Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Politik und Weltgeschehen
closs
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#101 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von closs » Fr 27. Feb 2015, 17:56

Scrypt0n hat geschrieben:Genau so wenig kennt?
Geh mal ins AT/Torah: Da ist Gott sowohl geistiger als auch säkularer Souverän - wie auch im Islam.

Pluto
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#102 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von Pluto » Fr 27. Feb 2015, 19:17

closs hat geschrieben:Geh mal ins AT/Torah: Da ist Gott sowohl geistiger als auch säkularer Souverän - wie auch im Islam.
Richtig. Das ist ein eisenzeitliches Relikt des Glaubens. Angehörige jüdischen und christlichen Glaubens haben es erkannt.... Markus 12,17

Das ist genau das Gebiet auf dem der Islam DRINGEND Modernisierungsbedarf hat, um kompatibel zu werden, mit dem europäischen Verständnis von Demokratie, Meinungs- und Religionsfreiheit.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

closs
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#103 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von closs » Fr 27. Feb 2015, 19:22

Pluto hat geschrieben:Das ist genau das Gebiet auf dem der Islam DRINGEND Modernisierungsbedarf hat, um kompatibel zu werden
Meine Frage war: Hat das Judentum diesen Modernisierungs-Bedarf INNERHALB seiner heiligen Schriften befriedigt? Wenn nein, steht das Judentum diesbezüglich rein formal auf der Stufe des Islam.

Oder hat sich das Judentum evolutioniert (was ich vermute) - dann muss man das aber auch den islamischen Strömungen zugestehen, die eben dies ja bereits für sich beanspruchen. - Entweder oder.

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#104 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von Pluto » Fr 27. Feb 2015, 19:35

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Das ist genau das Gebiet auf dem der Islam DRINGEND Modernisierungsbedarf hat, um kompatibel zu werden
Meine Frage war: Hat das Judentum diesen Modernisierungs-Bedarf INNERHALB seiner heiligen Schriften befriedigt? Wenn nein, steht das Judentum diesbezüglich rein formal auf der Stufe des Islam.
Nach den vielen Verfolgungen und Pogromen der Geschichte, wäre es unfair, den Juden eine solche Lernunfähigkeit zu unterstellen.
Außerdem ist das Judentum, im Gegensatz zum Islam keine missionarische Religion. Juden haben eigene Regeln und Gewohnheiten, wollen diese Regeln aber Niemanden auferlegen.

Das macht das Judentum aus meiner Sicht eine der sympathischsten Religionen auf der Welt.
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#105 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von closs » Fr 27. Feb 2015, 19:52

Pluto hat geschrieben:Nach den vielen Verfolgungen und Pogromen der Geschichte, wäre es unfair, den Juden eine solche Lernunfähigkeit zu unterstellen.
Würde ich auch nie tun - ich bin sogar vom Gegenteil überzeugt. - Aber warum gesteht man es apodiktisch dem Islam bzw. Teilen davon nicht zu?

Man würde (zu Recht) beim Judentum nie verlauten, es sei "verwässert", weil es den Religions-Staat ablehnt. - Bei moslemischen Strömungen tut man es.

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sven23
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#106 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von sven23 » Fr 27. Feb 2015, 20:25

Der IS macht auch vor der Zerstörung von Kunstwerken im Irak nicht halt, weil Mohammed auch Götzenbilder zerstört hat. Man empfindet also jahrtausende alte Statuen als Bedrohung für den Glauben. Es zeigt sich ein ähnliches Muster wie bei den Taliban in Afghanistan. Wann wird dieser religiöse Wahn endlich gestoppt?

http://www.heute.de/terrormiliz-islamis ... 43246.html
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell

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#107 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von Pluto » Fr 27. Feb 2015, 21:05

closs hat geschrieben: Aber warum gesteht man es apodiktisch dem Islam bzw. Teilen davon nicht zu?
Aus unterschiedlichen Gründen...
- Die Biografie des Propheten
- Die Aussagen des Korans und der Sunnah, dass kein Gesetz über der Scharia stehen darf.
- Der Obskurantismus in den islamischen Staaten von Heute.
- ...

