Alle Jahre wieder

Themen des Neuen Testaments
Benutzeravatar
Travis
Beiträge: 3491
Registriert: Di 10. Okt 2017, 06:59

#11 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von Travis » Mi 25. Dez 2019, 14:47

Scrypton hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:20
Doch; und es wurde auch ausgeführt, weshalb...
Ok. Dann lasse ich den Schafen ausrichten, sie hätten da jetzt nichts auf den Weiden verloren.
Scrypton hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:20
Von "zwingend" sprach hier auch niemand - es ist einfach nur, betrachtet man die Hinweise/Indizien und Fakten, einfach nur "eher unwahrscheinlich".
Ich hatte behauptet, dass der Dezember zu den möglichen Monaten der Ereignisse gehört. Das ist so. Der Dezember kann nicht kategorisch ausgeschlossen werden. Die Wetterbedinungen sind im Dezember in Ordnung, da die Regenzeit eingesetzt hat(te).
Ich weiß, dass ich nicht einmal weiß das ich nichts weiß.

Benutzeravatar
Scrypton
Administrator
Beiträge: 10690
Registriert: Mi 17. Apr 2013, 13:17
Wohnort: /root/

#12 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von Scrypton » Mi 25. Dez 2019, 14:51

Travis hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:47
Scrypton hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:20
Doch; und es wurde auch ausgeführt, weshalb...
Ok. Dann lasse ich den Schafen ausrichten, sie hätten da jetzt nichts auf den Weiden verloren.
Jetzt/Heute?
Wo genau sind da denn aktuell welche? :)

Travis hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:47
Scrypton hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:20
Von "zwingend" sprach hier auch niemand - es ist einfach nur, betrachtet man die Hinweise/Indizien und Fakten, einfach nur "eher unwahrscheinlich".
Ich hatte behauptet, dass der Dezember zu den möglichen Monaten der Ereignisse gehört.
Der November ist ebenfalls möglich, weil nicht >unmöglich< - aber halt >noch< unwahrscheinlicher.

Travis hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 14:47
Der Dezember kann nicht kategorisch ausgeschlossen werden.
Nochmal: Wird er auch nicht, von niemanden.
Schwer zu verstehen, oder? :0)

Merke: Weniger wahrscheinlich != 0% (Ausschluss).

Achso, und:
Travis hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 12:38
sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 12:35
Aber es war sicherlich kein Zufall, dass man einen hohen Feiertag des konkurrierenden Mithraskultes ausgewählt hat. Und mit staatlicher Macht im Rücken durfte man nun auch ungestraft die Kultstätten des Mithraskultes zerstören.
Die Auswahl müsste sich irgendwo nachlesen lassen.
Nein, die lässt sich eben nicht "irgendwo" nachlesen...

Benutzeravatar
sven23
Beiträge: 22394
Registriert: Fr 10. Mai 2013, 15:55

#13 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von sven23 » Mi 25. Dez 2019, 17:23

Munro hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 13:11
sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 12:13
Alle Jahre wieder feiern Christen die Geburt Jesu.
Dabei ist da genaue Geburtsdatum gar nicht bekannt.


Es ist bekannt, dass es nicht bekannt ist.

Aber ich halte die Wahl eines Termins  so um die Wintersonnenwende herum für eine gute Wahl.
Rein von der Symbolik her.

Warum auch nicht? Wen stört's denn?
Mich nicht, denn ich weiß, dass die Evangelien keine historischen Tatsachenberichte waren, sondern Glaubenspropagandaschriften, die Glauben wecken sollten.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Munro
Beiträge: 7235
Registriert: Do 11. Jan 2018, 15:36

#14 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von Munro » Mi 25. Dez 2019, 17:42

sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 17:23
Munro hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 13:11
sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 12:13
Alle Jahre wieder feiern Christen die Geburt Jesu.
Dabei ist da genaue Geburtsdatum gar nicht bekannt.

Es ist bekannt, dass es nicht bekannt ist.

Aber ich halte die Wahl eines Termins  so um die Wintersonnenwende herum für eine gute Wahl.
Rein von der Symbolik her.

Warum auch nicht? Wen stört's denn?
Mich nicht, denn ich weiß, dass die Evangelien keine historischen Tatsachenberichte waren ....

