Die Sintflut hat es nie gegeben

Samantha

#261 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von Samantha » So 16. Feb 2014, 15:32

Noah's Söhne waren zwar mit Frauen zusammen, die nicht mit ihnen verwandt waren, aber deren Kinder waren alle miteinander verwandt.
Hatte Noah tatsächlich nur 3 Söhne, wo er doch so alt wurde? Gab es denn keine Töchter? Dann waren die 2. Eltern unserer Menschheit nicht besonders fruchtbar.

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sven23
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#262 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von sven23 » So 16. Feb 2014, 16:25

Naqual hat geschrieben: Da Noah seine Kinder mitnahm und diese mit ihren Frauen, liegt keine Inzucht vor, da die Frauen der Kinder nicht mit Schwiegerpapa Noah verwandt sein müssen.

Tja, und wie gings dann weiter?
Noah mit seinen Schwiegertöchtern? Die Kinder wären untereinander wieder blutsverwandt, ebenso die Kinder seiner Söhne, aber die Schwiegertöchter sind eigentlich auch tabu.

3.Mose 18, 15
Du sollst die Scham deiner Schwiegertochter nicht entblößen, denn sie ist die Frau deines Sohnes; du sollst ihre Scham nicht entblößen.


3.Mose 18, 6-17
6 Niemand soll sich irgendeiner seiner Blutsverwandten nahen, um ihre Scham zu entblößen1; ich bin der Herr!


Wenn man den Reset mit 8 Leuten beginnen will, kommt man zwangläufig um Inzest und Inzucht nicht herum.

Im übrigen bei den Tieren das gleiche Problem. Inzucht wäre hier völlig unvermeidlich gewesen.

Ps. Daß wir uns nicht mißverstehen. Diese Einwände will ich vor allem den wortwörtlichen mit auf den Weg geben. ;)
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Naqual
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#263 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von Naqual » So 16. Feb 2014, 17:03

sven23 hat geschrieben:
Naqual hat geschrieben: Da Noah seine Kinder mitnahm und diese mit ihren Frauen, liegt keine Inzucht vor, da die Frauen der Kinder nicht mit Schwiegerpapa Noah verwandt sein müssen.
Tja, und wie gings dann weiter?
Noah mit seinen Schwiegertöchtern? Die Kinder wären untereinander wieder blutsverwandt, ebenso die Kinder seiner Söhne, aber die Schwiegertöchter sind eigentlich auch tabu.
Wieso Noah, Noah ist das arme Schwein in dem ganzen Spiel. Da gibt es eine legale Vielehe und ER kann mangels passendem Angebot nicht, da er mit allen Abkömmlingen in gerader Linie blutsverwandt ist. :devil:

Der Begriff "blutsverwandt" ist in der Diskussion irreführend. Letztlich wäre dann ganz Europa inzestiös praktizierend. Man muss nur Jahrhunderte zurückgehen. Es geht schon auch um den Grad der Blutsverwandtschaft, hier insbesondere ab welchem er im AT als Sünde betrachtet wurde.
Die Enkelkinder des Noahs sind selbst aus heutiger Sicht verheiratbar. Jedenfalls als Cousin und Cousine. So das BGB.
Kennst Du eine Möglichkeit die Hochzeiten nach dem AT zu verbieten, sofern sich Cousin und Cousine heiraten (und damit ohne gleiche Eltern oder Schwiegereltern sind)?

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#264 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von 2Lena » So 16. Feb 2014, 18:52

Noah heißt Ruhe, zur Ruhe kommen.
Seine "Kinder" Sem, Ham und Japhet:
Dort (sem/ sam) erwärmt man sich (ham) und es wird schön (japhet).

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Scrypton
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#265 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von Scrypton » So 16. Feb 2014, 19:57

Manche alten Geschichten wiederholen sich eben immer, Dinge aus der Bibel findet man im Gilgamesh-Epos (biblischer Schöpfungsmythos, Sintflut (Diese Geschichte erzählt von einer großen von Gott befohlenen Flut, einer Arche mit geretteten Tieren und sogar die Freilassung und Wiederkehr einer Taube)) oder im Totenbuch der Ägypter (Jüngstes Gericht, 10 Gebote usw.), die Qumram-Rollen, 250 vor Christus erzählen die Gleichnisse Jesu zum Teil im Wortlaut, also was soll das Ganze.

Die Geschichte mit der Arche wird von der Mehrheit der Theologen heute als Mythos angesehen, der verdeutlichen soll, dass Gott die Menschen nicht vernichten will sondern seine Schöpfung unter dem Friedenszeichen des Regenbogens bewahren will. Weitere Friedenszeichen: die Taube und der Ölzweig. Deshalb der neue Bund nach der Sintflut. Der historische Gehalt der Geschichte der Arche Noah ist zweitrangig und nicht als real gegeben.

