Initiative Gebetshaus

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Magdalena61
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Magdalena61 » Do 18. Sep 2014, 23:57

Ja, das denke ich auch.

Vorhin, als ich die Nachrichten durchsah, stieß ich auf den Artikel bei spiegel.online, der ist von Donnerstag, 18. September... da wird ein Mann, ein Journalist, ein Zivilist, seit etwa zwei Jahren von der IS festgehalten und hat jetzt aktuell mehr als genug Grund, um sein Leben zu bangen.
Das hier sind seine Worte:
Der Mann wirft den Regierungen der USA und Großbritanniens vor, sie hätten ihn und die anderen Geiseln im Stich gelassen, weil sie sich weigerten mit den Entführern zu verhandeln.
spiegel.online
So sehe ich das auch.
Die USA und Großbritannien weigern sich, im Gegensatz zu anderen Ländern, ihre Staatsbürger freizukaufen.

Man kann die Entscheidung der Regierungen nachvollziehen.

Aber hier geht es konkret um Menschen, die sich in der Gewalt der Terroristen befinden und nicht verantwortlich sind für die politische Situation und für die- in meinen Augen knallharte- Haltung ihrer Regierungen. Sie haben sich nicht leichtfertig in diese Lage gebracht. Journalisten machen normalerweise ihren Job und David Haines, der von der IS zuletzt auf diese entsetzliche Weise getötet wurde, war im Land, weil er syrischen Flüchtlingen helfen wollte. Er hatte Familie. Die anderen auch.

Es wäre anders, wenn die Geiseln ENTGEGEN eindringlicher Warnungen in diese Länder gereist wären. Vor zwei Jahren hörte man aber noch nichts von "IS".

Eine Woche Wartezeit ist zu lang für John Cantlie, hier ruft ein Mensch um Hilfe-- ich weiß nicht, was wir konkret für ihn tun können außer Gott hinein zu beten in die Situation, vehement.
LG

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Rembremerding
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Rembremerding » Sa 7. Jan 2017, 19:55

Zur Zeit ist in Augsburg die ökumenische MEHR-Konferenz. Sie wird vom Gebetshaus Augsburg organisiert.
2017 sind 10000 Gläubige aus ganz Europa aller Konfessionen dort zusammengekommen (2015: 4500; 2016: 7000).
Viele junge Leute, viele Familien. Lobpreis über 2 Stunden und das bei vollem Saal!
Vielleicht ist 2018 beim 10jährigen von Euch jemand dabei.
Hier ein Video von 2016:




MEHR 2017 auf Twitter:
https://twitter.com/Gebetshaus/status/817495288734687233

Beten wir dafür, dass viele Menschen im Hl. Geist tiefer den Herrn lieben lernen und möge Gott die Veranstaltung segnen.
"Der Tag ist nicht mehr fern, an dem die Menschheit zwischen Selbstmord und Anbetung wählen kann”
(Pierre Teilhard de Chardin).
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Andreas
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Andreas » Sa 7. Jan 2017, 20:40

Ich stelle mich ungern zwischen die "bibeltreuen" Christen der Evangelischen Allianz. Ich bin der Meinung, dass die anderen Christen sich besser von diesem christlichen Ableger distanzieren und darauf achten sollten, sich nicht von ihnen unterwandern zu lassen. Es geht mir dabei nicht darum, den "Bibeltreuen" ihren Glauben abzusprechen sondern darum, dass die "anderen" Christen ihr Profil schärfen. Damit hätten sie schon alle Hände voll zu tun und das scheint mir bitter nötig. Das ist meine persönliche Meinung dazu, die allerdings nur von wenigen geteilt wird.

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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Pluto » So 8. Jan 2017, 09:16

Rembremerding hat geschrieben:Zur Zeit ist in Augsburg die ökumenische MEHR-Konferenz. Sie wird vom Gebetshaus Augsburg organisiert.
2017 sind 10000 Gläubige aus ganz Europa aller Konfessionen dort zusammengekommen (2015: 4500; 2016: 7000).
Wow! So viele? :o

Das wäre eine wundervolle Gelegenheit, die Kraft des Gebets unter klar definierten Bedingungen zu testen.
Was hältst du von diesem Vorschlag?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Rembremerding
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Rembremerding » So 8. Jan 2017, 09:29

Pluto hat geschrieben:
Rembremerding hat geschrieben:Zur Zeit ist in Augsburg die ökumenische MEHR-Konferenz. Sie wird vom Gebetshaus Augsburg organisiert.
2017 sind 10000 Gläubige aus ganz Europa aller Konfessionen dort zusammengekommen (2015: 4500; 2016: 7000).
Wow! So viele? :o

Das wäre eine wundervolle Gelegenheit, die Kraft des Gebets unter klar definierten Bedingungen zu testen.
Was hältst du von diesem Vorschlag?