Da sind wir völlig einer Meinung. :idea:
Jean Paul Getty:
Die Sanftmütigen werden die Erde besitzen, aber nicht die Schürfrechte.

Benutzeravatar
lovetrail
Beiträge: 4855
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 20:00

#15 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von lovetrail » Mi 25. Dez 2019, 18:35

Soweit ich weiß ist da die offizielle Linie der RKK, dass diese vormals heidnischen Feste und auch gewisse Plätze christlich "getauft" wurden.

Ob das immer (geistlich) aufgeht, ist natürlich die Frage. Aber das muss man Katholiken fragen, nicht mich.

LG
Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!

Benutzeravatar
sven23
Beiträge: 22394
Registriert: Fr 10. Mai 2013, 15:55

#16 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von sven23 » Mi 25. Dez 2019, 19:58

lovetrail hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:35
Soweit ich weiß ist da die offizielle Linie der RKK, dass diese vormals heidnischen Feste und auch gewisse Plätze christlich "getauft" wurden.

Ob das immer (geistlich) aufgeht, ist natürlich die Frage. Aber das muss man Katholiken fragen, nicht mich.

LG
Und faktisch wollte man mit dem Termin die Erinnerung an den konkurrierenden Mithraskult eliminieren und trotzdem das vertraute Datum beibehalten.
Mit dem tatsächlichen Geburtstag Jesu hat das herzlich wenig zu tun.
 
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Benutzeravatar
lovetrail
Beiträge: 4855
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 20:00

#17 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von lovetrail » Mi 25. Dez 2019, 20:03

sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 19:58

Und faktisch wollte man mit dem Termin die Erinnerung an den konkurrierenden Mithraskult eliminieren und trotzdem das vertraute Datum beibehalten.
Das ist eben zweischneidig. Denn mit dem Datum konserviert man auch die vormaligen Kult.


Mit dem tatsächlichen Geburtstag Jesu hat das herzlich wenig zu tun.
Ja, wobei es wohl sekundär ist, wann man diesen feiert. Den genauen Tag weiß eh kaum jemand. Manche meinen es wäre 911 gewesen. Aber nicht meine Baustelle.


 
Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!

Munro
Beiträge: 7235
Registriert: Do 11. Jan 2018, 15:36

#18 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von Munro » Mi 25. Dez 2019, 20:55

sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 19:58
lovetrail hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 18:35
Soweit ich weiß ist da die offizielle Linie der RKK, dass diese vormals heidnischen Feste und auch gewisse Plätze christlich "getauft" wurden.

Ob das immer (geistlich) aufgeht, ist natürlich die Frage. Aber das muss man Katholiken fragen, nicht mich.

LG
Und faktisch wollte man mit dem Termin die Erinnerung an den konkurrierenden Mithraskult eliminieren und trotzdem das vertraute Datum beibehalten.

Ich nenne das ein gelungenes Beispiel von  Integration. :)
 
Jean Paul Getty:
Die Sanftmütigen werden die Erde besitzen, aber nicht die Schürfrechte.

Benutzeravatar
sven23
Beiträge: 22394
Registriert: Fr 10. Mai 2013, 15:55

#19 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von sven23 » Do 26. Dez 2019, 07:58

lovetrail hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 20:03
sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 19:58

Und faktisch wollte man mit dem Termin die Erinnerung an den konkurrierenden Mithraskult eliminieren und trotzdem das vertraute Datum beibehalten.
Das ist eben zweischneidig. Denn mit dem Datum konserviert man auch die vormaligen Kult.
Konservierung war nicht die Intention, im Gegenteil.

Der Mithraskult wurde im 4. Jahrhundert streng verfolgt, viele Priester erlitten durch die Hände aufgehetzter Christen das Martyrium, die Heiligtümer wurden geplündert und auf ihnen christliche Kirchen errichtet.
Kubitza, Der Jesuswahn

Dabei sind die Parallelen frappierend und bestimmt nicht zufällig.