Übrigens: Die alten Ägypter zelebrierten die Zeit nach dem jährlichen Monsunregen und nannten das Fest "Argha-Noa". Mit diesem Fest wurde die große Flut gefeiert, welche die alte Welt wegspült, neues Leben brachte und somit Ägypten "wiederauferstehen" lies. Stets zur Zeit der Flut, war der Mond am Himmel als Sichel mit den Enden nach oben gerichtet zu sehen, so dass er aussah wie ein schwimmendes Boot. Im Laufe der Zeit wurde der Mond in dieser Form und in dieser Stellung bekannt als Argha-Noa.

Aber mal im Ernst: Wer kann diese Legende wirklich für real halten?
Pinguine brauchen andere Raumtemperaturen wie beispielsweise Löwen - und beide brauchen andere Raumtemperaturen wie beispielsweise Hirsche. Viele viele unterschiedliche, auf jede Art, jede Spezies abgestimmte Raumtemperatur muss gegeben sein.
Und ja, alle diese brauchen auch spezielle Nahrung und zwar sehr sehr viel davon bei einer so langen Reise. Da ist Noah wohl auch auf Große Jagd gegangen vorher? Dieser ausgefuchste Zoologe.
Noah der astreine Zoologe war natürlich auch ein spitze Architekt, ein herausragender Schiffsbauer, ausgezeichnet im Baumfällen und in der Holzverarbeitung und konnte viele hundert Arbeiter ersetzen.
Der gute Noah hat also im Alter von gewagten 600 Jahren mit Weib und drei Söhnen auf göttliche Weisung ein Holzschiff gebaut, in dem hunderttausende von Tier- und Pflanzenarten Platz fanden. Ein Bauvolumen von geschätzten 40.000 - 50.000 m³ Holz bei hohen Deckenlasten muss notwendig gewesen sein. Der Bau hat für Noah aber trotzdem nur wenig Zeit gedauert. Allein Fällen, Transportieren und Zuschneiden von ~25.000 harten Zedern mit Äxten hätte Noahs mehrhundertjähriges Leben (*grins*) komplett ausgefüllt. Natürlich hatte die Arche auch genügend Vorräte in unzähligen Variationen und Trinkwasser für die Tiere und Menschen um auf See zu überstehen. Salzwasser, Skorbut, Fäulnis, Vitaminmangel, Pilz- und Bakterienbefall hat Gott im göttlichen Urmeer aber verboten, da man notwendige Vorräte weder frisch halten noch nachzüchten konnte. Und er hat dafür gesorgt, das die großen starken Tiere nicht ihre Holzverschläge zerlegten.

Die Koalas in der Arche haben von Noah nur frischen Eukalyptus bekommen und die Pandas nur frischen Bambus. Bei einer Lagerung über 3 Tage wird dieses Futter jedoch ungenießbar und die Tiere verhungern. Beides ist auf dem Meer nicht vorhanden und wurde täglich von Noah-Airlines direkt aus den Tropen eingeflogen zusammen mit dem speziellen Futter für andere schwer zu haltende Tiere, wie etwa viele Affen, die nur von tropischen Früchten und Nüssen leben.

Die großen Raubtiere wie Löwe, diverse Tiger und Säbelzahnkatzen, Panther, diverse Leoparden, Geparde, Pumas, diverse Krokodilarten, Alligatoren, Warane, Eisbär, tasmanischer Teufel, Wölfe usw. haben jeden Tag mindestens eine halbe Tonne Frischfleisch gebraucht (je nach Alter und Menge der Tiere auch sehr viel mehr) und haben nach der Sintflut nicht etwa begonnen, die noch existierenden zwei Exemplare der Grasfresser einer Art aufzufressen, sondern weit über 10 Generationen auf ausreichenden Nachwuchs als Jagdbeute gewartet und auf dem Heimweg durch salzige Schlammwüsten göttlichen Kohldampf geschoben. Smile

AndyS. meint sicher, es hätte bis nach der Sintflut nur Pflanzenfresser gegeben. Danach hat Gott ihnen neue Gebisse, Verdauungsapparate, Instinkte und Stoffwechsel gegeben und somit neu geschaffen. Wieso er dabei die fossilen Fleischfresser der Dinosaurier übersehen hat, ist eines der vielen Rätsel des "Intelligent Design". Gleichfalls hat Gott nach der Sintflut die Mehrzahl der Pflanzen und alle Süßwassertiere neu erschaffen, nur ganz wenige Samen überstehen eine längere Lagerung im Salzwasser. Über diese zweite Schöpfungsgeschichte schweigt sich die Bibel aus, sie wäre dringend zu berichtigen.

Man könnte den Sintflut-Mythos auch als ein lokales anstelle eines globalen Ereignis verstehen:
Die Kapitel vor der Sintflut handeln ebenso wie die darauf folgenden alle eindeutig im Nahen Osten. Auch die Sintflut war lokal begrenzt, darum strandete die Arche mehr oder weniger in derselben Gegend, im Ararat-Gebirge (hebräisch harim, nicht auf dem Berg Ararat, der erst von den Europäern so genannt wurde). Und so erklärt sich, warum Noah eine Taube losschickte um zu erkunden, ob sein Herkunftsgebiet wieder trocken sei - Tauben erforschen nicht den ganzen Globus, sondern fliegen in ihr Heimatland zurück. Das Ararat-Gebirge ist also sogar weit mehr als nur ein biblischer Hinweis, dass es sich nur lokal abgespielt haben kann.
Abgesehen davon - sofern es sich ÜBERHAUPT um einen Tatsachenbericht handelt (der dann lokal zu verstehen wäre) - würde erst dann etwas dagegen sprechen, wenn es ein weig abgelegeneres Gebirte gewesen wäre.

