere Christen die dies von Herzen tun gewissermassen "Halbgötter" Ja die konzilisch festgelgten antichristlichen Glaubensdogmen schaffen bis heute noch Probleme. Viele Gläubige orientieren sich am Tod Jesu, dem Werk seiner Feinde, statt sich dran zu machen, nurmehr in der Liebe zu wandeln, wie Johannes es ja im Brief als Weg zu einer innigen Gottverbundenheit erkannte und lehrte.

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben? Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht.

sven23 hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 16:32
Das wäre die Goldene Regel, die aber weder eine Erfindung von Jesus ist, noch der Evangelisten. Schon Jahrhunderte vorher gab es diese in vielen Kulturen weltweit.
Die Goldene Regel gab und gibt es auch in anderen Religionen. Ich las mal, dass Jesus Christus in einer Glaubensgemeinschaft gewesen sei bei der auch Buddhisten ein und aus gingen. Seiner Verhaltenslehren gleichen wohl eher jenen und nicht dem was Mose so an Greueltaten den Israeliten aufhalste.

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Ich zähle mich ja bekanntlich zu den jesustreuen Christen, die sich demzufolge Jesus Christus Lehren über Gott und gottgefälliges Leben einverleibt haben und somit den Sinn ihres ureigenen Lebens gefunden haben und sich dort engagieren, wo es Gott unser Vater jeweils vorbereitet hat.
sven23 hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 16:32
Wenn du jesustreu bist, dann hast du sicher deinen ganzen Besitz verkauft und unter den Armen verteilt, hast mit deiner Familie gebrochen, erfüllst penibel die mosaischen Gesetze in der Hoffnung, dass du dadurch dem endzeitlichen Gottesgericht entgehst, das ja seit 2000 Jahren unmittelbar bevorsteht.

Schon Jesus Nachfolger jener Zeit hatten mit all jenen mosaischen Gesetzen, welche der gelebten Liebe und Barmherzigkeit widersprechen nichts am Hut. Für sie zählten Jesus Gebote der Versöhnungsbereitschaft, gelebten,tätigen Nächstenliebe, die ja auch gemäss Dalai Lam "Quelle inneren Glücks" bedeutet.

Dass Jesus Wiederkunft unmittelbar bevorstünde, dass er in oder auf einer Wolke sichtbar vom Himmel herabfahren würde, ist für unsereins ein seit 2000 Jahren bestehender unerfüllt bleibender Wunschtraum vieler christlichen Gemeinden. Mir wurde sogar mal nahegelegt, mit meinem Engagement für Gerechtigkeit aufzuhören, da ich sonst diesen Zeitpunkt verlängern würde.....

Gelebte Nächstenliebe schliesst meine Familie mit ein :-) Besitz muss man zudem auch haben bevor man ihn verkaufen kann. ;-) Jesus wollte die damaligen nur testen, wie stark sie an irdischem Besitz hängen.
 




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Edit: Beitrag geändert von SamuelB, Zitate korrigiert. Wenn ein Fehler auffällt, bitte Info. Danke!

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sven23
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#17 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von sven23 » Do 23. Sep 2021, 18:26

Maryam hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 18:08
Ja und von wem hatte denn Mose jene Gesetze erhalten, welche zum Töten für dies und das, fürs mit Blut beschmieren von Altar, Vorhang und diverser Körperteile bezüglich Priesterweihe?
Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Vorausgesetzt, Moses war überhaupt eine historische Person, könnte er es sich ausgedacht haben. Mit angeblich göttlicher Autorität im Rücken konnte man damals noch Karriere machen. Gut, das kann man auch heute noch. ;)
Oder es handelt sich um priesterliche Traditionen, die er selbst zusammengefaßt hat oder die später unter seinem Namen geschrieben wurden, oder......
Wie so oft in der Bibel gilt auch hier: nichts Genaues weiß man nicht.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Also wenn ich zu Gott unserem geistlichen VATER bete, dann bin weder ich noch sind andere Christen die dies von Herzen tun gewissermassen "Halbgötter"
Nicht das beten zum himmlischen Vater machte Jesus zum Halbgott, sondern die nachträglichen Geburts- und Auferstehungslegenden. So zumindest die Absicht der Evangelisten. Oder wird von dir auch erzählt, dass Gott deine Mutter heimlich geschwängert hat? :lol:


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Ja die konzilisch festgelgten antichristlichen Glaubensdogmen schaffen bis heute noch Probleme. Viele Gläubige orientieren sich am Tod Jesu, dem Werk seiner Feinde, statt sich dran zu machen, nurmehr in der Liebe zu wandeln, wie Johannes es ja im Brief als Weg zu einer innigen Gottverbundenheit erkannte und lehrte.
Aber der stellvertretende Sühnetod für die ganze Menschheit wird ja als von Gott gewollt und angekündigt dargestellt. Nur der gute Jesus wußte von allem nichts. Man hat ihn nach seinem Tod instrumentalisiert, wenn nicht sogar mißbraucht.

