Paulus - ein Heiliger?

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sven23
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#71 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von sven23 » Do 24. Dez 2020, 15:05

Ziska hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 13:32
Rechtswidrigkeiten im Prozess Jesu

Deshalb ist es ja so wichtig, sich abseits von kirchlichem oder Zeugen Jehovas Kram wissenschaftliche Expertise einzuholen.
Die Forschung hält es für sehr unwahrscheinlich, dass überhaupt ein formeller Prozess stattgefunden hat. Du hast ja dankenswerterweise einige Verfahrensfehler aufgezählt. Der Wanderprediger hatte kein römisches Bürgerrecht und im Besatzungsgebiet herrschte Kriegsrecht. Warum also hätte sich Pilatus mit einem zeitaufwändigen Prozess aufhalten sollen, wenn es auch einfacher ging?
Eine kurze Befragung zu den Anklagepunkten reichte aus. Die Evangelisten sind sich auch uneinig, wie sie Jesus antworten lassen sollen.
Einmal bekennt er sich schuldig, ein anderes Mal schweigt er. Schweigen galt aber in der Antike als Schuldeingeständnis. So etwas wie ein Aussageverweigerungsrecht kannte man damals nicht.
Wie auch immer: als Sohn Gottes hätte er sich der Gotteslästerung nach jüdichem Recht schuldig gemacht. Als Aufrührer hätte er gegen römisches Recht verstoßen.
In beiden Rechtssystemen wäre eine Verurteilung rechtmäßig gewesen. Die Todesstrafe durften aber nur die Römer verhängen.
Und der schändliche Tod am Kreuz war für jeden gläubigen Juden der Beweis, dass Jesus nicht der Messias gewesen sein konnte, denn schon in den alten Schriften stand geschrieben:

Wer am Holz hängt, der ist von Gott verflucht.
(Dtn 21,23)
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Maryam
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#72 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von Maryam » Fr 25. Dez 2020, 12:33

sven23 hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 12:48
Maryam hat geschrieben:
Do 12. Nov 2020, 20:33
Ruedi hat geschrieben:
Mo 9. Nov 2020, 10:25

Da Jesus als Rebell gegen die römische Staatsmacht (siehe Inschrift auf dem Kreuz) hingerichtet wurde, wäre es komisch, wenn die Römer, das ganze nun in die Hände der Sadduzäer gelegt hätten, und sich nicht mehr darum kümmern würden.
Hi Ruedi,
Jesus galt beim jüdischen Hohen Rat als Rebell nicht bei den Römern. Sie befürchteten, die Römer könnten ihnen Tempel,und Volk wegnehmen, wenn immer mehr Juden Jesus glaubten und seine Lehren annahmen. Die Inschrift ist eher eine persönliche Ehrerweisung seitens Pilatus.

Gerade bei dem Prozess sollte man auch mal die Fakten berücksichtigen.
Das Video faßt die neutestamentlichen Forschungsergebnisse ganz gut zusammen.


Hi sven23
Von wegen Fakten. Schon zu Beginn des Videos erkennt man, dass die Ausgangslage gewisser "neutestamentlichen Forscher "eine Falsche war.

Jesus war sich bewusst, dass es mit seiner längst fällig gewesenen einzig wahren Gotteslehre und der Offenbarung des Willens des allein wahren Gottes eine glaubensmässige Entzweiung zwischen jenen gab, welche
a)dem vollkommen falschen Jahwe-sei-gott-glauben, und alles was dieser anordnetet sei göttliches Gesetz dermassen unterworfen waren,
b) und jenen, denen wohl ein Licht aufging, die wohl im Herzen spürten, dass das was Jesus als wahren göttlichen Willen lehrte glaubwürdig und nun anzuwenden sei.um wahrhaft gottgefällig leben zu können.

lg Maryam

Jesus rief niemals zu Gewalt auf. Im Gegenteil. Er befand, dass diejenigen, welche Frieden stifteten sich als Söhne Gottes dem himmlischen Vater erwiesen.
Mt 5,9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Und Paulus Worte zeigen auch klar, dass Paulus den einstigen vermeintlichen Gottesglauben verliesse und den durch Jesus Christus gebrachten annahm und verbreitete. was ihm dann ja selber zum Verhängnis wurde.
2Kor 13,11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.

