das Fleisch ist schwach

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Traugott
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#1 das Fleisch ist schwach

Beitrag von Traugott » Sa 18. Jan 2020, 11:48

Liebe Leute,

neben den Kakerlaken habe ich noch ein Anliegen und bitte euch hier eigene Erfahrungen oder Gedanken zu posten.
Und zwar habe ich gute Ideen, aber ich kriege den A.. nicht hoch, ich hänge gerade so zwischen den Seilen.
Es fehlt mir an Entschlusskraft und so. Wie überwindet ihr eueren inneren Schweinehund? Welche Selbstdisziplinierungsmaßnahmen trefft ihr?
Wie geht ihr mit Erfolg und mit Miserfolg um?

Ich kann mich gerade nicht selbst motivieren. Mein Projekt wäre dabei echt anschaulich und gut, nicht nur für mich. Das bedeutet, durch mein Durchhängen bekommen andere nicht das, was ich leisten könnte. Habt ihr auch schon Projekte verzögert oder gar nicht erst angegangen, weil euch das Fleisch hindert? Wie überwinde ich es?

Gruß
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Münek
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#2 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Münek » Sa 18. Jan 2020, 13:34

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Liebe Leute,

neben den Kakerlaken habe ich noch ein Anliegen und bitte euch hier eigene Erfahrungen oder Gedanken zu posten.
Und zwar habe ich gute Ideen, aber ich kriege den A.. nicht hoch, ich hänge gerade so zwischen den Seilen.
Zunächst ZWINGE Dich dazu aufzustehen und Dein versifftes Bett zu verlassen. Nun unter die warme Dusche - dann für 15 Sekunden auf "kalt" wechseln. Das machst Du zweimal, kalt zuletzt - und nach dieser Quälerei bist Du ein NEUER Mensch.

Nachdem Du Dich rasierst hast, würde ich nach einem Kaffee und einem Stück Brot mit Sorgfalt alle Kakerlaken einsammeln, Dein
Bett ordentlich herrichten und die Schabentiere in einem Zoogeschäft verhökern. Danach gönnst Du Dir einen Kaffee in einem Ca-
fé oder freundest Dich mit einem Obdachlosen an einem Kiosk an und ziehst Dir dabei einen mittleren Jägermeister rein. Kumpel-
mäßig gesehen.

Dieser Tag ist dann Dein Freund - und wenn Du nach Hause kommst, sind die Kakerlaken weg und Dein Bett ist gemacht. Du
bist stolz auf Dich und der glücklichste Mensch der Welt.

Traugott
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#3 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Traugott » Sa 18. Jan 2020, 13:40

Okee

Ist jetzt nicht meine Baustelle, aber nettes Münekkino. 💩
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Münek
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#4 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Münek » Sa 18. Jan 2020, 13:55

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 13:40
Okee

Ist jetzt nicht meine Baustelle, aber nettes Münekkino. 💩
Schade - in der Tat lief dieser Film vor meinen Augen ab, als ich Deinen Text gelesen hatte. Bin gespannt, was andere schreiben. :)

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#5 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Ruth » Sa 18. Jan 2020, 14:10

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Wie geht ihr mit Erfolg und mit Miserfolg um?
 
Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Habt ihr auch schon Projekte verzögert oder gar nicht erst angegangen, weil euch das Fleisch hindert? Wie überwinde ich es?


... weil es in "allgemein christliche Themen" gefragt wird, antworte ich unverblümt und wahrheitsgemäß: ich bete zu Gott, dass er mir die Motivation schenkt ... und das funktioniert irgendwie immer ... auch wenn mich selbst das jedes Mal neu erstaunt und verwundert. 

Ich kenne diese Trägheit, notwendige Projekte im Leben zu versäumen, wegen fehlender Motivation, sehr gut. 
Und da hilft mir sonst nichts. Auch nicht, wenn ich es zu mir selbst sage: das muss gemacht werden, also tue es endlich.

Aber wenn ich am Anfang eines Tages bete, wie ich es oben angeführt habe, dann klappt es irgendwann, ganz unvorbereitet. Meistens, wenn mich irgendetwas angeregt hat, über etwas nachzudenken, dann erwische ich mich staunend plötzlich dabei, genau das auszuführen, was ich am selben Tag noch erbeten habe.


Ich kenne da natürlich auch die Einwände von Kritikern: das ist dein eigener Antrieb, wenn du es überwindest. Mag sein. 
Ich schreibe es dennoch Gott zu, der mir diese Motivation gegeben hat, im richtigen Moment. 