closs hat geschrieben:Man würde (zu Recht) beim Judentum nie verlauten, es sei "verwässert", weil es den Religions-Staat ablehnt. - Bei moslemischen Strömungen tut man es.
Weil es nicht nur heute so rüber kommt, sondern auch durch das Leben Mohammeds dokumentiert ist.
Schau dir z. Bsp. die Gründe an, warum im Museum von Mosul in den letzten Tagen jahrtausende alte Kunstgegenstände zerschlagen wurden. Der IS verwendet das in ihrem Propaganda-Feldzug.
sven23 hat geschrieben:Der IS macht auch vor der Zerstörung von Kunstwerken im Irak nicht halt, weil Mohammed auch Götzenbilder zerstört hat. Man empfindet also jahrtausende alte Statuen als Bedrohung für den Glauben. Es zeigt sich ein ähnliches Muster wie bei den Taliban in Afghanistan. Wann wird dieser religiöse Wahn endlich gestoppt?
Ich denke hinter diesem "Wahn" steckt ein tieferer Grund:
Die Anführer haben Angst und sind verunsichert vor den Bildnissen alter Götter, diese könnten irgendwie dem Islam bedrohlich werden; darum müssen sie vernichtet werden.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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#108 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von closs » Fr 27. Feb 2015, 21:15

Pluto hat geschrieben:Aus unterschiedlichen Gründen...
Trotzdem willkürlich - moderate Moslems könnten dafür Lösungen haben.

Pluto hat geschrieben:Schau dir z. Bsp. die Gründe an, warum im Museum von Mosul in den letzten Tagen jahrtausende alte Kunstgegenstände zerschlagen wurden.
Weil die IS eine terroristische Interpretation des Islam vorzieht.

Pluto hat geschrieben:Die Anführer haben Angst und sind verunsichert vor den Bildnissen alter Götter, diese könnten irgendwie dem Islam bedrohlich werden
Natürlich. - Ähnliches haben Protestanten im 16. Jh gemacht ("Bildersturm") - man hat damit seine eigene Identität unterstrichen - psychologisch normal. - Siehe auch Bücherverbrennung im 3. Reich.

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#109 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von Pluto » Fr 27. Feb 2015, 21:32

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Aus unterschiedlichen Gründen...
Trotzdem willkürlich - moderate Moslems könnten dafür Lösungen haben.
Wie oft muss man sagen, dass die friedfertigen Moslems die man in Detschland antrifft, nicht repräsentativ für den Islam sind?
Da muss eine radikale Veränderung der Ansichten stattfinde.
Darin kann vielleicht der moderate Islam eine gewichtige Rolle spielen.

closs hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:Schau dir z. Bsp. die Gründe an, warum im Museum von Mosul in den letzten Tagen jahrtausende alte Kunstgegenstände zerschlagen wurden.
Weil die IS eine terroristische Interpretation des Islam vorzieht.
Das glaube ich nicht einmal, denn ihr Anführer ist immerhin Dr. der Theologie und ihre Lebensweise folgt exakt dem Leben des Propheten.

closs hat geschrieben:Ähnliches haben Protestanten im 16. Jh gemacht ("Bildersturm") - man hat damit seine eigene Identität unterstrichen - psychologisch normal. - Siehe auch Bücherverbrennung im 3. Reich.
Meine Rede.
Dahinter stecken in beiden Fällen falsch verstandene religiöse Motive. Die Menschen in Europa haben sich gewandelt.

Dieser Wandel steht dem Islam noch bevor.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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#110 Re: Religionsmissbrauch- Im Namen eines Gottes

Beitrag von closs » Fr 27. Feb 2015, 21:39

Pluto hat geschrieben:Wie oft muss man sagen, dass die friedfertigen Moslems die man in Detschland antrifft, nicht repräsentativ für den Islam sind?
Wie oft muss man sagen, dass es DEN Islam nicht gibt - es gibt nichts, was über 1500 Jahre bei uns die RKK war (also ein Maßstab).

Pluto hat geschrieben:denn ihr Anführer ist immerhin Dr. der Theologie
Solche Leute gibt es bei anderen Strömungen auch.

Pluto hat geschrieben:Dieser Wandel steht dem Islam noch bevor.
Richtig - sie sind schätzungsweise 500 Jahre hintendran - was übrigens in etwa passt: Mohamed war gut 500 Jahre später als Jesus.

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