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Ich las mal, dass Jesus Christus in einer Glaubensgemeinschaft gewesen sei bei der auch Buddhisten ein und aus gingen.
Ja, es wird viel Unsinn geschrieben. Wo Jesus sich überall herumgetrieben haben soll, hätte er einen Privatjet benötigt. Seine einzige "Weltreise" war wohl die nach Jerusalem. Seine erste und letzte Reise.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Schon Jesus Nachfolger jener Zeit hatten mit all jenen mosaischen Gesetzen, welche der gelebten Liebe und Barmherzigkeit widersprechen nichts am Hut.
Weil man außerhalb des Judentums missionierte. Etwas, was Jesus seinen Jüngern ausdrücklich untersagt hat. Zudem verlangte Jesus eine noch strengere Befolgung der mosaischen Gesetze. In der neutestamentlichen Forschung wird dies als Toraverschärfung bezeichnet.



Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Dass Jesus Wiederkunft unmittelbar bevorstünde, dass er in oder auf einer Wolke sichtbar vom Himmel herabfahren würde, ist für unsereins ein seit 2000 Jahren bestehender unerfüllt bleibender Wunschtraum vieler christlichen Gemeinden.
Warum soll man an etwas glauben, an das selbst Jesus nicht glaubte? Er hatte keine Naherwartung auf sich selbst, sondern dies ist ja bereits die christliche Umdeutung seiner Naherwartung auf das Reich Gottes. Jesus sehnte einen jüdischen Gottesstaat herbei, der die römische Besatzungsmacht aus dem Land fegen würde.


Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Mir wurde sogar mal nahegelegt, mit meinem Engagement für Gerechtigkeit aufzuhören, da ich sonst diesen Zeitpunkt verlängern würde.....
In dieser Logik hätte also zu viel Gerechtigkeit die letzten 2000 Jahre die Wiederkunft verhindert. Merkst du, was für einen Unsinn manche Leute reden?

Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Gelebte Nächstenliebe schliesst meine Familie mit ein :-)
Normalerweise ist das ja auch so. Bei Sektengurus ist es oft anders. Eltern sind meist nicht besonders erfreut, wenn ihr Sprößling seinen Job hinschmeißt und einen auf Sektenguru macht. Die Mutter Jesu hielt in für "von Sinnen", keines seiner Geschwister ist ihm gefolgt. Er fordert auch auf, mit der Familie zu brechen. Also das christliche Familienidyll ist eine Legende, die Jesus selbst nie vorgelebt hat.



Maryam hat geschrieben:
Di 21. Sep 2021, 19:21
Besitz muss man zudem auch haben bevor man ihn verkaufen kann. ;-) Jesus wollte die damaligen nur testen, wie stark sie an irdischem Besitz hängen.
Nee, seine Besitzlosigkeit war Programm. Ob freiwillig oder wegen Erfolglosigkeit im Leben, sei mal dahingestellt.
Besitz/Reichtum war für ihn das KO-Kriterium für den Eingang ins Himmelreich. (Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr.....)
 Ich glaube, du bastelst dir einen eigenen Jesus zusammen, der weder etwas mit der Bibel noch mit dem historischen Jesus zu tun hat.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

JackSparrow
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#18 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von JackSparrow » Do 30. Sep 2021, 17:43

Maryam hat geschrieben:
Mi 22. Sep 2021, 18:08
Wie erfüllte man Gesetze und Propheten à la Jesus Christus Vorgaben? Indem man seine Mitmenschen mit jener Wertschätzung und Liebe behandelt wie man es sich selber von solchen wünscht.
Und indem man Leute bestraft, die sich nicht dran halten.

Weil sich nämlich mit "Wertschätzung und Liebe" kein Staat führen lässt und weil Gefängnisse damals noch nicht erfunden waren, so dass man zwangsläufig auf körperliche Strafen zurückgreifen musste. In Rom wurden Straftäter zur Belustigung der Öffentlichkeit an Raubtiere verfüttert, ohne dass es hierfür eines Moses bedurft hätte.

Seiner Verhaltenslehren gleichen wohl eher jenen und nicht dem was Mose so an Greueltaten den Israeliten aufhalste.
Oder vielleicht ist dir lediglich bisher nicht aufgefallen, dass die Autoren des Neuen Testaments desöfteren aus der Septuaginta abschrieben.

An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr. Lev19:18

Gelebte Nächstenliebe schliesst meine Familie mit ein
Offenbar stehen deiner Jesustreue noch geringfügige Hindernisse entgegen.

Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Lk14:26

Ich erlaube mir den Satz sinngemäß zu ergänzen: Wer noch über einen Rest von gesundem Menschenverstand verfügt, der kann keinesfalls ein jesustreues Leben führen.

oTp
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#19 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von oTp » Fr 1. Okt 2021, 10:08

Du hast Jesus in deiner Wahrheits- und Sinnsuche abgehakt ?

Vielleicht sind dir die Göttinen lieber. Aber was erwartet man von ihnen ?

JackSparrow
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#20 die Göttin Aschera - war sie einmal die Ehefrau von Gott Jahwe?

Beitrag von JackSparrow » Fr 1. Okt 2021, 18:19

oTp hat geschrieben:
Fr 1. Okt 2021, 10:08
Du hast Jesus in deiner Wahrheits- und Sinnsuche abgehakt ?
Ich erwähnte keine Wahrheits- oder Sinnsuche und bin auch etwas verwirrt, inwiefern ein Jesus zu einer solchen etwas beizutragen imstande wäre.

Vielleicht sind dir die Göttinen lieber.
Göttinnen sind mir mit Sicherheit lieber. Hängt natürlich von deren Alter ab und vom äußeren Erscheinungsbild.

Aber was erwartet man von ihnen ?
Das möchte ich in der Öffentlichkeit lieber nicht näher ausführen.

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