Wie entstand das Leben?

Evolution vs. Schöpfung Debatte, Alter der Erde
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Pluto
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Pluto » Di 1. Sep 2015, 19:25

Flavius hat geschrieben:Ich sehe die universale Kraft (Gott oft genannt) aber als grundsätzlich lebensspendend, lebensbejahend und als die positive Kraft im Universum an.
Erscheint es dir nicht merkwürdig, dass das Universum, so weit wir blicken können, tot ist?

Flavius hat geschrieben:Zu 99% ausgestorben: So ist das Leben numal.
Du bist doch Geschäftsmann... Erlaube mir eine Frage: Wenn du wüsstest, dass einem Architekten im richtigen Leben 9% seiner Häuser einstürzen, würdest du ihn in deinem Betrieb einstellen?

Flavius hat geschrieben:Ständiger Wechsel. Tod und Leben. Ohne Veränderung kein Fortschreiten.
Das sind wohl eher Argumente die FÜR Evolution sprechen, nicht wahr?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Flavius
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Flavius » Di 1. Sep 2015, 19:27

Pluto hat geschrieben:
Flavius hat geschrieben:Zu 99% ausgestorben: So ist das Leben nun mal.

Du bist doch Geschäftsmann... Erlaube mir eine Frage: Wenn du wüsstest, dass einem Architekten im richtigen Leben 99% seiner Häuser einstürzen, würdest du ihn in deinem Betrieb einstellen?
Nö, den wollte ich sicher nicht. Sollte schon etwas verlässlich u. kompetent sein.
Ein Dogma ist nichts anderes als ein Verbot zu denken. - Ludwig Feuerbach. -
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Pluto
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Pluto » Di 1. Sep 2015, 19:29

Flavius hat geschrieben: Nö, den wollte ich sicher nicht. Sollte schon etwas verlässlich u. kompetent sein.
Eben...
Warum wendest du diesen Maßstab nicht auf den "unsichtbaren Schöpfer" an.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Janina
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Janina » Di 1. Sep 2015, 20:51

Flavius hat geschrieben:
Janina hat geschrieben:
Flavius hat geschrieben:Es heisst schlicht und simpel: "Er schuf". "Er ist "Alpha u. Omega". Am Anfang war LOGOS (übersetzbar vielleicht mit Bewusstsein?) -- "Geist schwebte über den Wassern", dann kamen mehrere Entstehungs-Schritte (Licht, Land u. Wasser, tier. u. menschl, Leben etc) .. über vermutlich Millionen Jahre.. Die wesentl. Aussage ist: "Er schuf" .. nicht wie !!
Aha, und damit bist du zufrieden? :shock:
- ja, mir reichen die 3-4 Grund-Aussagen (erstmal).
Und das ist der Punkt, der wissenschaftsinkompatibel ist.
Wissenschaft hat gar nichts gegen Gott. Nur gegen die geistige Trägheit, damit zufrieden zu sein, die Welt nicht zu verstehen. Wer das "Wie" nicht wissen will, hat einfach den Einstieg verpasst.
Was aussieht wie Dummheit, ist vielleicht keine. Möglicherweise profitiert jemand davon, nur du bist nicht dabei.
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=161626#p161626
http://www.4religion.de/viewtopic.php?p=242349#p242349

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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon JackSparrow » Di 1. Sep 2015, 22:40

Flavius hat geschrieben:Die Bibel beginnt mit "Am Anfang war Logos" - gefällt mir

Die Bibel würde sich schlechter verkaufen, wenn sie mit "Am Anfang war das Dargelegte, und das Dargelegte bezog sich auf Gott, und Gott war das Dargelegte" beginnen würde. Die Kernzielgruppe bevorzugt heutzutage eine eher esoterische Note.

denn das kosmische Bewusstsein hat uns letztlich geformt, keine tote Materie.

Laut Geburtsurkunde entstand ich im Einklang mit den Regeln der chemischen Energetik aus einer gewöhnlichen menschlichen Oozyte.

Wie kam es zur Höherentwicklung?

Definiere "höher". Die bisher erfolgreichste Lebensform auf unserem Planeten ist das Bakterium.

Wenn Interesse besteht kann ich noch ein paar erstaunliche Dinge zur Ontogenese schreiben

Nein, lieber nicht.

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Flavius
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Flavius » Mi 2. Sep 2015, 08:20