Der Test war schon erfolgreich. Auf dem Gelände neben dem Gebetshaus entsteht ab 2017 ein Zentrum für Neuevangelisation, unter anderem mit einem Vortragssaal für 1000 Zuhörer. Der "Mission Campus" wird mit 0 Euro begonnen und ist ohne irgendwelche Zuschüsse allein durch Spenden finanziert, von Menschen, die aus Liebe zum Herrn ihm ein Opfer darbringen. "Gott wird sich darum sorgen", so Johannes Hartl. Ziel wird sein, dort für die kommenden Generationen "betende Leiter" in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auszubilden.

Das Gebetshaus ist überkonfessionell, wird aber die Unterschiede nicht wegwischen. "Die Liebe akzeptiert den anderen, wie er ist und glaubt", so der Leiter des Gebetshauses Johannes Hartl, ein katholischer Theologe.
Wer mehr über das Projekt erfahren will, hier:
http://mission-campus.de/
"Der Tag ist nicht mehr fern, an dem die Menschheit zwischen Selbstmord und Anbetung wählen kann”
(Pierre Teilhard de Chardin).
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Pluto » So 8. Jan 2017, 11:06

Rembremerding hat geschrieben:Der Test war schon erfolgreich.
Und kann man den Bericht einsehen?
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Rembremerding » Mo 29. Mai 2017, 06:53

Das Gebetshaus Augsburg feiert sein 10jähriges! :thumbup:

Hier eine Videobotschaft von Johannes, Leiter des Gebetshauses:





Seit 5 Jahren wird dort rund um die Uhr gebetet!

Servus :wave:
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Novalis
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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Novalis » Di 30. Mai 2017, 08:14

Rembremerding hat geschrieben:Das Gebetshaus ist überkonfessionell, wird aber die Unterschiede nicht wegwischen. "Die Liebe akzeptiert den anderen, wie er ist und glaubt", so der Leiter des Gebetshauses Johannes Hartl, ein katholischer Theologe.Wer mehr über das Projekt erfahren will, hier: http://mission-campus.de/


Johannes Hartl ist ein sehr intelligenter, eloquenter Theologe mit dem Herzen am rechten Fleck, soweit ich das sagen kann. Ich habe vor einer Weile mit großem Interesse eine Predigt von ihm gehört. Das gehörte zum Besten, was ich bisher im deutschsprachigen Raum gehört habe. Allerdings verstehe ich nicht ganz, weshalb er eine Predigt gegen Richard Rohr, David Steindl-Rast, Rob Bell und Ken Wilber gehalten hat (unter dem Titel "Moderne Irrlehren entlarven - Teil 1/2: »Zeugnis für die Wahrheit«" ) allerdings muss man dazu sagen, dass er offen zugibt einige Bücher von Richard Rohr mit Freude gelesen zu haben. Das heißt, seine Kritik ist differenziert und nicht so einseitig. Er kann zugeben, dass Richard einige wertvolle Gedanken von sich gegeben hat. Wenn er jemanden kritisiert, dann kann man sich sicher sein, dass Hartl sich tatsächlich mit den Gedanken der Personen beschäftigt hat, er plappert nicht nur irgendetwas nach.

Meiner Ansicht nach, ist Rohr ein hervorragender Theologe und Mystiker unsrer Zeit, der noch lange über seine Lebenszeit hinaus gelesen werden wird (vorallem sein Meisterwerk The Divine Dance: The Trinity and your Transformation, das seine gesammelte Lebensweisheit enthält).

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Er gründet inhaltlich alle seine Bücher auf der franziskanischen Spiritualität und das einfach in eine zeitgemäße Sprache übersetzt (die er als The Fransiscan Alternative Orthodoxy bezeichnet).

The alternative orthodoxy is a phrase that the Franciscan tradition has applied to itself. At its core, the alternative orthodoxy is an “orthopraxy” believing that lifestyle and practice are much more important than mere verbal orthodoxy. Life is more important than doctrine. (Prius vita quam doctrina, says Thomas Aquinas, Summa Theologica, “De Anima”, II, 37.)



Mir ist es ein Rätsel, wo Hartl da eine Irrlehre wittert, aber ich bin ja auch kein katholischer Theologe :lol: Ken Wilber ist nicht ganz grundlos einer der einflussreichsten modernen Philosophen und David Steindl-Rast hat sich für den interreligiösen Dialog stark gemacht. Wenn das schon ausreicht, um ein Irrlehrer zu sein, dann müsste auch Thomas Merton ein Irrlehrer sein. Oder Papst Franziskus, der in seiner Amerika-Rede offen sagte, dass er Thomas Merton für einen der größten Amerikaner hält. Thomas Merton hat sich sehr intensiv mit dem Buddhismus beschäftigt und war sogar persönlich mit dem Dalai Lama befreundet....

Bild

Das zeigt sehr schön, dass man in gegenseitigem Respekt und Interesse miteinander befreundet sein kann ohne sich im Sinne der eigenen Mentalität umerziehen zu müssen. In diesem gelebten Beispiel der Liebe und Freundschaft erkenne ich Christus. Denn "es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt" (Johannes 15:7-17).Es kann gut sein, dass diese Begegnung mit Merton den Dalai Lama dazu inspirierte über die religiösen Grenzen des Buddhismus hinaus zu denken, wie es in diesen Worten sichtbar wird:

Sie (die Religion) braucht keine Tempel, keine komplizierte Philosophie. Unser Gehirn und unser Herz sind unser Tempel. Die Philosophie ist Freundlichkeit. - Dalai Lama.