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#73 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von Maryam » Fr 25. Dez 2020, 13:26

sven23 hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 15:05

Deshalb ist es ja so wichtig, sich abseits von kirchlichem oder Zeugen Jehovas Kram wissenschaftliche Expertise einzuholen.
Die Forschung hält es für sehr unwahrscheinlich, dass überhaupt ein formeller Prozess stattgefunden hat. Du hast ja dankenswerterweise einige Verfahrensfehler aufgezählt. Der Wanderprediger hatte kein römisches Bürgerrecht und im Besatzungsgebiet herrschte Kriegsrecht. Warum also hätte sich Pilatus mit einem zeitaufwändigen Prozess aufhalten sollen, wenn es auch einfacher ging?
Eine kurze Befragung zu den Anklagepunkten reichte aus. Die Evangelisten sind sich auch uneinig, wie sie Jesus antworten lassen sollen.
Einmal bekennt er sich schuldig, ein anderes Mal schweigt er. Schweigen galt aber in der Antike als Schuldeingeständnis. So etwas wie ein Aussageverweigerungsrecht kannte man damals nicht.
Wie auch immer: als Sohn Gottes hätte er sich der Gotteslästerung nach jüdichem Recht schuldig gemacht. Als Aufrührer hätte er gegen römisches Recht verstoßen.
In beiden Rechtssystemen wäre eine Verurteilung rechtmäßig gewesen. Die Todesstrafe durften aber nur die Römer verhängen.
Und der schändliche Tod am Kreuz war für jeden gläubigen Juden der Beweis, dass Jesus nicht der Messias gewesen sein konnte, denn schon in den alten Schriften stand geschrieben:

Wer am Holz hängt, der ist von Gott verflucht.
(Dtn 21,23)

Hi sven23.
Der, von dem der letzte Satz stammte, war ja in keinster Weise wofür er sich ausgab. Es ist aber noch immer geistmässig in all jenen kriegerisch gesinnten Schreckensherrscher aller Zeiten, weltweit existent.
.
Ihm war natürlich das Auftreten des Verkünders wahrer Gottesworte, Jesus Christus ein Greuel. Jahwes Geist fürchtete um seinen mörderischen Einfluss, vermeintlichen Gottesstatus. Darum forderte er mittels seiner geistigen Werkzeuge, die Hinrichtung dessen, der ihn so nach und nach bis vollkommen entmachten wollte.

Dies ja, um endlich Frieden und Gerechtigkeit, Liebe und Vergebungsbereitschaft zu ermöglichen, wo bislang sinn- und nutzloser Opferkult, das Töten für dies und das im Vordergrund stand.

lg Maryam
Wann soll sich Jesus als schuldig bekannt habe? Schuldig wofür? Die Todesstrafe für dies und das war wohl damals Alltag, bevor Jesus kam und sich dagegen stellte, indem er die Ehebrecherin laufen liess, und auch erklärte, dass der Sabbat für den Menschen gemacht ist.

Jesus wäre sicher auch gegen die Steinigung jenes Mannes gewesen, der lediglich am Sabbat Holz auflas und dann aber auf Geheiss Moses HERRN gleichentags, also ausgerechnet an einem Sabbat getötet werden musste. Weil Jesus am Sabbat heilte, wurde er des Todes für schuldig befunden.

Mk 3,4 Und er sprach zu ihnen: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes tun oder Böses tun, Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen still.

