Mariä Lichtmess

Rund um Bibel und Glaube
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Verlorener_Sohn
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Verlorener_Sohn » Fr 12. Jan 2018, 23:01

Catholic hat geschrieben:solange katholische Überzeugungen und Praktiken als "heidnisch" oder "unbiblisch" gebrandmarkt werden können.

Reg dich nicht auf, mein lieber Catholic.
Wir müssen uns bei ihnen für unseren Glauben nicht rechtfertigen.
Aber wir können für sie beten.
Man erkennt schnell, ob jemand ehrliche Fragen zum Katholizismus hat, oder ob derjenige nur polemisieren möchte.
Unsere Glaubensstandpunkte kann man jederzeit im Katechismus der katholischen Kirche nachlesen.
Zudem gibt es katholische Sekundärliteratur bei bestimmten Themen.
Bei dem Thema Maria eben "Das goldene Buch" (siehe meine Buchvorstellung).
Solange man aber nur dort sucht wo die eigene Meinung bestätigt wird, nun ja...
Nicht mein Problem.
Ich bin römisch-katholisch.
Verloren ist nur noch mein Nick-Name.

In principio erat Verbum, et Verbum erat apud Deum, et Deus erat Verbum.

Catholic
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Catholic » Fr 12. Jan 2018, 23:03

Und jedem Zeitgenossen,der ehrlich interessierte Fragen stellt,stehe ich gerne Rede und Antwort.

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Munro
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Munro » Sa 13. Jan 2018, 00:31

Catholic hat geschrieben: ... solange katholische Überzeugungen und Praktiken als "heidnisch" oder "unbiblisch" gebrandmarkt werden können.


Dieses ständige Geplärre, dass dieses und jenes "unbiblisch" sei, ist sowieso einerseits kindisch, und andererseits fanatisch und taliban-haft.

Und Jesus mag solche Kleinkariertheit gar nicht - oder ich müsst ihn schlecht kennen.

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Munro
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Munro » Sa 13. Jan 2018, 00:32

Verlorener_Sohn hat geschrieben:Wir müssen uns bei ihnen für unseren Glauben nicht rechtfertigen.
Aber wir können für sie beten.
Man erkennt schnell, ob jemand ehrliche Fragen zum Katholizismus hat, oder ob derjenige nur polemisieren möchte.


Wahre Worte! :idea:

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Magdalena61
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Magdalena61 » Sa 13. Jan 2018, 01:27

Fest der Darstellung des Herrn

Die katholische Kirche hat viele Feste und Bräuche. Teilweise wurde ehemaligen heidnischen Events ein christlicher Inhalt aufgedrückt. Die alten Feste wurden mit Bezug auf die Bibel neu interpretiert.

Die 40 Tage nach Weihnachten sind folgerichtig, wenn auch vom Termin her nicht authentisch, da sich die Geburt Jesu mit einiger Wahrscheinlichkeit nicht am 24./25. Dezember ereignet hatte.

Wenn man bedenkt, dass die längste Zeit in der Kirchengeschichte eine große Anzahl- vermutlich der überwiegende Teil der Gläubigen- nicht lesen und schreiben konnte, versteht man eher, warum die älteste Kirche der Christenheit das Informationsproblem bezüglich des Auftrags "macht zu Jüngern alle Völker" mittels bildlicher Darstellungen und der Integration wichtiger Ereignisse im Leben Jesu in den Ablauf des Kirchenjahres löste.

Durch die jährliche Wiederholung der Gedenktage wurde/wird aus ansonsten mühsam gepaukter Theorie so eine Art Erlebnislernen.

Das Kirchenlied, welches in Gottesdiensten an diesem Tag von den Gläubigen gesungen wird, ist übrigens wunderschön.


LG

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Munro
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Munro » Sa 13. Jan 2018, 04:14

Magdalena61 hat geschrieben:
Fest der Darstellung des Herrn

Das Kirchenlied, welches in Gottesdiensten an diesem Tag von den Gläubigen gesungen wird, ist übrigens wunderschön.




Es ist wirklich sehr schön! :idea:

Anton B.
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Anton B. » Sa 13. Jan 2018, 15:32

Catholic hat geschrieben:Manchmal habe ich bei bestimmten Evangelikalen,nicht allen versteht sich,aber eben bei bestimmten Evangelikalen,den Eindruck,dass diese Differenzierungen nicht so wichtig genommen werden solange katholische Überzeugungen und Praktiken als "heidnisch" oder "unbiblisch" gebrandmarkt werden können.

Lieber Catholic,

Weihnachten und Ostern als Beispiele sind aber nunmal keine spezifisch katholischen Feste, sonder werden von Christen anderer Konfessionen weltweit zur Ehre Jesu gefeiert.

