Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Rund um Bibel und Glaube
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sven23
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#21 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von sven23 » So 12. Sep 2021, 07:30

Tree of life hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 19:12
31 Oder welcher König zieht aus, um mit einem andern König Krieg zu führen, und setzt sich nicht zuvor hin und hält Rat, ob er mit zehntausend dem begegnen kann, der über ihn kommt mit zwanzigtausend?
32 Wenn nicht, so schickt er eine Gesandtschaft, solange jener noch fern ist, und bittet um Frieden.

Hätte Jesus in der Schule aufgepaßt, dann hätte er sicher schon mal was von Alexander dem Großen gehört. Der schlug sogar Gegner, die seinen Soldaten um das 10-fache an Anzahl überlegen waren.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

JackSparrow
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#22 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von JackSparrow » So 12. Sep 2021, 16:25

Tree of life hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 18:43
Wo steht der Bibel geschrieben, dass er gebettelt hat?
Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden Mt9:35

Ließ er sich seine Zauberkünste finanziell vergüten? Kann dieses Einkommen ausgereicht haben, um einen Guru und zwölf Jünger zu ernähren?

Und es steht sogar geschrieben, er hätte Steuern bezahlt , auch wenns aus dem Maul eines Fisches kam, wem juckts
Umso erstaunlicher, dass heute so wenige seiner Nachfolger auf der Straße leben. Wenn Christen Bargeld benötigen, könnten sie ja einfach im Bach Forellen angeln gehen. Dann würden auch viele Arbeitsplätze frei werden für die zahlreichen verblendeten Ungläubigen, die noch selbst für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen.

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sven23
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#23 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von sven23 » So 12. Sep 2021, 16:54

JackSparrow hat geschrieben:
So 12. Sep 2021, 16:25
Tree of life hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 18:43
Wo steht der Bibel geschrieben, dass er gebettelt hat?
Jesus zog durch alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen, verkündete das Evangelium vom Reich und heilte alle Krankheiten und Leiden Mt9:35

Ließ er sich seine Zauberkünste finanziell vergüten? Kann dieses Einkommen ausgereicht haben, um einen Guru und zwölf Jünger zu ernähren?

Laut Bibel ließ sich Jesus incl. seiner Entourage von Frauen aushalten.
So ganz ohne Kohle kommt also auch ein Sohn Gottes nicht aus.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Munro
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#24 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von Munro » Mo 13. Sep 2021, 10:34

sven23 hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 14:34
Ruth hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 12:44
Es ist eine Aufforderung, zufrieden zu sein, mit dem, was man hat, und das zu nutzen, um evtl zu ernten und damit zu vermehren.
Na ja, wer nichts sät, kann auch nichts ernten.
Unzufriedenheit mit den bestehenden Verhältnissen ist ein starker Antrieb für Weiterentwickung und Fortschritt. Wäre der Mensch immer zufrieden mit seiner Situation gewesen, säße er wohl noch heute auf den Bäumen.
 
Ruth hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 12:44
sven23 hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 11:48
Und ganz ohne die Arbeitsleistung anderer kam er ja auch nicht aus. Er ließ sich von Frauen aushalten und griff als "Fresser und Weinsäufer" wohl allzu gerne auf das zurück, was andere gesät und geerntet hatten.
Wobei ich hier nur erkenne, dass du schon mit einem gewissen Vorurteil an diese Texte herangehst.

Das klingt für mich ähnlich wie die Vorurteile gegen Hartz4-Bezieher. ... oder gar gegen Hausfrauen, die ja "nur" Kinder erziehen und den Haushalt versorgen.
Nee, das habe ich nicht gesagt. Das klingt eher nach Paulus, wonach einer, der nicht arbeitet, auch nichts essen soll. Darauf begründet sich die protestantische Arbeitsethik.
Würde man Pauli Forderung auf Jesus anwenden, hätte er sich nicht seinen Ruf als "Fresser und Weinsäufer" erwerben können. :wink:
 
