Alles Teufelszeug? VII

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Pluto
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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Pluto » Mi 13. Sep 2017, 10:34

2Lena hat geschrieben:Was denkst du, für was die vielen Bibelseiten da sind?
2Lena hat geschrieben:Müneki, an wen soll ich solche Fragen denn richten?
Ich denke, es lag vielleicht am Mitteilungsbedürnis der damals schreibfähigen Minderheit.
Glücklicherweise ist die Schrift erhalten, sodass wir heute Einblick erhalten in die Denkweise der damaligen Menschen erhalten.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

Roland
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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Roland » Mi 13. Sep 2017, 12:18

Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Es ging hier um Bibelexegese. Ich kann apologetisch Bibelforschung betreiben oder methodisch-atheistisch. Und die Ergebnisse werden sich stark unterscheiden!
Vielleicht solltest du es neutral und unvoreingenommen probieren?
Ich plädiere schon lange dafür, dass man, um eine saubere Exegese zu erreichen, agnostisch an die Bibel herangehen sollte. Soweit ich weiß, tut die HKM genau das.

Wie soll das praktisch gehen? Etwa bei der Bewertung der Wunder Jesu? Entweder es gibt einen Gott, der handeln kann - oder nicht. Dazwischen gibt’s nix. Zumindest nichts was man bei der Exegese verwenden könnte.

Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Und so sitzt der Mensch in Platons Höhle und glaubt tatsächlich, die Schatten an der Wand seien alles, was es gibt!

Naja,
diese Vorstellung wurde eindeutig durch den Tesserakt, sowie von den String-Theoretikern widerlegt. Es lohnt nicht mehr über das Höhlengleichnis nachzudenken.

Du hast scheinbar noch nie so richtig drüber nachgedacht. Alle Modellierungen einer 4. Dimension sind Deutungen der Schatten an der Höhlenwand. Wir sind alle gefangen in einer dreidimensional zeitlich- räumlichen Wahrnehmungswelt. Und es gibt ganz sicher weit mehr, als wir wahrnehmen können.
Unsere Situation, die im Höhlengleichnis beschrieben ist, kann man zweieinhalb Jahrtausende nach Platon als wissenschaftlich nachgewiesen bezeichnen.

2Lena hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Die Gewissheit: Es gibt einen guten Gott - und er ist für mich!

Für diese Erkenntnis braucht man kein Buch. Zumal da eben genau drinsteht, dass Gott Morde befiehlt, die Erde verdirbt ... (angeblich ... ) aber die Christen müssen sich eine Menge zusammenlügen, dass sie gegen das hochgehobene Buch, auf das sie ihre Lehren beziehen, ihre eigene Theorie aufstellen können.

Du hast das Chaos beklagt, die verwirrten Theologen, jede Menge Literatur die nichts bringt, querschießende Gefühle… und ich gab dir den Rat die Bibel unvoreingenommen, fragend und betend zu lesen. Nur du und Gott - und zwar darauf vertrauend, dass er zu dir spricht.
Du lehnst das ab, richtest über die Bibel und entscheidest dich so wieder für das Chaos.

Zeus hat geschrieben:“Das sind atheistische Katzenbabys!”
“Wieso? Du hattest doch gesagt, das…”
Doch der kleine Junge fällt ihn ins Wort.
“Nun ja, jetzt haben sie aber die Augen offen!”

Oh ja, der Atheist hat die Augen offen. Und glaubt nur was er damit sieht.
Der namhafte englische Wahrnehmungsphysiologe Richard L. Gregory hat es mal auf den Punkt gebracht:"Eigentlich sind wir so gut wie blind". Wir können nur einen winzigkleinen Ausschnitt der Welt wahrnehmen und erleben.

Solange man das noch nicht erkannt hat, haben die Kätzchen die Augen noch ganz fest zu. :wink:

Zeus hat geschrieben:
Roland hat geschrieben:Nee, mehr als bisschen Gefühl. Die Gewissheit: Es gibt einen guten Gott - und er ist für mich!