Das Wasser stand beim Höhepunkt der Flut 15 Ellen über "allen hohen Bergen" - das kann sich nur auf die lokalen Erhebungen von Noahs Wohngebiet beziehen und niemals auf die "höchsten Berge der Erde", die außerdem nicht alle gleich hoch sind. Noch dazu war die Arche schon gut drei Monate lang im Ararat-Gebirge gestrandet, bevor diese "Bergspitzen" auftauchten, 1.Mose 8, 4-6 das macht nur lokal gesehen Sinn.

Vor allem aber würden, wenn eine einmalige Flut alles aufgewühlt und überschwemmt hätte, die versteinerten Pflanzen- und Tierreste in völligstem, nur vom Schwergewicht bis zu gewissem Grade beeinflußten Durcheinander der Arten und Gattungen daliegen, während sie in Wahrheit eine stets den jeweilig übereinanderliegenden Schichten entsprechende, genau geordnete, stufenmäßige Steigerung ihrer "Organisation" aufweisen.
Es gibt keinen archäologischen, panthäologischen oder geologischen Fund, der auch nur entfernt auf eine globale Überschwmmung hinweisen würde - wobei die Hinweise überwältigend wären, würde es der Tatsache entsprechen.
Unabhängig davon wiederum sprechen auch die historischen Aufzeichnungen vieler (und voneinander unabhängiger) Völker wie die der alten Ägypter, die asiatischen Dynastien usw. dagegen, welche zu keiner der für die Sintflut behaupteten Zeiträume eine Lücke aufweisen oder von einem solchen Ereignis erfahren haben.

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sven23
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#266 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von sven23 » Mo 17. Feb 2014, 07:02

Naqual hat geschrieben:Kennst Du eine Möglichkeit die Hochzeiten nach dem AT zu verbieten, sofern sich Cousin und Cousine heiraten (und damit ohne gleiche Eltern oder Schwiegereltern sind)?

Kommt drauf an, wie man Blutsverwandschaft definiert. Der europäische Adel hat das ja über Jahrhunderte praktiziert. ;)
Aber trotz allem war es kein wirklich guter Plan, die Schöpfung 2.0 mit nur 8 Leuten zu beginnen, auch nicht in der Theorie.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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#267 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von closs » Mo 17. Feb 2014, 07:19

Darkside hat geschrieben:Wer kann diese Legende wirklich für real halten?
Du meinst mit "real" wahrscheinlich "historisch" - ich verstehe unter "Realität" das, was auch ohne Beobachter "ist". - Das sind zwei unterschiedliche Dinge. - Konkret:

Die geistige Realität, für die die Arche-Geschichte steht, gibt es - die Arche-Geschichte muss deshalb nicht historisch sein (ist es nach meiner Auffassung auch nicht).

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sven23
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#268 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von sven23 » Mo 17. Feb 2014, 09:35

closs hat geschrieben:
Darkside hat geschrieben:Wer kann diese Legende wirklich für real halten?
Du meinst mit "real" wahrscheinlich "historisch" - ich verstehe unter "Realität" das, was auch ohne Beobachter "ist". - Das sind zwei unterschiedliche Dinge. - Konkret:

Die geistige Realität, für die die Arche-Geschichte steht, gibt es - die Arche-Geschichte muss deshalb nicht historisch sein (ist es nach meiner Auffassung auch nicht).

Und was ist die "geistige Realität"?
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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#269 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von Salome23 » Mo 17. Feb 2014, 09:55

sven23 hat geschrieben: Und was ist die "geistige Realität"?
Clösschen benützt immer wieder das Wort geistig, wenn er eigentlich "spirituell"(geistlich) meint...
8-)

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#270 Re: Die Sintflut hat es nie gegeben

Beitrag von Scrypton » Mo 17. Feb 2014, 10:27

sven23 hat geschrieben:
closs hat geschrieben:
Darkside hat geschrieben:Wer kann diese Legende wirklich für real halten?
Du meinst mit "real" wahrscheinlich "historisch" - ich verstehe unter "Realität" das, was auch ohne Beobachter "ist". - Das sind zwei unterschiedliche Dinge. - Konkret:

Die geistige Realität, für die die Arche-Geschichte steht, gibt es - die Arche-Geschichte muss deshalb nicht historisch sein (ist es nach meiner Auffassung auch nicht).

Und was ist die "geistige Realität"?
Unabhängig davon zeigt sich einmal mehr, welch irrationales Bild unser Kurt von der "Wirklichkeit" (Realität) hat.
Denn so oder so; die Geschichte mit Noah und seinen Tieren in der Arche entspricht eben nicht der Wirklichkeit.

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