Ruth hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 12:44
Ich denke, die Frauen (und Männer), welche Jesus nachfolgten, taten das freiwillig, weil Jesus ihnen etwas geben konnte, was man nicht sichtbar "erarbeiten" kann.
Ja, er stellte ihnen ja eine besondere Rolle in der neuen Ordnung in Aussicht. (die letzen werden die ersten sein....)
Und Jesus war überzeugt: wer nicht rechtzeitig umkehrte, der war unrettbar dem göttlichen Gericht ausgeliefert.
Die Motivation für seine Anhänger könnte gewesen sein: Angst vor dem göttlichen Gericht, Belohnung für die rechtzeitige Umkehr und Unzufriedenheit mit den bestehenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen.
 
Ruth hat geschrieben:
Sa 11. Sep 2021, 12:44
In den Evangelien stehen zwar ganz viele Geschichten darüber, was Jesus alles getan hat. Aber ich denke, es gab auch noch ganz viele Geschichten, die mit Jesus passierten, ohne dass sie später niedergeschrieben wurden.
Das ist mit Sicherheit so. Wie Bultmann sagt, haben sich Paulus und die Evangelisten nicht für den historischen (echten) Jesus interessiert. Der Jesus im Fleische geht uns nichts an, meinte Paulus. Entweder war das meiste in seinem Leben unspektakulär und wenig berichtenswert oder es gab sogar Peinlichkeiten, die man besser verschwieg.
Aber das muss Spekulation bleiben.
Jedenfalls haben die Evangelisten auch Geschichten erfunden, die historisch nie stattgefunden haben. Alles natürlich mit dem Ziel der Verklärung und Vergottung des Wanderpredigers.





Hat jener Paul das tatsächlich so gesagt? 
Nicht nett!
 
Jean Paul Getty:
Die Sanftmütigen werden die Erde besitzen, aber nicht die Schürfrechte.

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Tree of life
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#25 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von Tree of life » Mo 13. Sep 2021, 13:12

Ruth hat geschrieben:
Fr 10. Sep 2021, 16:29
Was soll Glaube denn eigentlich bewirken ... oder: warum glaubt man an Gott, und was hat Jesus damit zu tun ?
Ich nehme an, dass es vielen Christen darum geht, ewiges Leben zu erhaltern , in einem Reich, wo ER dann regiert und es in diesem Reich eben kein Leid und Ungerechtigkeit mehr geben soll...oder aus Angst vor Strafe, ewiger Verdammnis
Was Jesus damit zu tun hat?
Es steht geschrieben, dass nur "Jesus" der Weg(das Leben) zu Gott-dem Vater- ist.

Mich würde interessieren, ob gläubige Menschen auch dann ihr Leben ändern würden, wenn sie keine Zusage auf ewiges Leben bei Gott hätten oder Angst vor ewiger Verdammnis.
Einfach nur so, aus "Liebe" zum Schöpfer und ihren Mitmenschen.

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Tree of life
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#26 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von Tree of life » Mo 13. Sep 2021, 13:32

JackSparrow hat geschrieben:
So 12. Sep 2021, 16:25
Kann dieses Einkommen ausgereicht haben, um einen Guru und zwölf Jünger zu ernähren?
Wenn sie wert auf Nike Air Force legten, dann sicher nicht ;)

Früher hatte Gastfreundschaft einen höheren Stellenwert als heute .
Schau mal bei Abraham rein, was der alles bereit stellte, als er Besuch von 2 Fremden (Boten) bekam.
Davon könnt ich wohl ne Woche gut mampfen...
Andere Zeiten, andere Sitten. 8-)

Ruth
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#27 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von Ruth » Mo 13. Sep 2021, 19:47

Tree of life hat geschrieben:
Mo 13. Sep 2021, 13:12
Ich nehme an, dass es vielen Christen darum geht, ewiges Leben zu erhaltern , in einem Reich, wo ER dann regiert und es in diesem Reich eben kein Leid und Ungerechtigkeit mehr geben soll...oder aus Angst vor Strafe, ewiger Verdammnis
Ich denke auch, das dies der Hauptgrund ist, bei fast allen Christen.
Tree of life hat geschrieben:
Mo 13. Sep 2021, 13:12