Und selbst, wenn die Kritiker Recht haben ... was macht das schon? Mir hilft es ... und zwar bis jetzt immer.  
 
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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#6 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Spice » Sa 18. Jan 2020, 14:10

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Liebe Leute,

neben den Kakerlaken habe ich noch ein Anliegen und bitte euch hier eigene Erfahrungen oder Gedanken zu posten.
Und zwar habe ich gute Ideen, aber ich kriege den A.. nicht hoch, ich hänge gerade so zwischen den Seilen.
Es fehlt mir an Entschlusskraft und so. Wie überwindet ihr eueren inneren Schweinehund? Welche Selbstdisziplinierungsmaßnahmen trefft ihr?
Wie geht ihr mit Erfolg und mit Miserfolg um?

Ich kann mich gerade nicht selbst motivieren. Mein Projekt wäre dabei echt anschaulich und gut, nicht nur für mich. Das bedeutet, durch mein Durchhängen bekommen andere nicht das, was ich leisten könnte. Habt ihr auch schon Projekte verzögert oder gar nicht erst angegangen, weil euch das Fleisch hindert? Wie überwinde ich es?

Gruß

Gute Ideen kann man viele haben, aber man tut immer nur das, was man liebt.
Und damit hängt eben auch die "Schwäche des Fleisches" zusammen, denn im Laufe des Lebens hat man Gewohnheiten entwickelt, zu denen eben die Liebe so stark ist (sonst wären sie ja keine solchen geworden), dass man sich kaum zu etwas Neuem aufraffen kann.

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#7 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Traugott » Sa 18. Jan 2020, 14:37

Ruth hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 14:10
Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Wie geht ihr mit Erfolg und mit Miserfolg um?
 
Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 11:48
Habt ihr auch schon Projekte verzögert oder gar nicht erst angegangen, weil euch das Fleisch hindert? Wie überwinde ich es?


... weil es in "allgemein christliche Themen" gefragt wird, antworte ich unverblümt und wahrheitsgemäß: ich bete zu Gott, dass er mir die Motivation schenkt ... und das funktioniert irgendwie immer ... auch wenn mich selbst das jedes Mal neu erstaunt und verwundert. 

Ich kenne diese Trägheit, notwendige Projekte im Leben zu versäumen, wegen fehlender Motivation, sehr gut. 
Und da hilft mir sonst nichts. Auch nicht, wenn ich es zu mir selbst sage: das muss gemacht werden, also tue es endlich.

Aber wenn ich am Anfang eines Tages bete, wie ich es oben angeführt habe, dann klappt es irgendwann, ganz unvorbereitet. Meistens, wenn mich irgendetwas angeregt hat, über etwas nachzudenken, dann erwische ich mich staunend plötzlich dabei, genau das auszuführen, was ich am selben Tag noch erbeten habe.

u
Ich kenne da natürlich auch die Einwände von Kritikern: das ist dein eigener Antrieb, wenn du es überwindest. Mag sein. 
Ich schreibe es dennoch Gott zu, der mir diese Motivation gegeben hat, im richtigen Moment. 

Und selbst, wenn die Kritiker Recht haben ... was macht das schon? Mir hilft es ... und zwar bis jetzt immer.  


Da wird mir nichts anderes übrig bleiben, aber, jetzt kommts, ich habe!!!!!!!! Gebetserhörung schon erhalten und nun? Fasse es mal einer, ich habe di Chance ausgeschlagen und mich wieder in meine schöne Hütte verkrümelt, Gott gedankt und weiter gemacht, wie bisher.

Die Chance ist vertan und nun habe ich eine neue bekommen und nie war mein Häuschen so sauber und alles glatt und perfektioniert, warum? Nur um nicht das Wesentiche zu tun.

Es geht um etwas, dass auch Mut braucht und erhebliche Konsequenzen nach sich zöge. Eine echte Veränderung wäre es, doch der Trott, dieser geliebte, längst als überflüssig erkannte, elende Trott hat mich fest im Griff. Ich kanns nicht anders sagen. Ist genauso, wie es beschrieben steht: der Geist ist willig- Im Bett abends vorm Einschlafen ist alles möglich, aber dann. Der Tag bricht an und ich trinke meinen Kaffee und rauche und komme in die Gänge, wie ein Automat. Dabei könnte ich längst brav sein, längstens schon.

Da liegt dann noch das Problem, ich stelle mich ja gegen die und Aussicht nicht wirklich, eher Freude kommt auf, ja, das ist so unddoch, ich kann mich nicht überwinden, den ersten Schritt zu tun. Eher mache ich alles andere, Frust ist da natürlich programmiert.

