Impfungen - Segen oder Fluch?

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Tree of life
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#241 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Tree of life » Di 23. Nov 2021, 13:10

piscator hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 10:25

Die Frau meines besten Freundes ist nicht geimpft. Ihr Sohn (4 Jahre alt) schleppte das Virus aus der Kita nach Hause, sie ist infiziert
Klar, wenn man infiziert ist, besteht die Gefahr, dass es einem schlimm treffen könnte
War aber bei der Mehrheit bis jetzt nicht der Fall , aber dafür haben sie jetzt einen natürlichen Schutz, das Immunsystem kennt nun den Virus.
So bauen ja Kinder mitunter auch ihr Immunsystem auf, in dem sie konfrontiert werden , oft im Kindergarten.

piscator
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#242 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von piscator » Di 23. Nov 2021, 13:55

Klar, wenn man infiziert ist, besteht die Gefahr, dass es einem schlimm treffen könnte.
Mit dem Unterschied, dass eine Impfung das Risiko senkt, dass man schwer erkrankt bzw. diese Infektion weitergibt.
War aber bei der Mehrheit bis jetzt nicht der Fall , aber dafür haben sie jetzt einen natürlichen Schutz, das Immunsystem kennt nun den Virus.
Aber nur für eine bestimmte Zeit, der Schutz lässt nach.
Viele Impfungen werden routinemäßig nach einiger Zeit aufgefrischt, der Schutz hält nicht ewig.
So bauen ja Kinder mitunter auch ihr Immunsystem auf, in dem sie konfrontiert werden , oft im Kindergarten.
Da gibt nicht für alle Erreger, ob die heutigen Kinder in Zukunft gegen das Virus immun sind, muss sich erst noch herausstellen.

Was ich mit meinen obigen Beispielen zeigen wollte, ist dass sich mittelfristig als Ungeimpfer gegen den Virus nicht schützen kann, es sei denn man lebt auf der ISS. :biggrin:

Wie die Erfahrung zeigt, hat sich das Virus seit dem ersten Auftreten in China in Windeseile um den ganzen Erdball verbreitet. 
 
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R.F.
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#243 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von R.F. » Di 23. Nov 2021, 15:33

piscator hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 13:55
Klar, wenn man infiziert ist, besteht die Gefahr, dass es einem schlimm treffen könnte.
Mit dem Unterschied, dass eine Impfung das Risiko senkt, dass man schwer erkrankt bzw. diese Infektion weitergibt.
Hi Piscator!

Wie wäre es denn ohne Impfung? Im Februar dieses Jahres war mir während drei bis fünf Minuten merkwürdig unwohl. Danach war der Geruch- und Geschmacksinn während zwei bis drei Monaten eingeschränkt. Das war’s dann...

Mit welcher Lebensweise man die Widerstandskraft stärkt, ist den meisten Menschen offenbar nicht bewusst. Es wäre eigentlich die Pflicht der Politik, gemeinsam mit der Vertretern der Medizin die Bürger z.B. über die richtige Ernährung zu unterrichten. Was aber tut Frau Doktor Merkel? Sie hüpft ins Abseits...

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#244 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von JackSparrow » Di 23. Nov 2021, 16:36

SamuelB hat geschrieben:3G in öffentlichen Verkehrsmitteln und am Arbeitsplatz. Ich kann meine Freizeit anders gestalten, aber einen anderen Arbeitsplatz ohne 3G suchen, wird schon schwierig.
Wird sicher nicht lange anhalten, wenn die Inzidenzen weiterhin steigen und man dank täglicher Tests nicht mehr die Umgeimpften dafür verantwortlich machen kann.

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Tree of life
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#245 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Tree of life » Di 23. Nov 2021, 16:57

R.F. hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 15:33
Danach war der Geruch- und Geschmacksinn während zwei bis drei Monaten eingeschränkt.
ich weiß nach wie vor die Ursache(noch) nicht, aber so ergeht es mir seit kurzem, wenn ich mehr Bier trinke (kein Scherz).
Ich habe mit einer Freundin darüber schon gesprochen, ob es vielleicht am Hopfen oder Malz liegen könnte, es ist eine seltsame Sache und neu für mich.
Was mich allerdings (trotzdem) nicht daran hindert, es weiterhin zu konsumieren...
:beerchug:

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#246 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von piscator » Mi 24. Nov 2021, 10:09

Zwei meiner ungeimpften Freunde haben sich trotz Vorsichtsmaßnahmen infiziert, sie sind in Quarantäne. Das Problem ist, dass ihr gemeinsamer Betrieb,
der ohnehin von den Lieferkettenproblemen stark betroffen ist, nun steht, da die Geschäftsleitung ausfällt und die Mitarbeiter stark verunsichert sind.

