Scheidung!

Nichtchristen sind willkommen, wir bitten aber darum, in diesem Forum keine Bibel- und Glaubenskritik zu üben.
Ruth
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#251 Re: Scheidung!

Beitrag von Ruth » Mi 21. Aug 2019, 13:10

Helmuth hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 13:02

1Johannes4 hat neben seinen Erläuterungen klar das Wort es Herrn zitiert.

Er hat Bibelverse in den Raum geworfen ... ja, und sein ganz persönliches Verständnis derselben dargestellt ... mehr nicht.

Helmuth hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 13:02
Wenn das für dich nicht verbindlich ist, dann stelle du mal biblische Scheidungsgründe dar.

Warum sollte ich das tun?
Weil 1Johannes4 mir bescheinigt hat, dass ich falsch liege, mit meiner ganz persönlichen Geschichte der Scheidung und der Deutung derselben ?

Nö ... ich sehe keinen Grund dazu, weil ich, im Gegensatz zu ihm, nicht davon geredet habe, dass meine Erfahrungen alle als "Wort Gottes" verstehen und anwenden sollen.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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1Johannes4
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#252 Re: Scheidung!

Beitrag von 1Johannes4 » Mi 21. Aug 2019, 13:15

Hallo Ruth,

Ruth hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 12:49
1Johannes4 hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 12:37

Es so darstellen zu wollen, dass Jesus da eine Führung durch das „Herz“ favorisiert hätte, ist schlicht falsch.
Wenn es für DICH falsch ist, dann darfst du dich auch nicht danach richten.
Ich persönlich glaube es so, wie ich es beschrieben habe :!:
1Johannes4 hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 12:37
Ein Gläubiger richtet sich am Willen Gottes aus,

Eben ... nach dem Willen Gottes (wie es jeder mit dem eigenen Herzen erfasst), nicht nach der Interpretation desselben von einzelnen Menschen.

Dann nochmal der Wille Gottes, wie er von Paulus überliefert ist:
10 Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, dass eine Frau sich nicht vom Mann scheiden lassen soll 11 - wenn sie aber doch geschieden ist, so bleibe sie unverheiratet oder versöhne sich mit dem Mann - und dass ein Mann seine Frau nicht entlasse.
1. Korinther 7, 10-11 Elberfelder

da gibt es nicht viel Spielraum zum interpretieren - die Ablehnung der Scheidung ist sehr deutlich. Und wenn es jemanden ohnehin nicht interessiert, was in der Bibel steht, und sich stattdessen lieber an soetwas wie seinen Gefühlen ausrichtet, fehlt meiner Meinung nach die Grundlage, sich auf den Gott der Bibel bzw. Jesus zu berufen - dergleichen ist dann doch nicht mehr als der Versuch sich mit fremden Federn zu schmücken bzw. sich selbst den Anstrich des Christlichen zu verpassen.

Grüße,
Daniel.

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1Johannes4
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#253 Re: Scheidung!

Beitrag von 1Johannes4 » Mi 21. Aug 2019, 13:22

Ruth hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 13:10
Nö ... ich sehe keinen Grund dazu, weil ich, im Gegensatz zu ihm, nicht davon geredet habe, dass meine Erfahrungen alle als "Wort Gottes" verstehen und anwenden sollen.
Wo soll ich das fett hervorgehobene gesagt haben? Bitte das entsprechende Zitat.

Ruth
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#254 Re: Scheidung!

Beitrag von Ruth » Mi 21. Aug 2019, 13:28

1Johannes4 hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 13:15

.... fehlt meiner Meinung nach die Grundlage, sich auf den Gott der Bibel bzw. Jesus zu berufen - dergleichen ist dann doch nicht mehr als der Versuch sich mit fremden Federn zu schmücken bzw. sich selbst den Anstrich des Christlichen zu verpassen.

Habe ich mich denn auf den "Gott der Bibel" berufen, oder meine persönlichen Erfahrungen mit Gott "christlich" betitelt :?:

Habe ich NICHT :!:

... und schon gar nicht habe ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit Gott als "Gottes Willen für Alle" dargestellt, sondern ich habe mit meinem persönlichen Bericht angeregt, so wie Jesus es auch getan hat, die Dinge, die gerne von außen be- und ver-urteilt werden, tiefer anzuschauen, und ein Beispiel an Jesus zu nehmen.
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#255 Re: Scheidung!