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sven23
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#74 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von sven23 » Fr 25. Dez 2020, 16:31

Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:33
Hi sven23
Von wegen Fakten. Schon zu Beginn des Videos erkennt man, dass die Ausgangslage gewisser "neutestamentlichen Forscher "eine Falsche war.
Kannst du denn konkret begründen, warum die komplette Forschung hier falsch liegen soll und nur Maryam den richtigen Plan in der Tasche hat?
Du weißt ja, Wunschdenken hat nichts mit Fakten zu tun. Übrigens in der Ablehnung der der Forschungsergebnisse befindest du dich mit der Kirche in einem Boot und spielst ihnen natürlich in die Karten.
Die Kirche benötigt aber die wissenschaftliche Forschung, um eine Existenzberechtigung an den Universitäten zu haben. Das ist ihr Dilemma.

Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:33
Jesus war sich bewusst, dass es mit seiner längst fällig gewesenen einzig wahren Gotteslehre und der Offenbarung des Willens des allein wahren Gottes eine glaubensmässige Entzweiung zwischen jenen gab, welche
a)dem vollkommen falschen Jahwe-sei-gott-glauben, und alles was dieser anordnetet sei göttliches Gesetz dermassen unterworfen waren,
b) und jenen, denen wohl ein Licht aufging, die wohl im Herzen spürten, dass das was Jesus als wahren göttlichen Willen lehrte glaubwürdig und nun anzuwenden sei.um wahrhaft gottgefällig leben zu können.
Du hast dir ein Glaubensbild nach deiner eigenen Vorstellung zusammen gestellt.
Dass wir uns nicht mißverstehen: das ist nicht verboten und es ehrt dich, dass du nicht den rachsüchtigen, strafenden Gott bevorzugst, wie manch anderer. Es hat aber nichts mit der Bibel zu tun, die ein sehr ambivalentes Buch ist. Und es hat wahrscheinlich auch nichts mit dem zu tun, was in Bezug auf Jesus historisch der Fall war.


Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:33
Jesus rief niemals zu Gewalt auf. Im Gegenteil. Er befand, dass diejenigen, welche Frieden stifteten sich als Söhne Gottes dem himmlischen Vater erwiesen.
Mt 5,9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Laut den Textquellen hatte Jesus auch 2 Zeloten in seinen Reihen. Die Hinrichtung durch die Römer ist ein indirekter Hinweis darauf, dass man ihn als Aufrührer angeschuldigt hat. Über den genauen Anklagepunkt schweigen aber die Quellen. Vielleicht auch deshalb, weil den Schreibern das zu profan war und sie ja noch ihre Prozesslegenden unterbringen wollten.
Übrigens hat der mit dem Prozess verbundene christliche Antijudaismus (Juden als Gottesmörder) in den folgenden zweitausend Jahren mehr Unheil angerichtet als es Jahwe jemals vermocht hat.
Und so ganz ohne Gewalt kam auch Jesus nicht aus.

„Denkt nicht, ich sei gekommen den Frieden auf die Erde zu bringen. Ich
bin nicht gekommen den Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin
gekommen, um den Sohn mit seinem Vater zu entzweien und die Tochter mit ihrer
Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter; und die Hausgenossen des
Menschen werden seine Feinde sein.“

(Mt 10,34–36;)

Die Trias Teufel–Hölle–Gericht hat also in einem viel stärkeren Maße in Jesu Denken
eine Rolle gespielt, als dies im Bewusstsein der Christen präsent ist. Verstärkt wird dieser
negative Gedankenkreis noch durch den ethischen Rigorismus, den Jesus zuweilen zu
vertreten scheint. Und dann stellt sich schnell die Frage, wer denn überhaupt noch
gerettet werden kann. So finden sich in der Bergpredigt die bekannten Strafandrohungen:
Kubitza, Der Jesuswahn

Ihr habt gehört, dass zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber tötet, wird dem Gericht verfallen sein.
Ich aber sage euch, dass schon jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber zu seinem
Bruder sagt Du Dummkopf, wird dem Hohen Rat verfallen sein; wer aber sagt Du gottloser Narr, der wird der Hölle
des Feuers verfallen sein.