Dieses Kind hat die 'Güte Gottes' sicher auch ganz doll 'gefühlt':

Und ich werde auch sterben und du auch.
Und am Ende kommt alles nochmal auf den Tisch. Z.B. auch die Frage: was hast du denn getan, damit in Afrika keine kleinen Kinder verhungern müssen?

Münek hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Die Gewissheit: Es gibt einen guten Gott - und er ist für mich!

[…]Welcher liebende Vater erwartet von seinem Kind Demut, kriecherische Unterwürfigkeit und Anbetung? […]

Die Frage war: bin ich das Maß aller Dinge oder gibt es diesen guten Gott. Entscheide ich mich dafür letzteres zu glauben, schwindet automatisch dieser grenzenlose Hochmut, der meint über alles Gericht sitzen zu können, was es gibt. Der Glaube, es gibt noch etwas über mir, stößt mich vom Sockel und macht demütig. Und so kann ich offen werden für das, was Gott mir durch sein Wort vielleicht mitteilen will.
So verstandene Demut und kriecherische Unterwürfigkeit sind zwei völlig verschiedene Dinge!
"Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt. Sie ist die messbare Seite der Welt." Martin Seel
"Der Glaube an die Wissenschaft spielt die Rolle der herrschenden Religion unserer Zeit." C. F. v. Weizsäcker

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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Pluto » Mi 13. Sep 2017, 13:20

Roland hat geschrieben:Wie soll das praktisch gehen? Etwa bei der Bewertung der Wunder Jesu? Entweder es gibt einen Gott, der handeln kann - oder nicht. Dazwischen gibt’s nix.
Wie das gehen soll? Ganz einfach. Unglaubwürdiges wird verworfen. Zumindest kann ein Agnostiker objektiver urteilen, als Theisten und Atheisten.

Roland hat geschrieben:Du hast scheinbar noch nie so richtig drüber nachgedacht.
Warum diese Unterstellungen?
Roland hat geschrieben:Alle Modellierungen einer 4. Dimension sind Deutungen der Schatten an der Höhlenwand. Wir sind alle gefangen in einer dreidimensional zeitlich- räumlichen Wahrnehmungswelt.
Und warum dieses Glaubensbekenntnis.

Tatsache ist, es gibt Leute die in 4 und mehr Dimensionen rechnen, und dabei Schlüsse ziehen (das wird ja von Platon verneint). Nur weil du dir das nicht vorstellen kannst, heißt noch lange nicht, dass andere es nicht können.
Wie Janina schon sagte: "Magie ist, was du nicht verstehst".

Roland hat geschrieben:Und es gibt ganz sicher weit mehr, als wir wahrnehmen können.
Warum diese verwirrten Behauptungen?
Wie willst du sie belegen?

Roland hat geschrieben:Du hast das Chaos beklagt, die verwirrten Theologen, jede Menge Literatur die nichts bringt, querschießende Gefühle… und ich gab dir den Rat die Bibel unvoreingenommen, fragend und betend zu lesen. Nur du und Gott - und zwar darauf vertrauend, dass er zu dir spricht.
Du lehnst das ab, richtest über die Bibel und entscheidest dich so wieder für das Chaos.
Alles ist Chaos. Es gibt zwei Arten von Chaos. us der Einen entsteht Ordnung: z.B. Kristalle, Sterne, Galaxien oder gar Lebewesen.

Roland hat geschrieben:Solange man das noch nicht erkannt hat, haben die Kätzchen die Augen noch ganz fest zu. :wink:
Schließe nicht von dir auf anderes!

Roland hat geschrieben:Und am Ende kommt alles nochmal auf den Tisch. Z.B. auch die Frage: was hast du denn getan, damit in Afrika keine kleinen Kinder verhungern müssen?
Und... Was wird deine Antwort sein?

Roland hat geschrieben:Die Frage war: bin ich das Maß aller Dinge oder gibt es diesen guten Gott. Entscheide ich mich dafür letzteres zu glauben, schwindet automatisch dieser grenzenlose Hochmut, der meint über alles Gericht sitzen zu können, was es gibt.
Ich frage mich nur, warum es bei dir nicht den gewünschten Effekt hat.
Der Naturalist sagt nichts Abschließendes darüber, was in der Welt ist.