Mich würde interessieren, ob gläubige Menschen auch dann ihr Leben ändern würden, wenn sie keine Zusage auf ewiges Leben bei Gott hätten oder Angst vor ewiger Verdammnis.
Einfach nur so, aus "Liebe" zum Schöpfer und ihren Mitmenschen.
Das würde mich zwar auch interessieren, aber ich denke, darauf kann keiner eine eindeutige Antwort geben, weil die Vorgaben nun mal von Anfang an da waren, und die Liebe zu Gott erst dadurch entstehen kann, wenn man einen Grund dafür sieht.

Ich persönlich habe schon als Kind oft darüber nachgedacht und bezweifelt, dass das wirklich Liebe zu Gott (und den Menschen) sein kann was mich bewegt, so zu handeln, wie es vorgeschrieben wurde von der christlichen Botschaft aus. Ich konnte sehr lange nicht über "Liebe zu Gott" reden, weil ich dachte, ich kann ihn gar nicht wirklich lieben, weil ich alles nur deshalb tue, weil ich Angst habe, etwas falsch zu machen, und dann nicht in den Himmel komme.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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sven23
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#28 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von sven23 » Fr 17. Sep 2021, 20:06

Ruth hat geschrieben:
Mo 13. Sep 2021, 19:47
Tree of life hat geschrieben:
Mo 13. Sep 2021, 13:12
Ich nehme an, dass es vielen Christen darum geht, ewiges Leben zu erhaltern , in einem Reich, wo ER dann regiert und es in diesem Reich eben kein Leid und Ungerechtigkeit mehr geben soll...oder aus Angst vor Strafe, ewiger Verdammnis
Ich denke auch, das dies der Hauptgrund ist, bei fast allen Christen.

Ich habe mich schon oft gefragt, wer eigentlich die größere "Leistung" vollbringt:
Der Gläubige, der Gutes tut, weil er dafür eine Belohnung im Jenseits erwartet oder der Ungläubige, der keine Belohnung erwartet, weil er es um der Menschen willen tut.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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SamuelB
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#29 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von SamuelB » Fr 17. Sep 2021, 20:46

sven23 hat geschrieben:
Fr 17. Sep 2021, 20:06
Der Gläubige, der Gutes tut, weil er dafür eine Belohnung im Jenseits erwartet oder der Ungläubige, der keine Belohnung erwartet, weil er es um der Menschen willen tut.
Da kommen mir gleich die Tränen.^^ Hast du mal ein Taschentuch?

Auf jeden Fall tut es der "Ungläubige", weil er es aus Gründen auch immer sowieso richtig findet. Also geht es doch in nicht unerheblicher Weise um ihn selbst und seine Sichtweise/ sein Handeln. Wahrscheinlich geht es ihm auch nicht besonders toll, wenn er etwas tut, was er falsch findet. So haben alle was davon.

JackSparrow
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#30 Sobald das Geld im Kasten klingt ...

Beitrag von JackSparrow » Fr 17. Sep 2021, 21:42

SamuelB hat geschrieben:
Fr 17. Sep 2021, 20:46
Auf jeden Fall tut es der "Ungläubige", weil er es aus Gründen auch immer sowieso richtig findet.
Ich könnte auf Schweinefleisch verzichten, weil irgendeine randomisierte kontrollierte Studie objektiv nachgewiesen hat, dass Schweinefleisch die Lebenserwartung verringert (während mein Ziel darin besteht, meine Lebenserwartung zu maximieren).

Oder ich könnte auf Schweinefleisch verzichten, weil der von mir bevorzugte Guru vor 1500 Jahren plötzlich auf die Idee kam, Schweinefleisch sei "unrein".

In beiden Fällen finde ich mein Verhalten richtig. Aber nur in einem der beiden Fälle hab ich meinen Verstand eingesetzt und eine rationale Entscheidung getroffen.

Wahrscheinlich geht es ihm auch nicht besonders toll, wenn er etwas tut, was er falsch findet.
Niemand tut etwas, was er falsch findet.

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