(Mt 5,21–22)

„Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht Vater und Mutter, Frau und
Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben, der kann nicht mein Jünger sein.“

(Lk 14,26)

Also wir finden auch im NT einen sehr ambivalenten, widersprüchlichen Jesus vor.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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sven23
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#75 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von sven23 » Fr 25. Dez 2020, 16:58

Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 13:26
sven23 hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 15:05

Deshalb ist es ja so wichtig, sich abseits von kirchlichem oder Zeugen Jehovas Kram wissenschaftliche Expertise einzuholen.
Die Forschung hält es für sehr unwahrscheinlich, dass überhaupt ein formeller Prozess stattgefunden hat. Du hast ja dankenswerterweise einige Verfahrensfehler aufgezählt. Der Wanderprediger hatte kein römisches Bürgerrecht und im Besatzungsgebiet herrschte Kriegsrecht. Warum also hätte sich Pilatus mit einem zeitaufwändigen Prozess aufhalten sollen, wenn es auch einfacher ging?
Eine kurze Befragung zu den Anklagepunkten reichte aus. Die Evangelisten sind sich auch uneinig, wie sie Jesus antworten lassen sollen.
Einmal bekennt er sich schuldig, ein anderes Mal schweigt er. Schweigen galt aber in der Antike als Schuldeingeständnis. So etwas wie ein Aussageverweigerungsrecht kannte man damals nicht.
Wie auch immer: als Sohn Gottes hätte er sich der Gotteslästerung nach jüdichem Recht schuldig gemacht. Als Aufrührer hätte er gegen römisches Recht verstoßen.
In beiden Rechtssystemen wäre eine Verurteilung rechtmäßig gewesen. Die Todesstrafe durften aber nur die Römer verhängen.
Und der schändliche Tod am Kreuz war für jeden gläubigen Juden der Beweis, dass Jesus nicht der Messias gewesen sein konnte, denn schon in den alten Schriften stand geschrieben:

Wer am Holz hängt, der ist von Gott verflucht.
(Dtn 21,23)

Hi sven23.
Der, von dem der letzte Satz stammte, war ja in keinster Weise wofür er sich ausgab. Es ist aber noch immer geistmässig in all jenen kriegerisch gesinnten Schreckensherrscher aller Zeiten, weltweit existent.
Du meinst, Jahwe herrscht auch heute noch weltweit und in anderen Religionen?
Sollte man sich nicht mal darauf einigen, dass es immer noch Menschen sind, die handeln? Möglicherweise haben sie dafür Götter vorgeschoben, aber das haben wir doch als aufgeklärte Menschen schon lange durchschaut, nicht wahr?
Wenn man ehrlich ist, dann ist der Gott des AT genau so eine menschliche Projektion wie der Gott des NT.



Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 13:26
Wann soll sich Jesus als schuldig bekannt habe? Schuldig wofür? Die Todesstrafe für dies und das war wohl damals Alltag, bevor Jesus kam und sich dagegen stellte, indem er die Ehebrecherin laufen liess, und auch erklärte, dass der Sabbat für den Menschen gemacht ist.
Wenn es dir zu mühsam ist, die Forschungsergebnisse nachzulesen, dann schau dir doch das Video an. Hier bekommst du bequem und gratis Nachhilfeunterricht.
Wenn Jesus sich als Sohn Gottes ausgegeben hätte, dann hätte er nach jüdischem Recht die Todesstrafe wegen Gotteslästerung verdient. Nach einhelliger Meinung der Forschung hat er das aber nicht. Das geht allein auf das Konto der Evangelisten, lange nach seinem Tod. Dieser Anklagepunkt würde also wegfallen.
Bleibt die Anklage wegen Aufruhr, bzw. Anstiftung zur Aufruhr. Mit seinem Anspruch, der "König der Juden" zu sein, war dieser Tatbestand erfüllt.
König der Juden begründet also den Anklagepunkt und war nicht, wie du gemeint hast, eine Ehrenbezeugung von Pilatus an Jesus.
Ein formeller Prozess ist sowieso sehr unwahrscheinlich und nur den dramaturgischen und theologischen Absichten der Evangelisten geschuldet.