Zumindest gibt es starke Parallelen zwischen der Lehre des Paulus und
zeitgenössischen hellenistischen Vorstellungen. Im Hellenismus waren leidende,
sterbende und auferstehende Götter nichts Neues. Sie gehörten zum Vorstellungskreis
der meisten Mysterienreligionen, die sich in der Bevölkerung und auch bei den Legionen
großer Beliebtheit erfreuten. In den Kulten des Attis, Adonis, Osiris und im Dionysoskult
finden sich viele Parallelen zu christlichen Vorstellungen. Wir haben uns in den Kapiteln
zu den Auferstehungslegenden schon mit ihnen befasst. Was wir aber noch nicht
erwähnten, sind Parallelen mit dem Mithraskult.
Und diese sind auf den ersten Blick in der Tat frappant. Der Mithraskult ist aus der
Sonnenverehrung entstanden, Mithras war der Gott des himmlischen Lichts. Der
Mithrasglaube hatte seine Wurzeln in Persien und Indien. Von dort verbreitete er sich
etwa mit der Zeitenwende im Römischen Reich. Sein Ausgangspunkt im Westen war
Kilikien, die Heimat des Paulus, wo er schon 100 Jahre vor Paulus eingedrungen war (zu
Mithras vgl. Deschner, Abermals krähte der Hahn, S. 88–95, 198–201).
Mithras stieg vom Himmel herab, bei seiner Geburt sollen ihn Hirten angebetet und ihm die Erstlinge ihrer Herden
und Früchte gebracht haben. Später fuhr er wieder zum Himmel auf, wurde durch den Sonnengott inthronisiert […]
und schließlich Glied einer Trinität. Man glaubte, dass er einst wiederkehren würde, um die Toten zu erwecken und
zu richten. Mithras war der Mittler zwischen Himmel und Erde, Gott und dem Menschengeschlecht, Gottmensch,
Weltheiland und Erlöser. (Deschner, S. 90)
Der Sonntag (= Sonnentag) war der heilige Tag des Mithras, sein Geburtstag der 25.
Dezember. Die Christen haben später die Geburt Jesu auf diesen Tag gelegt, um Mithras
aus dem Volksbewusstsein zu verdrängen. Zum Geburtstag des Mithras wurden die
neuen Kultmitglieder eingeweiht.
In der Morgendämmerung verließen dann die Gläubigen in einer Prozession den Kultort, wobei sie die Statuette eines
Kindes als Symbol des eben von der Jungfrau [sic!], der Dea Caelestis, geborenen Sonnengottes mit sich führten.
Sobald die Sonne aufging, stimmten sie die liturgische Formel an: „Die Jungfrau hat geboren, zu nimmt das Licht.“
(S. 91)
Der Mithraskult kannte sieben Sakramente, darunter eine Taufe, eine Firmung und ein
gemeinsames Kultmahl, das aus Brot und Wasser oder Wein bestand.
Man beging sie, wie im Christentum, zum Gedächtnis an eine letzte Mahlzeit des Meisters mit den Seinen. Die
Hostien waren mit einem Kreuzzeichen versehen. […] die Messe wurde täglich gefeiert, die wichtigste jedoch am
Sonntag […]. Auf den Altären der Mithrastempel brannte eine Art ewiges Licht […] in besonderen Kultfeiern wusch
man mit Blut die Sünden ab. (S. 93)
Erstaunliche Parallelen.

Kubitza, Der Jesuswahn
 
lovetrail hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 20:03
sven23 hat geschrieben:
Mi 25. Dez 2019, 19:58
Mit dem tatsächlichen Geburtstag Jesu hat das herzlich wenig zu tun.

Ja, wobei es wohl sekundär ist, wann man diesen feiert. Den genauen Tag weiß eh kaum jemand. Manche meinen es wäre 911 gewesen. Aber nicht meine Baustelle.

Häh, was sind das denn für Deppen?
 
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

Benutzeravatar
lovetrail
Beiträge: 4855
Registriert: Sa 1. Jun 2013, 20:00

#20 Re: Alle Jahre wieder

Beitrag von lovetrail » Do 26. Dez 2019, 08:47

Kubitza, Der Jesuswahn
Ähm, wie wärs mal mit seriösen Quellen? ;-)
Wache auf, der du schläfst, und stehe auf aus den Toten, so wird Christus dich erleuchten!

Antworten