Also, es ist ein Projekt, auf Lebneszeit, nichts für zwischendurch.

Und, wie gesagt, gut für ettliche Leute, mich einbegriffen. Manchmal denke ich, das schaffe ich doch, ja, klar, das schaffe ich und im Kopf schaffe ich das auch. Aber das Umsetzen lässt auf sich warten. Na, gut: Herr, hilf mir auf, ich bin zu schwach und ungehorsam. Weckst du mich frühst auf, dreh ich mich um im Bett und schlafe weiter. Sinnbildlich bin ich im Moment so und das kann nicht gut sein und ist es auch nicht.

Ob ein allgemeines Detoxen etwas bringen würde? Habe ich mir überlegt.

Und du Ruth, du hast ja Energie um zu ziehen, das ist auch so etwas, das ich im Moment nicht schaffen könnte und wollte, ich frag mich, wozu? Alles läuft prima, so wie es ist, aber ich hatte einen tollen Traum: da habe ich gesehen, dass, wer nicht ALLES ja betont ALLES für sein Projekt gibt, wird scheitern und nie zufrieden sein.

Also habe ich Zugzwang. Entweder es tun, oder vor mich hin simpeln, hm. Deine Antwort hat mir aber schon einen innerlichen Schub verpasst. Betest du für mich?, mein Projekt ist gut und wird von niemanden als schlecht befunden.

 
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Traugott
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#8 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Traugott » Sa 18. Jan 2020, 14:40

Spice hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 14:10
Gute Ideen kann man viele haben, aber man tut immer nur das, was man liebt.
Und damit hängt eben auch die "Schwäche des Fleisches" zusammen, denn im Laufe des Lebens hat man Gewohnheiten entwickelt, zu denen eben die Liebe so stark ist (sonst wären sie ja keine solchen geworden), dass man sich kaum zu etwas Neuem aufraffen kann.

Also, stimmt schon, so im Groben. Aber würde ich nur tun, was ich liebe, dann wäre der Tag schon gefüllt. Ich liebe mein Projekt, aber es gibt diese Fäden usichtbare meine ich, die mich festtackern. Ich glaube, es ist eine antichrisitliche Kraft, die an mir zieht. Hm.
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Spice
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#9 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Spice » Sa 18. Jan 2020, 14:54

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 14:40
Spice hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 14:10
Gute Ideen kann man viele haben, aber man tut immer nur das, was man liebt.
Und damit hängt eben auch die "Schwäche des Fleisches" zusammen, denn im Laufe des Lebens hat man Gewohnheiten entwickelt, zu denen eben die Liebe so stark ist (sonst wären sie ja keine solchen geworden), dass man sich kaum zu etwas Neuem aufraffen kann.

Also, stimmt schon, so im Groben. Aber würde ich nur tun, was ich liebe, dann wäre der Tag schon gefüllt. Ich liebe mein Projekt, aber es gibt diese Fäden usichtbare meine ich, die mich festtackern. Ich glaube, es ist eine antichrisitliche Kraft, die an mir zieht. Hm.
Nein, nein, nicht gleich auf solche Schlussfolgerungen kommen. Schön beim Psychologischen bleiben. Wenn das ausgeschöpft ist, kann man immer noch (falls überhaupt nötig) andere Erklärungen heranziehen.
Natürlich liebst Du auch Dein Projekt. Wäre das nicht der Fall, würdest Du es ja auch nicht tun wollen. Aber wenn wir so ohne weiteres alles tun könnten von dem uns einfiele, es tun zu wollen, so würde es auf Erden chaotischer zugehen, als es ohnehin schon zugeht. Es ist völlig in Ordnung, wenn wir nicht sogleich umsetzen können, was wir wollen. Wenn es ein wirklich tieferes Wollen ist, wirst Du auch die Motivation(en) dazu finden. Und dann wird es auch gelingen, gemäß dem Motto "Gott schekt das Wollen und das Vollbringen", was eben eine allgemeine Gesetzmäßigkeit ist.

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Tree of life
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#10 Re: das Fleisch ist schwach

Beitrag von Tree of life » Sa 18. Jan 2020, 15:14

Traugott hat geschrieben:
Sa 18. Jan 2020, 14:40
Ich glaube, es ist eine antichrisitliche Kraft, die an mir zieht.
Das glaube ich nicht, eher, daß du jemanden brauchst, der das Ding mit dir durchzieht, dich motiviert aber nicht klammert, dir deinen Freiraum lässt.

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