Und dass ein hingerichteter Verbrecher nicht der Messias gewesen sein konnte, war für jeden gläubigen Juden klar. Deshalb war der Versuch, einen Hingerichteten Jahrzente nach seinem Tod zum Messias oder gar zum Sohn Gottes zu beförden, im Judentum zum Scheitern verurteilt. Nur außerhalb des Judentums konnte man versuchen, das so zu verkaufen.
Aber ich denke mal, ohne staatliche Gewalt im Rücken wäre sowohl die Jesussekte, als auch die posthume christliche Sekte im Orkus der Geschichte verschwunden.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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#76 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von JackSparrow » Fr 25. Dez 2020, 18:46

Ziska hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 13:32
▪ Es gab keine Anhörung von Aussagen zugunsten des Angeklagten
Falsch.

Mt26:62 Willst du nichts sagen zu dem, was diese Leute gegen dich vorbringen? Jesus aber schwieg

▪ Keiner der Richter versuchte, Jesus zu verteidigen;
Vorbildliche Prozessführung.

▪ Die Priester suchten Zeugen, die falsch aussagen würden,
Nach Zeugen zu suchen ist nicht strafbar.

▪ Als Jesus verhaftet wurde, lag keine Anklage vor
▪ Jesu Anspruch, der Messias zu sein, wurde ihm als Gotteslästerung ausgelegt,
▪ Die Beschuldigungen waren falsch
Die Beschuldigung war korrekt.

Mt26:64 Jesus antwortete: Du hast es gesagt. Doch ich erkläre euch: Von nun an werdet ihr den Menschensohn zur Rechten der Macht sitzen und auf den Wolken des Himmels kommen sehen. Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und rief: Er hat Gott gelästert! Wozu brauchen wir noch Zeugen? Jetzt habt ihr die Gotteslästerung selbst gehört.

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sven23
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#77 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von sven23 » So 27. Dez 2020, 07:59

Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:33
Und Paulus Worte zeigen auch klar, dass Paulus den einstigen vermeintlichen Gottesglauben verliesse und den durch Jesus Christus gebrachten annahm und verbreitete. was ihm dann ja selber zum Verhängnis wurde.
Auch bei Paulus liegen Licht und Schatten eng beieinander, was aber im Grunde für das gesamte NT gilt.
Man wird auch bei Paulus keine grundsätzliche Abkehr von den mosaischen Gesetzen finden, außer da, wo sie der Heidenmissionierung hinderlich war, wie bei der Beschneidung.
Weder Paulus noch die Evangelisten haben sich das getraut, auch wenn sie sonst sehr kreativ im Umgang mit der Wahrheit waren.


Wenn jemand das Gesetz des Mose missachtet, muss er sterben ohne Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin. 29 Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht? 30 Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): »Die Rache ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein Volk richten.« 31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.
Hebräer 10, 28-31

Das Strafgericht Gottes wird also noch viel härter sein, als alles, was Moses als Strafe vorgesehen hat.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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#78 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von Ruedi » So 27. Dez 2020, 16:01

Maryam hat geschrieben:
Fr 25. Dez 2020, 12:33
sven23 hat geschrieben:
Do 24. Dez 2020, 12:48
Maryam hat geschrieben:
Do 12. Nov 2020, 20:33

Hi Ruedi,
Jesus galt beim jüdischen Hohen Rat als Rebell nicht bei den Römern. Sie befürchteten, die Römer könnten ihnen Tempel,und Volk wegnehmen, wenn immer mehr Juden Jesus glaubten und seine Lehren annahmen. Die Inschrift ist eher eine persönliche Ehrerweisung seitens Pilatus.