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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Zeus » Mi 13. Sep 2017, 13:46

Roland hat geschrieben:
Roland hat geschrieben:Nee, mehr als bisschen Gefühl. Die Gewissheit: Es gibt einen guten Gott - und er ist für mich!

Dieses Kind hat die 'Güte Gottes' sicher auch ganz doll 'gefühlt':
Roland hat geschrieben:Und ich werde auch sterben und du auch.

Dein Mitgefühl ist beindruckend.
Roland hat geschrieben:Und am Ende kommt alles nochmal auf den Tisch.

Schön wär's.
Roland hat geschrieben:Z.B. auch die Frage: was hast du denn getan, damit in Afrika keine kleinen Kinder verhungern müssen?
Es ging zwar um die Güte des Großen Geistes aber der gottlose Zeus gibt einen monatlichen Beitrag zur Minderung des Elends in der Welt:
https://www.fistulafoundation.org/
http://animalaidunlimited.org/
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Dass Glaube etwas ganz anderes sei als Aberglaube, ist unter allem Aberglauben der größte. - Karlheinz Deschner

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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon 2Lena » Mi 13. Sep 2017, 17:33

@Zeus, dein gruseliges Foto mit Geier und ...
Die Augen haben sie nicht offen, sonst wüssten die Leute, was den Hunger verursacht.
Sie würden das ändern, praktisch ändern auf vielen Wegen, viel bedingungsloser als mit ein paar milden Gaben bloß.
.
Wie praktisch, die Fälle zur Philosophie plötzlich anzuwenden, dass Gott so tätig sei, Unfälle verursache, Klimakatastrophen und dergleichen. Sowas wird gepredigtm dann folgt deine Retourkutsche - auch nicht besser dargestellt. Fotomotive gäb's auf der ganzen Welt.

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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon 2Lena » Mi 13. Sep 2017, 17:34

@ Roland

Rate gar, wieviel solcher schiefliegender Antworten ich von Christen deiner Art schon erhielt?

Roland hat geschrieben:Du hast das Chaos beklagt, die verwirrten Theologen, jede Menge Literatur die nichts bringt, querschießende Gefühle… und ich gab dir den Rat die Bibel unvoreingenommen, fragend und betend zu lesen. Nur du und Gott - und zwar darauf vertrauend, dass er zu dir spricht.

Nur einmal angenommen, dass ich selbst so schlau war. Den vielfach erschallten Ruf habe ich schon längst ausprobiert. Stell dir vor, ich las die Bibel vollständig und unvoreingenommen. Ich lernte sogar Hebräisch, und das viele Jahrzehnte weit entfernt von der Schulzeit. Generell gefiel mir die Sprache. Ich erhoffe damit ein besseres Bibelverständnis, war doch nicht umsonst mein Interesse so wach. Aber du deutest: Man gehe in sein Kämmerlein, beknie ein Scheitholz und leiere angeordnete Gebete. Dann passiert was? Gott erpresst man nicht, arbeite lieber.

Ich weiß nicht, wie du dir vorstellst, Gebetserhörung, mit welchem Tralala. Man ignoriere dann möglichst die durch eigenes Nachdenken oder durch Eingebungen entstandenen Ergebnisse. Natürlich zählen dazu auch die Grammatikregeln. Auch wenn sie noch so genau in der Bibel erklärt werden und das Ergebnis anders ist als in der Spetuaginta. Es darf nicht sein, auch wenn es noch so richtig ist. Egal wie ich sie erkläre, von "Gläubigen" wie dir, kommt stets der gleiche Spruch:
Roland hat geschrieben:fragend und betend zu lesen. Nur du und Gott - und zwar darauf vertrauend, dass er zu dir spricht.

Reicht das nicht, dass die Lösung stimmig wird, dass völlig neue Wissenschaften entstehen können?
Welch ein Brimborium willst du als Beweis haben ...
Nein, es muss genau herauskommen, was Christen wie du als "Wort Gottes" betrachten.
Ignoriere, dass die Bibel mit dem alten Text keine Widersprüche mehr hat, sondern Aufgaben.
Sein soll (welch hirnverbranntes Zeug!) vage Prophezeiung, Aufforderung zu Völkermorden, Fehler alter antiker Philosophen ...??? ...