Jan/ina hat geschrieben: Nur gegen die geistige Trägheit, damit zufrieden zu sein, die Welt nicht zu verstehen. Wer das "Wie" nicht wissen will, hat einfach den Einstieg verpasst.
Da geb ich Dir auch vollkommen recht. (Geistige Trägheit ist übel- vor allem wenn man eigentlich mehr daraus machen kann). - Wer die wahren Gründen und Hintergründe nicht wissen will, hat was verpasst oder ist zu träge zum tiefer zu suchen oder sonstwas. Das WIE alleine ist bei vielem einfach etwas zu mager. (Aber es gibt ja auch Leute, die das Leben als reines "Nimm-soviel-Du-kannst- und das war's ansehen!- (als Ego- shooting und überzogenes Konsumverhalten als Lebensinhalt). wir werden aber AM ENDE sehen, ob von ihm eigentlich nicht doch etwas mehr erwartet wurde- dann entweder - "Runde nochmals wiederholen" oder endgültig Aus"-Selektieren"?, da nicht lernwillig.- Darauf besteht ihr doch immer. -.) - .- Die geistig-seelischen Entwicklung darf man bei Betrachtungen zum Leben nicht einfach weglassen. Die gehört zum Leben unbedingt mit dazu!) -
- Wenn ich die Schönheit eigener Blume (od. eines Schmetterlings) nicht mehr sehen kann, nur weil ich die Blume nur noch als reinen Zellverbund wahrnehme, sehe ich doch nur die Hälfte u. verpasse wirklich was!! Wann das letzte Mal staunend gedankt ?
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Flavius » Mi 2. Sep 2015, 08:36

Flavius hat geschrieben:
Nö, den wollte ich sicher nicht. Sollte schon etwas verlässlich u. kompetent sein.

==> Pluto = > Warum wendest du diesen Maßstab nicht auf den "unsichtbaren Schöpfer" an.


-Mach ich doch...
Und weil ich diesen als wohlwollend, (aber doch auch konsequent) erfahren habe.
Kompetent ist "er" allemal. Verlässlich auch. Wenn auch "Gottes Wege nicht immer ganz einfach o. eben sind" und Antworten manchmal "dauern" .-
- "Gottes Mühlen mahlen langsam !, aber sehr fein". (Sodass Gerechtigkeit am Ende meistens doch siegt). - Wenn man dann "Leben" nicht nur auf ein "Irdisches" bezieht, hat Gerechtigkeit auch die Chance nach dem Tode (ich will aber kein überzogener rein auf's "Jenseits-Vertröster" sein) oder im nächstem Leben (das wohl manchen - wenigen oder vielen ??- zuteil wird) etwas wieder ausgleichen. Lektion nicht gelernt, Klasse wiederholen. Es geht tatsächlich um's Lernen, Vorankommen, Wachsen..

Ich habe eine reicheres Leben, wenn ich (man) einige kosmische oder "religiöse" Benimm-Regeln (z.B. "Geben ist seliger (macht glücklicher) als reines, nur Nehmen alleine - im richtigem Maß natürlich) einhalte und wenn ich versuche mit meinem geistigem Quell in Einklang zu leben.
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Flavius » Mi 2. Sep 2015, 09:06

Laut Geburtsurkunde entstand ich im Einklang mit den Regeln der chemischen Energetik aus einer gewöhnlichen menschlichen Oozyte.
Und wer hat diesen Vorgang erfunden ?

- Da doch gefragt, wurde auch noch kurz etwas zur Ontogenese:

Bei der Bildung eines (z.B. menschl.) Babies sind Hunderte/Tausende von äusserst exakt abgestimmten Vorgängen (auf molekularer, geweblicher (auch feinstofflicher) Ebenen am Laufen.
Dabei entstehen auch verschiedene Organe. (Beim Menschen sind es mind. 10 -12)
Da es diese beim Einzeller noch nicht gab (u. zum Großteil so nicht bei früheren Mehrzellern) müssen diese Organe sich irgendwann entwickelt haben oder entwickelt worden sein/ wurden gezielt in die schon vorhandenen Lebensformen - nach und nach - eingeführt. Da das Ganze sehr komplex u. präzise ist, kann man davon ausgehen, dass Mutation u. Selektion-Vorgänge das nicht geschafft haben können. Dem geben manche (genau hinsehende) Naturwissenschaftlicher auch recht. Die fehlende Kraft (Kräfte) die diese Neuentwicklung steuerten sind (bisher) nicht gefunden worden. (Manche nennen sie einfach "die Lebenskraft" ... manche sehen/vermuten dahinter verschied. zusätzliche Kräfte (auch Göttliche), die nicht so genau definiert sind, aber für einen Menschen erfahrbar).

Also Neuentwicklung gab es einmal bei jedem Organ, das ist sicher. (Oder sieht das Jemand anders? .)
Es gab "Neues durch Kombinieren von Vorhandenem. Das war dann eigentlich nicht so richtig "Neues".
Es gibt auch "Neues" durch Mutation. (Auch das hat aber seine Grenzen).
Es gibt (absolut) "Neues", das sich (unmöglich!) oder nicht von selbst entwickelt haben kann.
(Darauf kommen zwar meistens ein Aufschrei, aber oft nur "Schein"-Argumente und endloses Palaver und Keine Beweise (kaum Hinweise). Zudem reichen reine Argumente (oder Gedanken) eigentlich nicht ! Ich schlug vor, dass wir mal ernsthaft auf die Tatsachen- und Fakten-Ebene kommen. Tatsachen sehen wir täglich vor uns !( Reine Wunderwerke von Präzision u. Schönheit). Üblicherweise haben "komplizierte" Produkte" immer eine Ursache .. einen "geistigen Vater(Erfinder), Planer und dann die Umsetzer u. Erbauer. Warum soll das nun - ausgerechnet bei Höchst-Kompliziertem und Genialem nun anders sein- Dinge "von selbst" entstehen/enstanden sein? Doch eher befremdlich, oder ? (Nebenbei fehlen dafür : unterlegende Nachweise oder tatsächlich Beweise.) (Vorsichthalben nochmals: Evolution ist ein Werkzeug -in Gottes Händen oder "der Natur"- wird aber in seinen Fähigkeiten weit überschätzt.
Zuletzt geändert von Flavius am Mi 2. Sep 2015, 09:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Pluto » Mi 2. Sep 2015, 09:20