Der Bogen ist deshalb weiter zu spannen: Die RKK ist zum einen Ziel der Attacken, weil sie dem "evangelikalen" unärem "Sola scriptura"-Prinzip widerspricht. Das liegt aber noch jn der Natur der Sache der Gegensätzlichkeit bzw. der abweichenden Grundsätze.

Spezielle "evangelikale" Auffassungen widersprechen aber nicht nur der Glaubens- und Heilauffassung der RKK, sondern auch der aller anderen speziellen christlichen Glaubensauffassungen. Nämlich den Glaubensauffassungen anderer evangelikaler Gruppen eingeschlossen.

Wegen der Ablehnung des "Sola-scriptura" als alleinigem Erkenntnismaßstab zur Glaubensausprägung und weil weil sie wegen ihrer Größe und in der Größe doch einheitlich organisiertes Wesen sich besonders zur Kritik exponiert, bietet sich die RKK als erstes Angriffsziel an. Die Kritik spezifischer evangelikaler Gruppen bezieht sicch aber damit nicht generell auf die RKK, sondern auf alles, was "anders" ist. Nämlich eben alle "anderen" Christen, die damit dann rasch zu sogenannten Christen, wenn nicht sogar zu "Anti-Christen" werden.

Es gibt für uns Katholiken eigentlich keinen Grund diese Angriffe "persönlich" zu nehmen. Meine Kritik an dem Gehabe spezieller evangelikaler Gruppen bezieht sich deshalb auch nicht so sehr auf eine "Abwehr" aus dem katholischen Glaubens- und Begründungsgebäude heraus, sondern stellt eher deren innewohnende Selbstgerechtigkeit gegenüber "allen anderen" heraus.

Und um noch ein wenig provokativ zu werden: Die besonders ausgeprägte Selbstgerechtigkeit zeigt sich m.E. auch in den Beiträgen der solchen Glaubensgemeinschaften anhängenden Individuen hier im Forum.
Das Problem: Es gibt auch eine Wirklichkeit, wie es historisch wirklich war.

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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Catholic » Sa 13. Jan 2018, 16:13

So meinte ich es auch.
Ich habe nichts gegen Evangelikale ansich,kenne selber welche persönlich und verstehe mich gut mit ihnen.
Nur wenn bestimmte evangelikale Gruppen z.B. argumentieren Katholiken seien keine echten Christen,denn sie würden die Tradition ernstnehmen und über die Bibel stellen,dann bringe ich gerne das Argument,dass wir ohne die Tradition nicht mal wüssten was in der Bibel steht, da die Bibel Teil der Tradition ist.

Anton B.
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Anton B. » Sa 13. Jan 2018, 17:38

Catholic hat geschrieben:Nur wenn bestimmte evangelikale Gruppen z.B. argumentieren Katholiken seien keine echten Christen,denn sie würden die Tradition ernstnehmen und über die Bibel stellen,dann bringe ich gerne das Argument,dass wir ohne die Tradition nicht mal wüssten was in der Bibel steht, da die Bibel Teil der Tradition ist.

Und das in zweifacher Hinsicht: Durch Kodifizierungen wurde das NT elementarer Anteil unserer schriftlichen Tradition. Das NT wurde aber nicht wie die Mose'schen Steintafeln auf die Menschheit geworfen, sondern wurden nach einer Zeit der mündlichen Tradierung zur Zeit einer zweiten oder dritten Christengeneration, verschriftlicht.

Auf der weiteren Traditionsebene kommt dann die Auswahl der Schriften als "grundsätzlich" und "authentisch" oder nicht. Das fand dann zum Zeitpunkt der Kodifizierung statt.

Aus Sicht der kleinen Anti-Trinitarischen Glaubensfraktion ist ja soweit die Welt in Ordnung und das Wirken des "heiligen Geistes" in der frühen Kirche damit nachgewiesen. Da aber die Konzile im 4. Jahrhundert mit ihren Entscheidungen inhaltlich von dieser Klientel nicht mehr mitgetragen werden, muss dann zwangsläufig aus deren Sicht irgendwo dazwischen der heilige Geist die Kirche verlassen haben.
Das Problem: Es gibt auch eine Wirklichkeit, wie es historisch wirklich war.

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Martinus
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Re: Mariä Lichtmess

Beitragvon Martinus » Sa 13. Jan 2018, 20:55

Anton B. hat geschrieben: Da aber die Konzile im 4. Jahrhundert mit ihren Entscheidungen inhaltlich von dieser Klientel nicht mehr mitgetragen werden, muss dann zwangsläufig aus deren Sicht irgendwo dazwischen der heilige Geist die Kirche verlassen haben.


Ob er noch dabei war, der heilige Geist mein ich, als im Namen der Kirche gefoltert, gemordet und Kriege geführt wurden ??
Bitte keine Argumente, ich hab meine Meinung.


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