Mein obiger Post vom 23.11.2021 ist überholt. Es sind nicht nur die beiden Betriebsinhaber vom dem Virus betroffen, inzwischen sind auch sechs der neun Mitarbeiter mit Covid-19 Symptomen in Quarantäne. Die anderen drei Mitarbeiter waren geimpft, die PCR Tests waren negativ.

Ich gehe davon aus, dass der Betrieb in Insolvenz geht, was letztendlich die Lebengrundlagen von 11 Familien berührt.

Ich kann nur an jeden appellieren, sich impfen zulassen.
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#247 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Scrypton » Mi 1. Dez 2021, 21:55

Hey ihr... :D

war einige Monate nicht mehr hier; und verschwinde auch alsbald. Wurde nur per Whatsapp informiert, hier etwas erledigen zu müssen.
Ein paar kleine Worte aber zu diesem Thema:

Tree of life hat geschrieben:
So 21. Nov 2021, 14:34
Die Geimpften regen sich am meisten auf, warum?
Sie sind doch ohnehin(nach ihrem Glauben) geschützt? Wovor haben sie dann Angst?
Dass sich ein Teil der Geimpften über "die Ungeimpften" (ich spezifiziere das gleich noch etwas) aufregt, hat ja nichts mit Angst zu tun sondern vielmehr mit dem Ärgernis, den pandemischen Zustand aufgrund dieser weiter ertragen zu müssen. Sie haben ihren Teil, den sie dazu beitragen können erfüllt und sehen, wie es andere eben nicht tun.

Freilich ist es (erstmal...) die Entscheidung eines jeden Einzelnen, sich impfen zu lassen oder nicht. Wenn aber eine Entscheidung von zu vielen Einzelnen getroffen wird, die in Summe dazu führen, dass die Kliniken und Intensivstationen völlig am Limit sind und damit das Gesundheitssystem zu sehr belastet wird, ist das am Ende auch ein gesellschaftliches Problem, das nicht mehr nur den Einzelnen betrifft.
Hier: Auch der oder die Geimpften, die zum Beispiel ganz unabhängig von Corona oder der Impfung einen Herzinfarkt erleiden - nicht schön, es dann erst in eine weit entfernte Klinik schaffen zu müssen, weil die örtliche abwinken muss.

Die Zahlen zeigen jedenfalls klipp und klar: Die Ungeimpften sind es, die diese aktuelle Welle voran treiben. Von 10 Infektionen sind im Schnitt 8-9 auf Ungeimpfte zurückzuführen: https://rocs.hu-berlin.de/publication/m ... ermany.pdf
Etwa 90% aller Corona bedingten Hospitalisierungen und Intensivpatienten sind Ungeimpfte - obwohl(!) der Anteil der Geimpften bereits die Mehrheit ausmacht.

Bei einer Impfquote von annähernd 100% gäbe es die Pandemie bei uns nicht mehr; sie wäre nur mehr endemisch, wie viele Atemwegserkrankungen (z.B. Influenza, andere Corona-Viren, ...). Es liegt doch also auf der Hand, weshalb sich so manch einer über "die Ungeimpften" ärgert. Denn wäre deren Entscheidung anders (ich will fast sagen: vernünftiger), so gäbe es auch keine Maßnahmen mehr.
Das betrifft ja nicht nur die Freizeitgestaltung, wenn auch dies sehr einschränkend sein kann. Mir persönlich ist es völlig egal, dass ich lange nicht mehr ins Kino gehen konnte, keine Volksfeste stattfanden, der Einzelhandel geschlossen war. Das betrifft eben auch ganz extrem unsere Wirtschaft, die den ganzen Laden ja erst am Laufen hält und ist außerdem ebenfalls wieder ein gesellschaftliches Problem. Das betrifft hier und da auch die Kinder in ihrer Entwicklung sowie Bildung, das betrifft kleine Unternehmer/Selbstständige, die keine so großen Rücklagen aufbauen konnten und nun Insolvenz gehen mussten, das betrifft Arbeitsplätze, die verloren gehen und generell Familien mit verminderten Einnahmen durch Arbeitslosigkeiten und/oder Kurzarbeitergeld.