Beitrag von PeB » Mi 21. Aug 2019, 13:31

Travis hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 12:45
Die Hohepriester setzten das fort, was sie in ihrem eigenen Gerichtsverfahren zuvor vergeigt hatten: Dort brachen sie ihr Gesetz.
Exakt.
Das ist der Kern. Und genauso verhält es sich bei Pilatus.

Differnzierter als ich es getan habe, müsste man eigentlich sagen: Ja, Pilatus hat bei Jesus rechtgesprochen - nämlich indem er folgendes Urteil über den Angeklagten verkündete:
Lukas 23,4 hat geschrieben:Ich finde keine Schuld an diesem Menschen.
Insofern ein gerechter Richerspruch, an den er sich aber selber letztlich nicht gehalten hat.

Jesu Kreuzigung war somit das Resultuat eines Gesetzesbruchs der Hohepriester und eines Gesetzesbruchs der Römer - beides dadurch mithin gegen Gott gerichtet und nicht von ihm legitimiert.
---
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#256 Re: Scheidung!

Beitrag von Ruth » Mi 21. Aug 2019, 13:32

1Johannes4 hat geschrieben:
Mi 21. Aug 2019, 13:22

Wo soll ich das fett hervorgehobene gesagt haben? Bitte das entsprechende Zitat.

Du hast insgesamt Bibelverse benutzt, deine Interpretation des Willen Gottes hinzugefügt, und damit meine persönlichen Erfahrungen als "falsch" beurteilt.

Ich habe mit dem von dir Fettgedrucktem meinerseits deine Beiträge so interpretiert, wie ich es getan habe.
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In dem Sinne ... LG :wave:

Helmuth
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#257 Re: Scheidung!

Beitrag von Helmuth » So 8. Sep 2019, 10:35

Ich bin die Bücher Nehemia und Esra durchgegangen. Darin wird von einer anbefohlenen Scheidung berichtet, die gesamte Sippen betroffen hatte. Nach der Rückkehr der Juden aus dem babylonischen Exil verlas man öffentlich die Gesetze des Mose und stellte unter anderem fest, dass es zu vielen Mischehen gekommen ist. Im Gesetz stand z.B. dieses Wort:

5 Mose 7,3 hat geschrieben: Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht für deinen Sohn nehmen.

Man verordnete daraufhin eine Scheidung aller solcher geschlossene Ehen. Meine Frage ist nun, ob dies auch rechtens ist. Kann eine solche Maßnahme Gottes Wille sein, der sich doch restriktiv dagegen ausspicht?

Das Gebot zielt auf die Eheschließung ab und soll in erster Linie präventiv wirken um die Einführung gottloser Bräuche durch Ausländer zu unterbinden. Das betrifft aber keine Scheidung. Nachweislich hatten führende Männer Gottes ausländische Frauen, selbst in der messianischen Linie. Das wusste ein Mann wie Esra.

Ich hätte es anders geregelt, z.B. in der Korrektur der Erziehung, die Gott ja aufgrund der öffentlichen Wirksamkeit ermöglicht hat. Nachdem die ausländischen Frauen schon mal da ware,n wurde mit der öffentlichen Gesetzeslesung der Wille Gottes verkündet und man hätte sie zu Gott bekehren können.

Hätten sie das nicht gewollt, wäre es ihnen frei gestranden sich zu lösen, oder wenn auch der Mann nicht in den Bund mit Gott eintreten will, kann er samt Frau aus dem Land wieder ausziehen. Wer aber in Bund eintritt, der zeigt ja an, dass er mit Gott auch leben will. In etwa so.

Esra und Nehemia strebten eine geistliche Reinigung des Volkes an. So weit so gut. Die Scheidung selbst legitimerte Gott aber nicht auf dieses Weise. Ich meinte man handelte damals im Übereifer. Was sagt ihr?
Herzliche Grüße
Helmuth

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