Gerade bei dem Prozess sollte man auch mal die Fakten berücksichtigen.
Das Video faßt die neutestamentlichen Forschungsergebnisse ganz gut zusammen.


Hi sven23
Von wegen Fakten. Schon zu Beginn des Videos erkennt man, dass die Ausgangslage gewisser "neutestamentlichen Forscher "eine Falsche war.

Jesus war sich bewusst, dass es mit seiner längst fällig gewesenen einzig wahren Gotteslehre und der Offenbarung des Willens des allein wahren Gottes eine glaubensmässige Entzweiung zwischen jenen gab, welche
a)dem vollkommen falschen Jahwe-sei-gott-glauben, und alles was dieser anordnetet sei göttliches Gesetz dermassen unterworfen waren,
b) und jenen, denen wohl ein Licht aufging, die wohl im Herzen spürten, dass das was Jesus als wahren göttlichen Willen lehrte glaubwürdig und nun anzuwenden sei.um wahrhaft gottgefällig leben zu können.

lg Maryam

Jesus rief niemals zu Gewalt auf. Im Gegenteil. Er befand, dass diejenigen, welche Frieden stifteten sich als Söhne Gottes dem himmlischen Vater erwiesen.
Mt 5,9 Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Und Paulus Worte zeigen auch klar, dass Paulus den einstigen vermeintlichen Gottesglauben verliesse und den durch Jesus Christus gebrachten annahm und verbreitete. was ihm dann ja selber zum Verhängnis wurde.
2Kor 13,11 Zuletzt, Brüder und Schwestern, freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein.


Hi

Was passiert eigentlich mit Menschen die böse sind?
Also solche die nicht aufhören zu sünden?

Maryam
Beiträge: 901
Registriert: Do 3. Mai 2018, 13:57

#79 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von Maryam » So 27. Dez 2020, 20:43

Ruedi hat geschrieben:
So 27. Dez 2020, 16:01
Hi
Was passiert eigentlich mit Menschen die böse sind?
Also solche die nicht aufhören zu sünden?
Hi Ruedi
Was verstehst Du unter (böse Menschen, die nicht aufhören zu sünden?)Meinst Du was in biblischer Hinsicht oder nach aktuell geltendendem Strafgesetz mit solchen geschieht, je nach Schweregrad?

Wer nie aufhört von aller Bosheit abzukehren, wird jedenfalls auch nie in den Genuss von wahrem Leben in inniger Gottverbundenheit kommen. Das war damals so und bis heute geblieben. ;)

Lg Maryam

Ruedi
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#80 Re: Paulus - ein Heiliger?

Beitrag von Ruedi » So 27. Dez 2020, 21:01

Maryam hat geschrieben:
So 27. Dez 2020, 20:43
Ruedi hat geschrieben:
So 27. Dez 2020, 16:01
Hi
Was passiert eigentlich mit Menschen die böse sind?
Also solche die nicht aufhören zu sünden?
Hi Ruedi
Was verstehst Du unter (böse Menschen, die nicht aufhören zu sünden?)Meinst Du was in biblischer Hinsicht oder nach aktuell geltendendem Strafgesetz mit solchen geschieht, je nach Schweregrad?

Wer nie aufhört von aller Bosheit abzukehren, wird jedenfalls auch nie in den Genuss von wahrem Leben in inniger Gottverbundenheit kommen. Das war damals so und bis heute geblieben. ;)

Lg Maryam

Vom Strafgesetzbuch spreche ich nicht :shock:

Ich denke nicht, dass sich solche Sünder, vom Genuss des wahren Lebens beeindrucken lassen. Klar, dass sie ihr Leben weiterführen wie bisher, und andere verführen.
Schöne Aussichten :no3:

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