- aber bitte, es gilt doch der menschliche Mehrheitsbeschluss und die "Wissenschaft", auch wenn das Schiff längst schief liegt.

Ja nicht dazulernen, aufmerken, Schräglagen sehen, hin zur Gradheit arbeiten ...lieber denen, die es versuchen, Steine nachwerfen.

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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Zeus » Mi 13. Sep 2017, 22:22

Roland hat geschrieben:Oh ja, der Atheist hat die Augen offen. Und glaubt nur was er damit sieht.
Der namhafte englische Wahrnehmungsphysiologe Richard L. Gregory hat es mal auf den Punkt gebracht:"Eigentlich sind wir so gut wie blind". Wir können nur einen winzigkleinen Ausschnitt der Welt wahrnehmen und erleben.

Richtig. Das visuelle Spektrum des Menschen ist begrenzt. Bienen können sogar Ultraviolett sehen.
Radaranlagen jedoch erweitern das Sehvermögen des Menschen auf einen anderen Teil des elektromagnetischen Spektrums.
Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber die des durch seine Untersuchungen zur visuellen Wahrnehmung bekannten Neurowissenschaftlers Richard Gregory haben mit deinen religiösen Spinnereien nichts zu tun.
Roland hat geschrieben:Solange man das noch nicht erkannt hat, haben die Kätzchen die Augen noch ganz fest zu. :wink:

Siehe oben!
Zuletzt geändert von Zeus am Do 14. Sep 2017, 00:38, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Zeus » Do 14. Sep 2017, 00:01

2Lena hat geschrieben:@Zeus, dein gruseliges Foto mit Geier und ...
Die Augen haben sie nicht offen, sonst wüssten die Leute, was den Hunger verursacht.

Mathaeus; 25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? 27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
2Lena hat geschrieben:Sie würden das ändern, praktisch ändern auf vielen Wegen, viel bedingungsloser als mit ein paar milden Gaben bloß.

Was schlägst du vor? Soll ich (mit meinen 82 Jahren) nach Afrika fahren?
Außerdem sagt Rolands Jesulein laut Mataeus 31 "Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft."

Ich denke, diese Sprüche gehören zu den blödesten verbalen Absonderungen des angeblichen Sohnes Jahves.
.
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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon 2Lena » Do 14. Sep 2017, 05:22

@ Zeus
Zeus hat geschrieben:Was schlägst du vor? Soll ich (mit meinen 82 Jahren) nach Afrika fahren?

Vielleicht? Aber pass auf, dass du nicht in einen der viele Kriege hineingeräts, die sich dort wegen dem neuen Wunderreichtum entwickeln. Es könnte sein, dass du dort (oder auch hier) jemand aus den afrikanischen Staaten triffst, die von dir zitierte Bibelverse ganz anders verstehen.

Man hatte, da die "afrikanischen" Sprachen es hergaben, in Ägypten z.B. andere Symbolbilder der Philosophie. Heute sagst du "Platon". Damit bekommt einer gleich eine Menge Zeug im Kopf (oder auch nicht). Vielleicht ist gar nichts dabei, was du dir denkst. Analog ist das Gleichnis in Matth. 25 zu sehen. Auch Hasen säen nicht, warum wurden die nicht erwähnt, nur etwa die Vögel?

Es sind die "Vögel des Himmels" (Schwung in der Zusammenarbeit) u.a gemeint. Gibt es das nicht?
Ist da etwa statt dem "säen" lauter Übles zu sehen. Da wäre nichts zu ernten, nichts zu sammeln außer Streit. Aber, um jetzt wieder bildlich zu werden, die Vögel passen sich den Gegebenheiten an. Sie fliegen dorthin wo die Ernte reif wird. Sie ziehen weiter, um ein paar unverdaute Samenkörner (ganz im Kreislauf der Natur) an Stellen fallen zu lassen, in denen später weitere Pflanzen, Büsche und Bäume sich entwickeln können. Das ist vom himmlischen Vater so vorgesehen. Weit dümmere Menschen aber meinen, statt mit der Natur zu leben, mit viel Kriegsgerät, Schaufel und Bagger die Erde aushöhlen zu müssen. Damit da etwa dort das Essen rauskommt? Na, ich meine über Wege gnadenloser, willkürlicher Marktwirtschaft, Preisdiktatur, Almosenwesen und dergleichen mehr.

