Gewalt gegen Homosexuelle

Leben in einer christlich geprägten Gesellschaft
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Malika
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#31 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Malika » Fr 25. Okt 2013, 11:09

closs hat geschrieben:
Malika hat geschrieben:Das übermäßige Interesse mancher Christen an diesen Dingen finde ich fast schon unheimlich.
Da sollte man jetzt unterscheiden. - Einerseits hat niemand das Recht, andere offen oder verdeckt anzugreifen, soweit es legale und persönliche Dinge angeht. Andererseits gibt es natürlich schon Gründe, warum das Christentum Homosexualität nicht gutheißen kann.

Ich meinte eher, dass das Interesse an sexuellen Verfehlungen, ob nun erdacht oder echt, wesentlich größer ist als das Interesse an Verfehlungen anderer Art.

piscator
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#32 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von piscator » Fr 25. Okt 2013, 12:10

Malika hat geschrieben:
Abischai hat geschrieben:Und was ist mit der Gewalt Homosexueller gegen Nichthomosexuelle? Schert sich überhaupt jemand um die Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen?

Da wären ein paar Quellen gut, habe ich bislang nicht von gehört und daher ist es schwer, sich da eine Meinug zu bilden.

Die werfen immer ganz doll mit Watte. :lol:
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Abischai
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#33 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Abischai » Fr 25. Okt 2013, 22:02

Von mir aus soll die katholische Kirche machen was sie will, aber im letzten Jahr ging es massiert um dieses Thema, wenn jemandem allein der Begriff "Odenwaldschule" noch im Ohr gellt...

@Piscator
Du bist mir der unangenehmste "Gesprächspartner" der mir seit langem begegnet ist, ich mag auch überhaupt nicht mit Dir diskutieren, der Zug ist abgefahren. Aber für das was Du vermeldest bist Du verantwortlich, das ist Dir klar ?!?
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]

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Magdalena61
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#34 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Magdalena61 » Fr 25. Okt 2013, 22:24

Malika hat geschrieben:E gibt auch Menschen, die das Christsein als Begründung nutzen, um Minderheiten zu diskriminieren.
Da hast du leider Recht.
Die Zeit, die man dafür braucht, um die Sünden der Welt fein säuberlich zu diskutieren und sich nachhaltig davon zu distanzieren, muß man dann halt an anderer Stelle einsparen-- z.B. in dem man das hier: Ps. 1, 2 reduziert oder gleich ganz weglässt.
Malika hat geschrieben: Und leider scheinen sich viele Christen generell sehr für die Schlafzimmer und das Sexualleben anderer zu interessieren.
Nicht nur Christen :angel: .
closs hat geschrieben:Trotzdem: Es gibt schwerwiegende geistige Gründe gegen HS.
Jesus begegnet den Menschen dort, wo sie gerade sind auf ihrem Lebensweg, in ihrer Verwirrung, in ihrem Elend. Den Zöllnern und den Sündern. Und dann gibt Er ihnen einen WERT und ein Ziel.

Was sind denn das für Christen, die Kreuzzüge für ein geeignetes Mittel halten, um die Welt zu verbessern? :shock:
LG
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closs
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#35 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von closs » Fr 25. Okt 2013, 22:29

Abischai hat geschrieben:wenn jemandem allein der Begriff "Odenwaldschule" noch im Ohr gellt...
Eben diese war eben NICHT katholisch. - Oder wie hast Du das gemeint?

closs
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#36 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von closs » Fr 25. Okt 2013, 22:57

Magdalena61 hat geschrieben:Was sind denn das für Christen, die Kreuzzüge für ein geeignetes Mittel halten, um die Welt zu verbessern?
So ist es.

Magdalena61 hat geschrieben:Jesus begegnet den Menschen dort, wo sie gerade sind auf ihrem Lebensweg, in ihrer Verwirrung, in ihrem Elend.
Das glaube ich, weshalb mir immer wieder der Unterschied zwischen subjektiver und objektiver Schuld so wichtig ist. - Der Homosexuelle, der Kreuzzügler, der Verfolger Homosexueller, etc. sind allesamt OBJEKTIV schuldig - weil sie auf vollkommen unterschiedliche Weise gegen göttliche Gesetze verstoßen.

Trotzdem zählt vor Gott ausschließlich die SUBJEKTIVE Schuld - und da wissen wir NICHT und haben wir nicht wissen zu wollen, wer zu den ersten und wer zu den letzten gehört. Jedenfalls kann man es NICHT daran festmachen, ob jemand homosexuell oder Kreuzzügler oder HS-Basher ist.

Diese Unterscheidung zwischen subjektiver und objektiver Schuld scheint in unserer "aufgeklärten" Zeit schwer verdaulich zu sein.

Abischai
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#37 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Abischai » Sa 26. Okt 2013, 21:38

Magdalena61 hat geschrieben:...Was sind denn das für Christen, die Kreuzzüge für ein geeignetes Mittel halten...
Ist das eine ernste Frage?, Weißt Du das wirklich nicht?
Es sind Katholiken und deren Derivate. Christen waren das nie.
Man könnte die mit den jüdischen Zeloten vergleichen. Das einzige was sie erreicht hatten, waren Krieg und Tod.
Meine Hilfe kommt von Jahweh, der Himmel und Erde gemacht hat. [Ps 121;2]

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#38 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Pluto » Sa 26. Okt 2013, 21:58

Abischai hat geschrieben:Es sind Katholiken und deren Derivate. Christen waren das nie.
Heute gibt es zum Glück keine Kreuzzüge mehr, aber damals...?
Du wirst doch nicht wirklich die Geschichte leugnen wollen, oder?
Mag sein, dass das verpeilte Christen waren, aber sie nannten sich Christen.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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#39 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von Catholic » Sa 26. Okt 2013, 23:02

Es waren Christen,ob sie sich auch immer so verhielten,wie sie es als Christen sollten,das ist eine andere Frage.

Pluto hat geschrieben:
Abischai hat geschrieben:Es sind Katholiken und deren Derivate. Christen waren das nie.
Heute gibt es zum Glück keine Kreuzzüge mehr, aber damals...?
Du wirst doch nicht wirklich die Geschichte leugnen wollen, oder?
Mag sein, dass das verpeilte Christen waren, aber sie nannten sich Christen.

closs
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#40 Re: Gewalt gegen Homosexuelle

Beitrag von closs » Sa 26. Okt 2013, 23:06

Abischai hat geschrieben:Es sind Katholiken und deren Derivate. Christen waren das nie.
Das ist schon etwas anschauungs-stalinistisch. - Das grundlegende Problem der blutigen Geschichte des Christentums scheint mir darin zu liegen, dass Glaube und Staat verbunden wurden (Stichwort: Konstantin/Theodosius). Dasselbe ist nach der Reformation passiert, als nach dem Motto "Cuius regio, eius religio" (Augsburg 1555) ALLE Konfessionen das Schwert in die Hand genommen haben.

These: Wäre die Hauptströmung des Christentums zur Zeit der Kreuzzüge nicht "katholisch", sondern "evangelisch" oder "evangelikalisch" oder "ZJ" gewesen, wäre es genauso blutig ausgegangen. - Gewiss ein hypothetisches Denkmodell, aber plausibel, wie die Zeit nach 1555 gezeigt hat. - Entweder man fristete als Christ ein Nischen-Dasein oder man griff zum Schwert. - Insofern sind die Angriffe auf die mittelalterliche katholische Kirche aus heutiger Sicht scheinheilig - man hätte es genau so gemacht, weil die Zeiten so waren UND weil Staat und Kirche untrennbar verwoben waren.

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