Das ist sehr jesuanisch gedacht :wave: hier besuchte der Dalai Lama die Beerdigung von Thomas Merton, um seinen Freund zu verabschieden:

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Zuletzt geändert von Novalis am Di 30. Mai 2017, 11:34, insgesamt 1-mal geändert.
Ernst Jünger: Der Waldgang|„Auf alle Fälle führt die Hoffnung weiter als die Furcht“ ~ Ernst Jünger

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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Novalis » Di 30. Mai 2017, 09:09

Andreas hat geschrieben:Es geht mir dabei nicht darum, den "Bibeltreuen" ihren Glauben abzusprechen sondern darum, dass die "anderen" Christen ihr Profil schärfen. Damit hätten sie schon alle Hände voll zu tun und das scheint mir bitter nötig. Das ist meine persönliche Meinung dazu, die allerdings nur von wenigen geteilt wird.



Aber klar doch. Religion sollte man immer kritisch betrachten, denn nichts bewegt die menschlichen Herzen so sehr: sowohl zum Besten und Edelsten, als auch zum Schlechtesten. Der Name des vielleicht größten und mit Abstand erfolgreichsten Religionskritikers aller Zeiten lautet Jesus Christus :thumbup: wir sollten nie vergessen, dass es sehr fromme und religiöse Menschen waren, die Christus verleugnet, verraten, verkauft und ans Kreuz geschlagen haben. Sogar mit den besten Absichten. Und ebenso war es ein Atheist und Heide, ein römischer Hauptmann, der am Ende sagte: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen.“ (Mk 15,39) also beleidige mir niemand die "Atheisten", "Römer" und "Heiden", die am Ende vielleicht zu einer höheren Einsicht gelangen, als wir alle zusammen! Viele Christen scheinen auch zu vergessen, dass Jesus bis zum Ende seines Lebens immer ein gläubiger Jude war. Er studierte seine jüdische Religion und zitierte ganz bewusst aus ihren Heiligen Schriften.

Dabei fällt auf, dass es eine spezifisch "jesuanische Lesart" gibt, denn er betonte vorallem jene Stellen, welche die Barmherzigkeit, Liebe und Güte des Schöpfers thematisieren, während er die strafenden, finsteren Stellen vernachlässigte oder sogar vollkommen ignorierte. Es lässt sich inhaltlich nachweisen, dass er beispielsweise eine besondere Vorliebe für den Propheten Jesaja hatte, der die Vision eines Friedensreiches verkündigte (in Anlehnung daran wird Jesus dann als Friedensfürst bezeichnet und in seiner Bergpredigt sagt er: „Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen“ (Matthäus 5,9). Das sagt sehr viel über sein theologisches Verständnis aus. Jesus ritt nicht auf einem stolzen Pferd in Jerusalem ein, sondern ganz demütig auf einem Esel, womit er wohl sagen wollte, dass er gekommen ist, um diese Vision vom Friedensreich zu erfüllen, denn der Esel gilt als Symboltier des Friedens (Gen 42,26 f EU; Gen 22,3; 1 EU 1 Sam 16,20 EU; 2 Sam 19,26 EU; Neh 13,15 EU)

Mit dem Auffinden des Esels erfüllt sich die Vorhersage von Sach 9,9: «Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem Jungen einer Eselin.» Der eschatologische Friedenskönig kommt auf einem noch unberittenen Fohlen. Das Gegenbild und der Hintergrund zu diesem Vers ist der hellenistische Kriegskönig, der auf einem Pferd und begleitet von seinem Heer umherzieht. Die Pferde und die Streitwagen sind Ausdruck des politischen Hochmuts (vgl. Jes 2,7) und stehen in der Tradition der prophetischen Kritik (vgl. Hag 2,22). Der Esel hingegen ist zu jener Zeit das Reittier der Richter (vgl. Ri 10,4; 12,14) und symbolisiert die drei Eigenschaften Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft und Demut, die den politischen Herrschern fehlten

http://www.bibelwerk.ch/d/m68821


Trotzdem treten Christen immer wieder sehr hochmütig und triumphalistisch auf, ganz im Gegensatz zu dem Vorbild Jesu. Das erkläre mir mal einer, wie man das miteinander vereinbaren kann, ohne Kopfschmerzen zu bekommen, angesichts dieser sehr beträchtlichen kognitiven Dissonanz :lol: Der Triumphalist vertritt die "theologia gloriae" (Herrlichkeits-Theologie) im Gegensatz zur "theologia crucis" (Kreuzes-Theologie).
Ernst Jünger: Der Waldgang|„Auf alle Fälle führt die Hoffnung weiter als die Furcht“ ~ Ernst Jünger

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Re: Initiative Gebetshaus

Beitragvon Rembremerding » Do 23. Nov 2017, 19:34

Heute wieder Livestream aus dem Gebetshaus mit Lobpreismusik.
https://gebetshaus.org/gebetshaus/gebetsraum/livestream/
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(Pierre Teilhard de Chardin).
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