Aber, die können keine Elle zusetzen (Matth. 25.27) Man geht stets nur von dem Material auf der Erde aus, besteht auch aus ihr.

Warum sorgt ihr euch um die Kleidung? (Warum sorg ihr für Betrug?)
Schaut doch die "Lilien" an, die Freuden. Manchmal sieht man sie auch als Symbol der Reinheit an. Freuden werden nicht mit Zwang erreicht, auch nicht mit Intrigen. "Salomo" (schalom, nichts fehlt, es ist Friede) war trotz aller Herrlichkeit nicht wie sie angezogen. :-8
Wenn sogar das "Gras" (alles was sprießt) so erobert wird, vielleicht gar als Betrug wirkt, dann wird das verheizt. Aber, so vielen Ziegen (Stärken) ist es eine Nahrungsquelle und auch den Kühen, dem Gedeihen. Also, sei nicht so kleingläubig!

Roland
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Re: Alles Teufelszeug? VII

Beitragvon Roland » Do 14. Sep 2017, 12:42

Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben:
Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Es ging hier um Bibelexegese. Ich kann apologetisch Bibelforschung betreiben oder methodisch-atheistisch. Und die Ergebnisse werden sich stark unterscheiden!

Vielleicht solltest du es neutral und unvoreingenommen probieren?
Ich plädiere schon lange dafür, dass man, um eine saubere Exegese zu erreichen, agnostisch an die Bibel herangehen sollte. Soweit ich weiß, tut die HKM genau das.

Wie soll das praktisch gehen? Etwa bei der Bewertung der Wunder Jesu? Entweder es gibt einen Gott, der handeln kann - oder nicht. Dazwischen gibt’s nix.

Wie das gehen soll? Ganz einfach. Unglaubwürdiges wird verworfen…

Der Agnostiker glaubt aber weder dass es Gott gibt, noch dass es ihn nicht gibt. Er sagt: man kann es nicht wissen.
Er verwirft also weder die Existenz Gottes (mit allem was das mit sich bringt), noch seine Nichtexistenz als unglaubwürdig.
Die Wunder Jesu könnten also sein… oder auch nicht… man kann es nicht wissen…
Schwierig auf agnostischer Grundlage Bibelforschung und –exegese zu betreiben.

Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben:Alle Modellierungen einer 4. Dimension sind Deutungen der Schatten an der Höhlenwand. Wir sind alle gefangen in einer dreidimensional zeitlich- räumlichen Wahrnehmungswelt.

Und warum dieses Glaubensbekenntnis.

Vielleicht verfügst du ja über zusätzliche Sinne. Glaube ich aber nicht. Nur insofern ist das ein Glaubensbekenntnis.
Für uns restlichen Menschen ist das nunmal so.

Pluto hat geschrieben: Tatsache ist, es gibt Leute die in 4 und mehr Dimensionen rechnen,...

...mithilfe mathematischer Krücken und Animationen, die natürlich allesamt maximal dreidimensional bleiben und allenfalls hypothetische Vorstellungshilfen sind. Auch Stringtheorien sind rein hypothetische, nicht falsifizierbare Schattenrätselspiele. Wir kommen nicht wirklich aus unserer Höhle heraus.

Pluto hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Und es gibt ganz sicher weit mehr, als wir wahrnehmen können.

Wie willst du das belegen?

Das wissen wir, weil wir indirekt das Vorhandensein unzähliger, für unsere Sinne nicht direkt wahrnehmbarer Eigenschaften der Welt nachweisen können. Und die, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können, werden von unseren Gehirnen nicht etwa abgebildet sondern ausgelegt. Wie die Welt für uns aussähe, wenn wir sie alle direkt wahrnehmen könnten und zwar so wie sie sind, können wir nicht einmal ahnen. Es wäre außerdem völlig absurd zu glauben, dass die Welt ausgerechnet dort enden müsse, wo unsere derzeit verfügbaren Messinstrumente nichts mehr messen können.