Flavius hat geschrieben:
Laut Geburtsurkunde entstand ich im Einklang mit den Regeln der chemischen Energetik aus einer gewöhnlichen menschlichen Oozyte.
Und wer hat diesen Vorgang erfunden ?
Erkläre doch bitte, warum es zwingend einen Erfinder braucht.

Also Neuentwicklung gab es einmal bei jedem Organ.
Das ist nicht ganz korrekt.
Jedes Organ wurde mindestens einmal neu entwickelt. Das Auge (Lichtsensoren) ist bspw. ein derart wichtiges Organ, dass es mindestens 40 Ml neu entwickelt wurde.

Es gibt auch "Neues" durch Mutation.
Nenne mir etwas, was nicht durch Mutation entstand!

Es gibt (absolut) "Neues", das sich nicht von selbst entwickelt haben kann.
Was denn z. Bsp.?

(Darauf kommen zwar meistens ein Aufschrei, aber oft nur "Schein"-Argumente und endloses Hin- u-Her-Palaver.
Lieber Flavius, bist du denn so naiv zu glauben, dass das was du hier tust nicht sinnleeres "Palaver" ist?

Zudem reichen Argumente eigentlich nicht, sondern ich schlug vor, dass wir mal ernsthaft auf die Tatsachen- und Fakten-Ebene kommen.
Meines Erachtens bist du bisher noch nie auf ein Sachargument eingegangen, und hast es zu Ende durchdiskutiert, sondern DU hast es vorgezogen, immer wieder neue und zusammenhanglose Themen anzubringen.

Tatsachen sehen wir täglich vor uns !( Reine Wunderwerke von Präzision u. Schönheit).
Wie oft hast du dieses alberne Argument schon gebracht?

Die Schönheit und Präzision einer Muschel oder einer Blume ist doch noch lange kein Beweis für einen Schöpfer. Aber es sind gerade die bestechenden Unterschiede zwischen natürlichen Dingen und Artefakten die uns schließen lassen, dass manche Dinge Artefakte sind, die einen Architekten benötigen.
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Re: Wie entstand das Leben?

Beitragvon Pluto » Mi 2. Sep 2015, 09:31

Flavius hat geschrieben:- Wenn ich die Schönheit eigener Blume (od. eines Schmetterlings) nicht mehr sehen kann, nur weil ich die Blume nur noch als reinen Zellverbund wahrnehme, sehe ich doch nur die Hälfte u. verpasse wirklich was!! Wann das letzte Mal staunend gedankt ?
Das ist ein wirklich naives Argument der Ignoranz, denn Wissenschaft fügt hinzu, und nimmt nichts weg.
Vielleicht ist dir der Quantenphysiker Richard Feynman ein Begriff. Er schrieb einmal:

Richard Feynman hat geschrieben:Ich habe einen Freund der Künstler ist. Er hält mir eine Blume hin, und sagt, "Schau wie schön sie aussieht. Als Künstler kann ich die Schönheit dieser Blume bewundern, aber du als Wissenschaftler und Zweifler, nimmst das alles auseinander und machst daraus nur ein langweiliges Ding."

Dann denke ich für mich, "Mein Freund ist ein Dummkopf".


Erstens ist die Schönheit die er sieht, anderen Leuten oder mir genauso zugänglich, auch wenn ich die Dinge nicht mit ganz so ästhetischem Blick betrachte wie er, kann ich sehr wohl die Schönheit einer Blume erfassen. Gleichzeitig erkenne ich aber viel mehr in der Blume als er. Zum Beispiel stelle ich mir die Zellen darin vor, die komplizierten Vorgänge und Abläufe in der Blüte, die den Duft erzeugen. Es gibt eben mehr als die Schönheit auf der Ebene von Zentimetern, es gibt auch Schönheit in kleineren Dimensionen, in der inneren Struktur und in den Prozessen die darin ablaufen. Die Tatsache, dass die Farbenpracht der Blumen evolviert ist, um Insekten anzuziehen, bedeutet, dass Insekten diese Farben erkennen können. Das führt zur nächsten Frage: haben niedere Lebensformen ebenfalls einen Sinn für Ästhetik? Warum ist eine Blume überhaupt ästhetisch? Plötzlich entstehen viele weitere interessante Fragen, die die Wissenschaft uns erklären hilft, und so die Ehrfurcht für, und das Mysterium um die Blume nur steigern.

Wissenschaft fügt hinzu; ich sehe nicht, wie sie der Schönheit einer Blume etwas nimmt.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.


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