Wenn du dir die eben genannten möglichen Gründe durchliest, so sind das doch einige, die subjektiv durchaus dazu führen können, sich über die Unwilligkeit "der Ungeimpften" zu ärgern. Denn "sie" sind es eben, die diese Pandemie vor sich her treiben, sie unnötig verlängern, das Ende weit hinaus zögern. Und jetzt muss ich klarstellen, dass mit "den Ungeimpften" wieder nicht der einzelne Ungeimpfte (wie z.B.: DU) gemeint ist, sondern jene, die unerkannt verantwortlich sind.
Es gibt Menschen wie meinen Vorgesetzten (tatsächlich ungeimpft), die selbst und von sich aus auf weitestgehend alles verzichten. Der verreist seit ~2 Jahren nicht ins Ausland, auch wenn er als Ungeimpfter zeitweise hätte können, er hätte es nicht in Erwägung gezogen. Abgesehen von seinem Büro in der Arbeit befindet er sich entweder zuhause, im Supermarkt beim Einkauf, in seinem Auto oder in einer Tankstelle. Achtet immer auf die Hygiene, den Abstand und kriegt fast die Krise, wenn ihm jemand zu nahe kommt. Was Viren/Bakterien betrifft, ohnehin schon immer leicht zur Hypochondrie geneigt.

Es gibt aber auch Menschen, die sind ungeimpft, machen Reisen, machen Partys, achten auf vieles im Alltag nicht und/oder brechen auch ganz bewusst bestimmte Maßnahmeregeln. Wenn das auf dich nicht zutrifft, gibt es auch keinen Grund, dich bei Kritik an "die Ungeimpften" angesprochen zu fühlen. So wie ich mich als Mensch, der doch sehr auf die Umwelt achtet, nicht unbedingt angesprochen fühle, wenn es heißt, dass die Menschheit den Lebensraum samt der Lebensvielfalt Schritt für Schritt zerstört.

SamuelB hat geschrieben:
Di 23. Nov 2021, 08:33
JackSparrow hat geschrieben:
Mo 22. Nov 2021, 18:30
Halten wir fest: Die Impfung ist sinnvoll, die Impfung ist in den meisten Fällen risikoärmer als eine Infektion und wer kann, der sollte sich impfen lassen.
Wer will, kann sich impfen lassen. So wird ein Schuh draus. Ich denke nicht, dass ich diese Impfung brauche.
Definiere "brauchen".
Ich(!) bräuchte sie für mich(!) statistisch betrachtet auch nicht, dafür bin ich einfach zu jung mit zu wenigen Vorerkrankungen. Sie wird aber gesellschaftlich von jedem Einzelnen gebraucht, um aus dieser Kacke endlich rauszukommen. Warum, habe ich oben im an Tree of life gerichteten Teil ausgeführt.

Außerdem: Über alle Altersgruppen hinweg ist es halt trotzdem noch so, dass eine schwere(!) Erkrankung nach einer Infektion mit dem Virus wahrscheinlicher ist, als eine schwere Impfkomplikation nach der Impfung. Das gilt ebenso für mich wie für dich - und ganz ehrlich, so ist es mir schon recht, dass ich dieses Risiko auch für mich minimieren konnte. Geimpfte kommen eben kaum mehr auf die Intensivstation, weil, auch wenn sie sich infizieren UND daran symptomatisch erkranken, die Krankheit viel milder verläuft.
Und: Dass sie diese Impfung nicht brauchen, das dachten und denken sich auch ganz viele Ungeimpfte, die auf der Intensivstation über Wochen beatmet werden mussten und werden müssen.

Mittlerweile wurde über 1 Milliarde Impfdosen verabreicht. Es gibt wohl keinen Impfstoff, der so gut untersucht, Wirkung und Nebenwirkung so gut untersucht und erfasst werden, wie die gegenwärtigen Sara-CoV-2 Impfstoffe.
Von welchen Impfstoffen wurden jemals solch umfangreiche Studien hinsichtlich Immunantwort, Art (zellular, humoral (neutralisierend, nicht-neutralisierend), zeitlicher Verlauf etc. erbracht wie von den gegenwärtigen SARS-CoV-2-Impfstoffen?
Ich kenn keine!

Lena
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#248 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Lena » Do 2. Dez 2021, 11:50

In unserer Tageszeitung ZO steht als Untertitel in einem Bericht über Coronafälle: 

Wer stirbt derzeit an Covid?  
 
Der Anteil der Geimpften lag zuletzt bei etwa 50 %. 
Kannst du mir helfen, dich richtig zu verstehen?
Erbreich 

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#249 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Scrypton » Do 2. Dez 2021, 13:46

Lena hat geschrieben:
Do 2. Dez 2021, 11:50
In unserer Tageszeitung ZO steht als Untertitel in einem Bericht über Coronafälle: 

Wer stirbt derzeit an Covid?  
 
Der Anteil der Geimpften lag zuletzt bei etwa 50 %. 
Ist halt trotzdem nicht korrekt:
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/N ... cationFile

Richtig ist, dass es lokal einzelne Regionen gibt, in denen z.B. bei den über 60 jährigen die Ungeimpften einen solchen Anteil ausmachen. Aber weder insgesamt noch bundesweit.

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