Pluto hat geschrieben: Alles ist Chaos. Es gibt zwei Arten von Chaos. us der Einen entsteht Ordnung: z.B. Kristalle, Sterne, Galaxien…

Ordnung entsteht nie "von selbst" aus Chaos. Sondern immer aufgrund der schon vorher vorhandenen naturgesetzlichen Ordnung. Die der Atheist schulterzuckend voraussetzen muss und für deren Existenz er keine Erklärung hat.

Pluto hat geschrieben: …oder gar Lebewesen.

DAS ist jetzt tatsächlich ein Glaubensbekenntnis.

Zeus hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Z.B auch die Frage, was hast du denn getan...

Es ging zwar um die Güte des Großen Geistes…

Es ist eben auf der Erde, seit dem Sündenfall, ein Kampf zwischen Gut und Böse. Und das Böse wird am Ende verlieren. Bis dahin ist Leid unvermeidlich. Und der "große Geist" kann da mitreden! Er war selbst mitten drin, hat ziemlich alles selbst erlitten, was Menschen erleiden können bis hin zum Foltertod am Kreuz.

Zeus hat geschrieben: …der gottlose Zeus gibt einen monatlichen Beitrag zur Minderung des Elends in der Welt:

Das ist immerhin löblich.

Zeus hat geschrieben:
Roland hat geschrieben: Oh ja, der Atheist hat die Augen offen. Und glaubt nur was er damit sieht.
Der namhafte englische Wahrnehmungsphysiologe Richard L. Gregory hat es mal auf den Punkt gebracht:"Eigentlich sind wir so gut wie blind". Wir können nur einen winzigkleinen Ausschnitt der Welt wahrnehmen und erleben.


Richtig. Das visuelle Spektrum des Menschen ist begrenzt. […]Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber die des durch seine Untersuchungen zur visuellen Wahrnehmung bekannten Neurowissenschaftlers Richard Gregory haben mit deinen religiösen Spinnereien nichts zu tun.

Seine Aussage: "Eigentlich sind wir so gut wie blind" führt aber dazu, dass die atheistische Spinnerei, dieses naive Denken, es könne nur geben, was wir Menschlein erforschen können und darüber hinaus existiere nichts, ad absurdum geführt wurde.

2Lena hat geschrieben: Nur einmal angenommen, dass ich selbst so schlau war. Den vielfach erschallten Ruf habe ich schon längst ausprobiert. Stell dir vor, ich las die Bibel vollständig und unvoreingenommen. Ich lernte sogar Hebräisch, und das viele Jahrzehnte weit entfernt von der Schulzeit. Generell gefiel mir die Sprache. Ich erhoffe damit ein besseres Bibelverständnis, war doch nicht umsonst mein Interesse so wach. Aber du deutest: Man gehe in sein Kämmerlein, beknie ein Scheitholz und leiere angeordnete Gebete. Dann passiert was? Gott erpresst man nicht, arbeite lieber.

Ich kenne dich ja nicht und manches was du schreibst ist sicher auch nicht ganz erst gemeint und jeder muss letztlich seinen Weg selbst gehen. Jesus ruft dazu auf, ihm sein Leben auzuvertrauen. Ob ich zu diesem Vertrauen nun finde, indem ich jahrzentelang Hebräisch lerne, Scheithölzer beknie oder angeordnete Gebete leiere, das bezweifle ich allerdings. Es geht nicht darum irgendwelche Leistungen zu vollbringen sondern um eine Geisteshaltung. Jesus selbst sagt im Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner, dass letzterer in seine Brust schlug und betet: "Gott sei mir Sünder gnädig!" Das war's. "Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus" (Lk. 18, 10-14). Die Erkenntnis: Ich bin Sünder und die Entscheidung, Gott das zu bekennen und ihn um Hilfe zu bitten, also auf die Vergebung durch Jesus zu vertrauen, das fasst mE den christlichen Glauben zusammen.
"Die messbare Seite der Welt ist nicht die Welt. Sie ist die messbare Seite der Welt." Martin Seel
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